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19
März
2020
19.März.2020

Ein Fürsprecher in schweren Zeiten

Statue des heiligen Liborius im Dom ausgestellt

„Steh als Helfer uns zur Seit! Stärke kraftvoll unsre Seele“, so heißt es im Lied „Sei gegrüßet, o Libori”, das im Erzbistum Paderborn eine ganz besondere Bedeutung hat. Der heilige Liborius als Schutzpatron des gesamten Erzbistums ist in dieser herausfordernden Zeit sicherlich ein Heiliger, der in vielen Gebeten seinen Platz haben wird. Als Fürsprecher, der besonders in kranken Tagen angerufen wird, gibt er Kraft und Halt.

Aus diesem Grund ist eine Liborius-Statue derzeit im Altarraum des Hohen Domes aufgestellt. Sie soll die Menschen einladen zum Gebet, zu einem Moment der Besinnung und zum Schöpfen neuer Kraft.

Vier Fragen an Dompropst Göbel

Im Gespräch mit Dompropst Monsignore Joachim Göbel haben wir uns darüber unterhalten, warum gerade jetzt die Fürsprache des Heiligen so wichtig ist und welche Herausforderungen vor uns liegen.

Redaktion

Warum haben Sie sich dazu entschieden, die Statue des heiligen Liborius gerade jetzt im Dom aufzustellen?

Dompropst Göbel

Der heilige Liborius ist nicht nur der Schutzpatron der Stadt und des Erzbistums, sondern auch ein Fürsprecher in kranken Tagen, der besonders bei körperlichen Leiden angerufen wird. Daher war es für uns hier in Paderborn geradezu geboten dem Heiligen einen so präsenten Platz einzuräumen. Er soll den Menschen in dieser ungewissen Zeit Halt und auch ein Stück Zuversicht geben.

Redaktion

Die Gottesdienste im Erzbistum sind bis auf weiteres abgesagt, der Dom bleibt jedoch für Besucher geöffnet. Wie ist Ihr Eindruck von dieser Maßnahme bisher?

Dompropst Göbel

Wie im gesamten öffentlichen Raum sind die Besucherzahlen im Dom extrem zurückgegangen. Die Stimmung mutet manchmal schon sehr unwirklich an. Dennoch kommen konstant Besucher in den Dom, um eine Kerze anzuzünden oder ein stilles Gebet zu sprechen.

"Der heilige Liborius soll den Menschen in dieser ungewissen Zeit Halt und auch ein Stück Zuversicht geben."

– Dompropst Monsignore Joachim Göbel

Redaktion

Was erwarten Sie von den kommenden Wochen?

Dompropst Göbel

Ich rechne damit, dass der Bedarf nach geistigen Angeboten zunehmen wird. Ich bin der Meinung, dass im Moment noch unterschätzt wird, was es bedeutet sehr viel Zeit mit sich alleine oder nur einem ganz kleinen Kreis an Vertrauten zu verbringen. Da kommen wichtige und existentielle Fragen an die Oberfläche, die im geschäftigen Alltag oft untergehen.

Daher gehe ich davon aus, dass das Bedürfnis nach einem Ort der Besinnung, nach Gesprächen und weiteren seelsorglichen Angeboten größer wird.

Redaktion

Was wünschen Sie sich persönlich für die vor uns liegende Zeit?

Dompropst Göbel

Wie sagt man so schön? Dass wir das Beste daraus machen. Ich hoffe, dass möglichst viele Menschen diese Zeit gesund überstehen oder schnell wieder gesund werden. Ich wünsche mir, dass der Zusammenhalt untereinander wächst und wir vermehrt auf uns achten. Das wäre meiner Ansicht nach das Beste, was wir aus dieser ungewissen Zeit mitnehmen können.

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