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4
Juni
2019

„Damit Glaube gut klingt“

pdp„Damit Glaube gut klingt...“, war die Intention, weshalb das Erzbistum Paderborn „Christliche Popularmusik“ aus einem eigens dafür bereitgestellten Fonds fördert. Vorgesehen ist die Unterstützung für Konzerte, Bandcoaching, Proberaum und Noten. „Oder was man sonst noch so brauchst, damit Glaube gut klingt“, erklärt Ute Balkenohl, Abteilung Jugendpastoral und Leiterin der Projektstelle „Christliche Popularmusik“.

Diesem Aufruf sind im Erzbistum Paderborn seit 1. Januar 2016 insgesamt 205 Antragsteller gefolgt, 177 Projekte wurden bewilligt, 76 Veranstaltungen durchgeführt und 36 Anschaffungen getätigt. Laut den bisherigen Auswertungen von 42 Projekten, die Angaben zu erreichten Teilnehmern gemacht haben, wurden ca. 9838 Teilnehmer erreicht, zusätzlich ca. 4000 Menschen, die das erstellte Video online weltweit wahrgenommen haben.

Insgesamt sind im Fonds über fünf Jahre jährlich 200.000 Euro für Projektmittel im Fonds Christliche Popularmusik (www.it-sounds-good.de) festgeschrieben. Ein Vergabeausschuss berät über die Anträge. Beratend steht für die Projektmittel Ute Balkenohl zur Verfügung.

Wie ist der Fond angenommen worden?

Ute Balkenohl: „Insgesamt kann man sagen, dass die Anträge mittlerweile kreativer werden. Christliche Popularmusik in seiner Bandbreite mit seinen Möglichkeiten bekannt zu machen, dauert länger als erwartet. Langsam kommen Nachfragen und Folgeanträge zu Projekten, die vor ein oder zwei Jahren im Bistum durchgeführt wurden. Der Prozess vom Erleben, Verinnerlichen und Übertragen auf die Gegebenheiten vor Ort brauchen ihre Zeit.

Können Sie auflisten, welche Förderungen beantragt wurden?

Die Mittel aus dem Fonds Christliche Popularmusik wurden zum großen Teil dafür genutzt, um durch die Musik besondere Liturgien mitzugestalten sowie durch Konzerte weitere Möglichkeiten anzubieten, Glauben zu erleben oder sich mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen. Der Fonds wurde auch für Anschaffungen genutzt: 36 Antragsteller schafften Equipment wie E-Pianos, Boxen, Mischpulte, Digitale Schlagzeuge, Mikrophone und mehr an. Genutzt wurde diese Art der Förderung von Kirchengemeinden, damit Musikern, Bands und Chören gute Rahmenbedingungen geboten werden können, um sich mit ihren Talenten in Kirche einzubringen, als auch durch die Chöre und Bands selbst. 26 Antragsteller nutzten den Fonds, um die musikalische und geistliche Qualität der Musik in Workshops, gezielten Musikunterricht und durch Coaching zu steigern. Ein paar Projekte stechen heraus: Schulen nutzen den Fonds gern, um Musicals oder musikalische Theateraufführungen durchführen zu können, Bands zur Aufnahme von CDs und Videos, und Dekanate bieten gern Workshops an, die frei von Interessierten in den Pastoralen Räumen genutzt werden können

Fallen Ihnen ein paar besonders kreative Projekte ein?

Die gesungene Pastoralvereinbarung in Detmold, bei der die Inhalte der Pastoralvereinbarung durch ein neu entstandenes Musical über 1000 Zuhörer erreichte. Das Großkonzert der Kinder- und Jugendchöre in Verl, bei dem 130 Kinder und Jugendliche beteiligt waren. Ute BalkenohlpdpDas Festival Louder than before u.a. des Dekanats Paderborn, bei dem bisher 900 junge Menschen Christliche Popularmusik von Worship über christliche Metall-, Rock- und Popmusik und elektronische Musik erleben durften. Das Video einer Singer- und Songwriterin zu Frieden und Toleranz, das im Dom Paderborn gedreht wurde, das online über 4000 Zuschauer erreichte. Die Band, die eine Tour durch das Bistum gefördert bekommen hat, und bevor sie Werbung ins Bistum streuen konnte, schon ausgebucht war. Die Kirchengemeinde, die durch eine Kombination aus Konzert, Workshop, Anschaffung und Begleitung eine völlig neue Jugendband aufgebaut hat.  Und die Kirchengemeinde, die ihre Firmvorbereitung unter ein Mottolied Christlicher Popularmusik gestellt und dieses Lied im Tonstudio durch die die Firmlinge einsingen ließ

Welche Musikrichtungen wurden gefördert?40 NGL/ modernes Liturgisches,  39 Worship, Lobpreis, christliche Rock- und Popmusik, 13 Gospel, 8 Geistliche Musik 8 Klassik, ferner: A capella, philippinisch, musical, Jazz, weltliche Popmusik mit spiritueller Deutung, Genremix: Roquiem, Technik, afrikanische Chormusik, Kinder, Songwriter, Blasmusik, weihnachtliche Musik, Flötenkreis.

