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27
Mai
2021
27.Mai.2021

„Dankbar für deren Arbeit“

Pfarrer Friedhelm Rüsche schätzt die Gremien-Arbeit

„In meiner Laufbahn bin ich in den verschiedenen Gemeinden mit den Gremien – Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat – immer gut ausgekommen und war dankbar für deren Arbeit“, blickt Pfarrer Friedhelm Rüsche auf die Mitarbeit der ehrenamtlichen Vertreterinnen und Vertreter in den Räten vor Ort zurück. Der 59-Jährige hofft darauf, dass die Gestaltung der Zukunft der Kirche gemeinsam mit vielen Menschen gelingen kann. Dazu seien Frauen und Männer nötig, die mit Leidenschaft, Sachverstand und Empathie ans Werk gehen.

Pfarrer Friedhelm Rüsche. (Foto: Ronald Pfaff
Pfarrer Friedhelm Rüsche. (Foto: Ronald Pfaff

Viel Sachverstand wahrgenommen

Als Pfarradministrator in Neuenkleusheim, Altenkleusheim und Rehringhausen (Kreis Olpe) kam Friedhelm Rüsche 1995 erstmals intensiv mit der Gremienarbeit in Berührung. „Als junger Pastor habe ich mich vielfach auf die Erfahrung der ‚alten Hasen“ im Kirchenvorstand verlassen“, erinnert sich Rüsche, der später aber schon als Pfarrer von St. Marien Olpe vieles neu entwickelt hat. „Ich bin immer gern zu den Sitzungen der Gremien gegangen und habe dort sehr viel Sachverstand wahrnehmen können.“

Rüsche räumt ein, dass es einen Generationenwechsel gegeben habe, der ein anderes Verständnis für Gremienarbeit mitbringe. Die Arbeit sei offener und transparenter. „Ich hatte schon in Olpe großes Interesse daran, dass Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand mehr zueinander kamen“, so Rüsche. Im Pastoralverbundsrat Olpe beispielsweise hätten Mitglieder von PGR und KV gemeinsam den Ausschuss besetzt und dadurch gegenseitiges Verständnis entwickelt. Vorurteile wie „der KV hat das Geld und die Macht“ und „der PGR kommt dagegen nicht an“ habe man so hinter sich lassen können.

Anderes Bild in der Diaspora

„In der Diaspora war es schon lange anders. KV und PGR haben seit jeher gemeinsame Interessen. Dadurch haben die Mitglieder ein gegenseitiges Gespür füreinander bekommen“, sagt Friedhelm Rüsche, der nun seit 2014 Leiter des Pastoralverbundes Nördliches Siegerland und stellvertretender Dechant im Dekanat Siegen ist.

An dem Gleichgewicht zwischen den beiden Gemeindegremien könne man jedoch diözesanweit noch arbeiten: Der Kirchenvorstand sei überwiegend männlich besetzt und bestehe aus alteingesessenen „Poahlbürgern“. Während der Pfarrgemeinderat insgesamt weiblicher sei und sich vielfach aus Zugezogenen zusammensetze.

Im Pastoralverbund Nördliches Siegerland mit den Kirchengemeinden in Dahlbruch, Kreuztal und Krombach haben die einzelnen Orte noch eigenständige Pfarrgemeinderäte. Das wolle man auch so lassen, sofern genügend Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl im November gefunden würden. Die Gremien identifizierten sich stark mit ihren Orten und seien deshalb engagiert, bestätigt Rüsche. Aber zweimal im Jahr kommen alle drei Pfarrgemeinderäte zur gemeinsamen Sitzung zusammen, wenn es um Themen geht, die den gesamten Pastoralverbund betreffen. Ähnlich arbeiten die Kirchenvorstände, die übergreifend gemeinsame Inhalte beraten.

„Wir haben gute Leute in unseren Gremien“, betont Pfarrer Friedhelm Rüsche, der sich gern mit den Menschen seiner Gemeinden austauscht und informiert sein möchte. Die Wertschätzung ist groß und Rüsche fühlt sich als gleichrangiger Teil dieses Gremiums.

Ein Beitrag von:

Ronald Pfaff
Redakteur