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15
Juni
2020
15.Juni.2020

„Der virtuelle Kontakt kann den realen nicht aufwiegen“

Auf eine Kaffeelänge mit Cecille Müller

Für unsere Serie „Auf eine Kaffeelänge mit…“ treffen wir uns – jetzt selbstverständlich mit gebührendem Abstand – mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Die einzige Vorgabe ist: die Unterhaltung endet, sobald der Kaffeebecher ausgetrunken ist. Dieses Mal haben wir uns mit Cecille Müller getroffen, Theologie-Studentin an der Theologischen Fakultät Paderborn, und mit ihr darüber gesprochen, wie sich Studium ohne Studenten-Leben anfühlt.

Selbstverständliches entfällt

Das gemeinsame Essen in der Mensa, der Mittwochabend in der Pinte des Priesterseminars, spontane Städtetrips – all dies waren selbstverständliche und wertvolle Bestandteile des Studentinnen-Lebens von Cecille Müller. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie waren gesellige Unternehmungen wie diese, die ein Studenten-Leben auf charakteristische Weise ausmachen, plötzlich nicht mehr möglich. „Zu Beginn war es durchaus etwas schwierig für mich mit der neuen Situation umzugehen. Ich war mir gar nicht bewusst, wie wichtig das Studenten-Leben abseits des Studierens doch ist. Wie wichtig es mir selbst ist, mit anderen Leuten etwas zu unternehmen“, reflektiert Cecille Müller.

Theater- und Konzertbesuche beispielsweise waren für die Studentin nicht nur eine beliebte Freizeitbeschäftigung, sondern gleichzeitig auch ein Ausgleich, wie ihr in den vergangenen Wochen deutlich bewusst geworden sei: „Solch ein Abend im Theater hat mir sehr dabei geholfen den Kopf frei zu bekommen. Einmal etwas anderes sehen, an etwas anderes denken als an das Studium waren immer sehr entspannend für mich.“ Als dies weggefallen sei und ihr Studentinnen-Leben nur noch aus Spaziergängen mit zwei engen Freundinnen bestanden habe, sei ihr erst die Relevanz klar geworden, wie wichtig solch ein Ausgleich neben dem Studium ist. „Das hatte ich zuvor als gar nicht so wichtig wahrgenommen.“

“Mein Studiengang erfüllt mich”

Daher freue sie sich, so komisch es sich auch anhöre, auf die bald anstehenden Prüfungen, bei denen sie viele ihrer Mitstudierenden zum ersten Mal wieder sehe. „Auch wenn wir wahrscheinlich sehr nervös sein werden und uns Gedanken machen, ob wie gut genug vorbereitet sind, aber wir können diese Gefühle miteinander teilen, gemeinsam Prüfungs-Angst haben. Ich freue mich darauf wieder den Zusammenhalt untereinander zu spüren.“

Etwas sehr Wertvolles hat Cecille Müller, die gerade erst im zweiten Semester studiert, in dieser schweren Zeit der Pandemie und Kontaktverbote aber deutlich gemerkt: „Der Studiengang war die richtige Wahl für mich. In einer Zeit, in der vieles wegbricht und ich zeitweise nicht viel anderes tun konnte, als mich intensiv mit meinem Studium auseinander zu setzen, habe ich gemerkt, wie es mich erfüllt.“ Allgemein sei sie zudem sehr dankbar, wie unbeschwert sie durch die letzte Zeit gehen konnte. Sie und all ihre Lieben seien gesund geblieben, kein Arbeitsplatz war gefährdet und sie konnte sich auf wesentliche Dinge zurück besinnen, sodass sie für sich persönlich resümieren kann: „Das größte Glück ist für mich derzeit nicht unglücklich zu sein.“

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