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19
Mai
2020
19.Mai.2020

Beten, um Frieden zu ermöglichen

Pfingstnovene des Aktionswerks Renovabis startet nach Christi Himmelfahrt

Corona, Corona, Corona. Seit dem Ausbruch der Pandemie drehen sich die Nachrichten fast nur um das Virus, um Einschränkungen und Lockerungen. Doch es gibt sie weiter, die Krisenherde auf dieser Welt. Einer davon ist die Ostukraine, in der seit 2014 prorussische Separatisten und das ukrainische Militär gegeneinander kämpfen. Darauf macht die diesjährige Pfingstaktion des katholischen Hilfswerks Renovabis aufmerksam – und lädt von Himmelfahrt bis Pfingstsonntag mit der Pfingstnovene zum gemeinsamen Gebet ein. Eine Novene ist eine besondere Gebetsform in der katholischen Kirche, das vor besonderen Ereignissen an neun aufeinanderfolgenden Tagen gebetet wird.

„Die Hilfsaktionen sind nicht nur auf materielle Hilfe angewiesen, sondern auch auf Ketten des Gebets“, sagt der Paderborner Weihbischof Matthias König, der für die Aufgaben der Weltmission zuständig ist. Er selbst hat schon das Aktionsheft der Pfingstnovene mit Impulsen und Gebeten bei sich liegen. Er sagt: „Wir können im Gebet um den Heiligen Geist bitten, der Frieden stiftet.“ Wer sich nach Gemeinschaft sehnt, für den bietet Renovabis täglich ein Livestream-Gebet der Pfingstnovene an. Die Videos laufen werktags zwischen 12 und 12.15 Uhr und sonn- und feiertags zwischen 11.30 und 11.45 Uhr.

Prof. Christian Hartl ist Hauptgeschäftsführer von Renovabis.
Prof. Christian Hartl ist Hauptgeschäftsführer von Renovabis.

Das ist Renovabis

1993 hat die Deutsche Bischofskonferenz die Solidaritätsaktion Renovabis gegründet. Es ist damti das jüngste von ingesamt sechs katholischen, weltkirchlichen Hilfswerken in Deutschland. Renovabis unterstützt pastorale, soziale und Bildungsprojekte in 29 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas und setzt sich für eine gelingende Verbindung zwischen Ost und West ein. Traditionell ist die Kollekte in den katholischen Kirchen am Pfingstsonntag für Renovabis bestimmt.

Nicht mehr, sondern tieferes Gebet

Die Pfingstnovene kann für jeden Gläubigen das persönliche Gebet zuhause unterstützen, das vielleicht in der Corona-Krise neu gewachsen ist. Professor Dr. Christian Hartl, Hauptgeschäftsführer von Renovabis, sieht die Pfingstnovene nicht als „Mehr an Gebet“, sondern als ein „Tiefer im Gebet.“ Er empfiehlt, großen Wert auf Meditation und Stille zu legen. „Ich möchte uns alle dazu ermutigen, dass wir uns dem Heiligen Geist anvertrauen. Er vermag unsere Herzen zu verwandeln, auf dass wir Boten des Friedens werden für diese unsere Welt“, so Hartl in einem Statement.

„Selig, die Frieden stiften“, lautet deshalb das Leitwort der Aktion. Die Situation im Osten des Landes zeige, wie zerbrechlich der Friede in Europa sei, sagt Hartl. „Frieden darf nicht als Abwesenheit von Krieg verstanden werden, sondern ist vielmehr ein Prozess, der aktiver Gestaltung bedarf und wirtschaftliche und soziale Entwicklung, Gerechtigkeit und Freiheit voraussetzt.“ Dabei sei gerade in Zeiten der Corona-Krise spürbar, wie wichtig Solidarität sei. „Wer nicht nur an die eigenen Herausforderungen und Probleme denkt, sondern auch an die Nöte der Menschen in ärmeren Ländern, der dient dem Frieden.“

 

Weihbischof Matthias König
Weihbischof Matthias König

Ein Beitrag von:

Tobias Schulte
Redakteur
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