Welches Genre steht vorn?   

Insgesamt finden viele Projekte, gerade die Konzerte und die Gestaltung der Liturgien, in den Bereichen NGL und Worship/ Lobpreis statt, die oft gemischt werden. Selten gibt es Genre, die für sich stehen, hier ist v.a. Musical und Gospel zu nennen, ansonsten werden bei den Projekten Musik aus unterschiedlichen Bereichen Christlicher Popularmusik gemischt genutzt.

Wer sind die Antragsteller?

113 Kirchengemeinden einschließlich der Jugendfreizeitstätten und Chöre sowie Bands, deren Projekte über die Kirchengemeinde laufen. Die weiteren Anträge teilen sich auf private Antragsteller (33), Dekanate (22), Verbände (12), Schulen (6), Vereine (6) sowie Sonstige.

Wie oft darf ein Antrag gestellt werden?

Im Fonds Christliche Popularmusik, die Projekte fördern, sind dreimalige Förderungen derselben Projekte möglich, danach müssen solche Projekte durch die Träger anders finanziert werden, da es zur Regelfinanzierung wird. Manche tollen Projekte, z.B. das Gospelwochenende in Meschede, das seit Jahren sehr gut läuft, muss so schweren Herzens beim 4. Mal aus  Förderung ausgeschlossen werden. Ein paar der Antragsteller haben neu, andere schon immer den Schwerpunkt „Christliche Popularmusik“ für sich entdeckt, und gestalten durch die vom Fonds geförderten Projekte lebendige Angebote vor Ort, die unterschiedliche Zugänge dazu bieten, Glauben er erfahren, zu feiern und zu leben.

Sehr geehrte Frau Balkenohl, vielen Dank für das Gespräch.

 

Der Fonds „Sounds Good“ findet Zustimmung wie einige Stimmen aus den Workshops zeigen:

"Die musikalische Gestaltung hat dem Festgottesdienst einen festlichen, aber doch frischen und energetischen Charakter geben können." (Christopher Brauckmann, Iserlohn)

"Die Zeiten sind vorbei, in denen wir nur Lieder darbringen konnten, die schon etwas angestaubt waren. Leider waren (bisher) keine anspruchsvolleren Projekte mit der aus privaten Mitteln gestellten Technik möglich und der Klang nicht begeisterungsfähig. „Unser Fazit: „Was ist nur aus uns geworden?“ Dieser Satz wurde bei der letzten Generalprobe, von einer Sängerin ausgesprochen, die sich vorne in der Kirche platziert hatte, um sich vom Klang zu überzeugen. Es ist ein wirklich neuer Chor entstanden, der frisch und aktuell klingt. Besonders Rhythmus und Sound sind auch für jüngere Zuhörer ansprechend und beleben das Liedgut."  (Gerald Schüttler, Eppe)

„Die Jugendlichen sind durch die Bank weg sichtlich überrascht, dass christliche Musik genau in ihr Hörgenre passt und poppig oder rockig ist und sie sich echt nicht dafür schämen müssen, solche Musik zu hören. (…) Spannend ist die Aufklärungsarbeit mit den nicht Kooperationspartnern außerhalb des kirchlichen Innercircle, die spürbar positiv von Louder Than Before angetan sind, da sie niemals dachten, dass katholische Kirche so professionell, offen bunt und laut sein kann und darf.“ (Dorina Fichte, Herford-Minden)

„Der Tag wurde nicht nur als Workshop, sondern als spirituelles Angebot wahrgenommen.“ (Theresa Bartz, Paderborn)

„Somit ist die musikalische Begleitung der Gottesdienste und anderer Aktivitäten im Pastoralen Raum Gütersloh langfristig vorbildlich gesichert.“ (Peter Schmelter, Gütersloh)

„Es war im Laufe des Probentages und im Gottesdienst spürbar, dass diese Lieder ihre „Botschaft entfalten“ und wirksam werden: Für die, die sie hören und für die Teilnehmer, für die sie zu einer Glaubensaussage, einem Gebet werden. Auch davon, dass die Lieder nach dem Workshop im Ohr bleiben und in den Alltag begleiten (z.B. als Aufnahme, die bei Autofahrten gespielt wird), berichteten Teilnehmer immer wieder.“ (Ursula Klauke, Meschede)

 

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