Kontakt Presse & Medien Für Mitarbeitende Karriere & Jobs
Kontakt
Gestaltungselement Navigation
4
Oktober
2021
4.Oktober.2021

Bricht die Jugend weg, ist auch die Kirche weg

Auf eine Kaffeelänge mit Esther Göcke

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Vorgabe der Zusammenkunft: Das Treffen endet, sobald die Kaffeetasse geleert ist. Diesmal haben wir uns mit Esther Göcke getroffen, seit 20 Jahren Dekanatsreferentin für Jugend und Familie im Dekanat Südsauerland.

Esther Göcke sitzt neben der Statue der Ordensgründerin Maria Theresia Bonzel.
Die fast lebensgroße Plastik von der Ordensgründerin Maria Theresia Bonzel ist ein Geschenk der Direktoren aus den amerikanischen Krankenhäusern der Franziskanerinnen. Sie steht im Garten des Klosters auf dem Weg zur Kirche, wo seit vielen Jahren die „Nacht der Versöhnung“ stattfindet.
Foto: Birgit Engel / Erzbistum Paderborn
Die fast lebensgroße Plastik von der Ordensgründerin Maria Theresia Bonzel ist ein Geschenk der Direktoren aus den amerikanischen Krankenhäusern der Franziskanerinnen. Sie steht im Garten des Klosters auf dem Weg zur Kirche, wo seit vielen Jahren die „Nacht der Versöhnung“ stattfindet.
Foto: Birgit Engel / Erzbistum Paderborn

Die Versöhnung

Esther Göcke ist gespannt. Gespannt darauf, wie es trotz, mit und auch nach Corona weitergeht. Weil so viel brach lag und noch liegt, ungeachtet aller kreativen Dinge, die man sich hat einfallen lassen. „Wir wünschen uns so sehr, dass die Kinder und Jugendlichen wiederkommen. Dass die Leiter einen Motivationsschub erleben.“ Einen Anknüpfungspunkt sieht sie in der „Nacht der Versöhnung“, die vor mehr als dreißig Jahren als Angebot für Jugendliche begann, längst aber alle Generationen anzieht. In diesem Jahr vor Weihnachten kann sie nicht an ihrem traditionellen Ort, im Mutterhaus der Olper Franziskanerinnen, stattfinden. Dort wird im großen Stil renoviert. „Wir überlegen nach Altenhundem in den Jugendhof Pallotti zu gehen. Wer weiß, was sich daraus entwickelt. Vielleicht werden wir auch immer wieder an andere Orte gehen. Jetzt haben wir die Chance durch äußere Umstände. Vielleicht gibt es einen Neustart, neue Impulse, neue Energien.“ Esther Göcke hofft, dass es gelingt. Denn die „Nacht der Versöhnung“ als Leuchtturmprojekt in der Region begleitet sie zuverlässig schon ihr ganzes Berufsleben. Mit Strahlkraft. Als Positionsbestimmung.

Birgit Engel, freie Journalistin

„Die Nacht der Versöhnung“

Wann immer sie stattfindet, und das ist jeweils vor Ostern und Weihnachten, zieht die „Nacht der Versöhnung“ einige hundert Menschen aus der ganzen Region in die Kirche des Mutterhauses der Olper Franziskanerinnen. Nach dem Bußgottesdienst gibt es Tee und Plätzchen bei den Schwestern und Zeit zum Austausch. Ihren Ursprung hat sie 1986, als unter dem Motto „Mach dich auf und werde Licht“ der Pallottinerpater Rüdiger Kiefer SAC erstmals Jugendliche zur „Nacht der Versöhnung“ in die Pallottiner-Kirche im Osterseifen in Olpe einlud. Längst erzählt sie eine jahrzehntelange Erfolgsgeschichte, hat sich zu einem herausragenden Event für alle Generationen entwickelt. Es sind nicht wenige, die sagen: „Damit wird das kommende Fest für mich erst zum richtigen Fest.“ Das Eingangslied aus der Feder von Silvia Greiten von der stets mitwirkenden Gruppe „Horizont“ aus Welschen-Ennest ist in seiner Eingängigkeit sozusagen zu einem Versöhnungs-Schlager avanciert: „Dies ist die Nacht der Versöhnung, dies ist der Ort der Begegnung, mit mir, mit dir, mit Gott und allen hier.“

Kaffeelängen 2021