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23
November
2020
23.November.2020

Den Glauben nicht am Kirchgang bemessen

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Vorgabe des Gesprächs: Die Unterhaltung endet, sobald der Kaffeebecher geleert ist. Diesmal haben wir uns mit Franz Streyl aus Detmold getroffen. Streyl ist Kirchenvorstandmitglied im Pastoralverbund Lippe-Detmold und in zahlreichen Initiativen der Gemeinde aktiv.

Spätlese und Kreuz&Quer Aktiv

„Ich habe Spaß an pastoraler Arbeit“, ist Franz Streyls schlichte Antwort auf die Frage, warum er sich so für das Gemeindeleben einsetzt. Gemeinsam mit seiner Frau Brigitta hat er nicht nur die „Spätlese“ in andere Bahnen geleitet, sondern auch das Pilgerangebot „Kreuz&Quer Aktiv“ auf die Beine gestellt. Die „Spätlese“ ist ein Angebot, das Senioren an verschiedenen Orten und zu unterschiedlichen Gelegenheiten zusammenführt. Leider befinden sich beide Angebote im jetzigen November in einer Corona-Zwangspause. Vorher waren sie feste Bestandteile des Gemeindelebens im Pastoralverbund Lippe-Detmold.

„Normalerweise würden wir uns an jedem Donnerstag mit einer kleinen Pilgergruppe treffen und für ein paar Stunden dem hektischen Alltag entfliehen“, beschreibt Franz Streyl. Es ginge dann zwölf Kilometer durch das Lipperland, mit dem Ziel, ein wenig innehalten zu können und Besinnlichkeit zu finden. Gedankliche Impulse zu Fragen des Lebens unterbrechen die Wanderung in regelmäßigen Abständen. „Unterwegs zu sein bedeutet für uns nach christlicher Tradition, Teil der irdischen Pilgerreise eines jeden Menschen zu sein; dem, was wirklich wichtig ist im Leben, näher zu kommen.“

Corona-Zwangspause schmerzt sehr

Mit der „Spätlese“ ist Brigitta und Franz Streyl nach eigener Aussage etwas Besonderes gelungen. Eine Idee, die sich aus einer Gemeinde auf den gesamten Pastoralverbund ausgedehnt hat. Die „Spätlese“ verbindet und vernetzt Senioren miteinander, schafft es sie aus der Traurigkeit ins Erlebnis zu holen und den Kontakt zur jüngeren Generation zu ermöglichen.

Das Angebot ist ein besonders wertvolles, da „Menschen, die durch ihre Lebenserfahrung reich und reif geworden sind, wie die Trauben eines Weinstocks sind: besonders wertvoll. Und so wie die Früchte in einer Traube Kraft und Nährstoffe bekommen, so stärkt und bereichert uns Menschen die Verbindung in einer großen Gemeinschaft“, verdeutlicht Streyl. Daher schmerzt es umso mehr, dass das Angebot derzeit erneut pausieren muss, nachdem im September und Oktober wieder erste coronakonforme Treffen stattfinden konnten.

Die Menschen selbst sind am wichtigsten

Sein Engagement in den Initiativen ist für Franz Streyl Ausdruck seines persönlichen Glaubens. Die Bibel vermittelt ihm eine Grundlage für sein Leben, gleichzeitig dürfe man den Glauben nicht am Kirchgang bemessen. „Der Gottesdienstbesuch gehört für mich auch dazu, aber mir sind die Menschen selbst wichtig“, so Streyl. Wenn er das Gefühl habe, sein Tun habe einen Zweck und es komme etwas zurück, „dann ziehe ich daraus Kraft für mich und es treibt mich zu neuen Taten an.“

Dass sich daraus in Zukunft neue Initiativen und Ideen entwickeln, ist dann nur eine Frage der Zeit. Franz Streyl ist überzeugt: „Meine Frau und ich stecken voller Ideen und wir arbeiten gern im pastoralen Raum. Wenn dann die Ideen gut sind, versuchen wir diese umzusetzen.“

Ein Beitrag von:

Lena Jordan
Redakteurin
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