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Unsere Nachrichten

© Archiv-Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Pastor Monsignore Dr. Gerhard Best (67) wird weiterhin als nichtresidierender Domkapitular des Paderborner Metropolitankapitels sowie als Glockensachverständiger des Erzbistums Paderborn wirken – auch als Seelsorger in Werl.
21.07.2024

Personalveränderung im Werler Wallfahrtsteam

Wallfahrtsleiter Pastor Dr. Gerhard Best gibt Leitung ab / Nachfolge soll schnell geregelt werden
© Anke Buttchereit / Malteser im Erzbistum Paderborn
Vor der Malteser Unterkunft, Karl-Schurz-Straße (v. l.): Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer, Stefanie Friemuth, Malteser Stadtbeauftragte, Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz, Bürgermeister Michael Dreier, Diözesan- und Bezirksgeschäftsführer Siegfried Krix, stv. Diözesanleiterin Marion Freiin von Graes und Dirk Hesse, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Malteser in Paderborn
21.07.2024

Rikscha-Tour mit Erzbischof

Als Geschenk zu seiner Einführung fuhren die Malteser Erzbischof Dr. Bentz durch Paderborn. Ab sofort steht die E-Rikscha Senioren und nicht mehr so mobilen Menschen zur Verfügung.
© Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
19.07.2024

Als „guter Hausvater“ das Beste möglich gemacht

Dirk Wummel als Finanzdirektor und Diözesanökonom des Erzbistums Paderborn in den Ruhestand verabschiedet
© Archiv-Foto: Erzbistum Paderborn
Bischof Heinz Wilhelm Steckling OMI, emeritierter Bischof der Diözese Ciudad del Este in Paraguay, wurde vor 50 Jahren zum Priester geweiht. Der Ordensmann feiert sein goldenes Priesterweihejubiläum an seinem Weihetag, 20. Juli, in seiner Heimat- und Weihekirche, der Bruder-Konrad-Kirche in Spexard.
18.07.2024

Bischof Heinz Wilhelm Steckling OMI ist seit 50 Jahren Priester

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz gratuliert emeritierten Bischof in Paraguay / Festgottesdienst im Heimat- und Weihekirche Gütersloh Spexard
© Besim Mazhiqi / Erzbistum Paderborn
Auch in diesem Jahr begeht das Erzbistum Paderborn das traditionelle Fest zu Ehren seines Schutzpatrons, dem heiligen Liborius. 2024 markiert dabei ein besonderes Jahr, in dem auf die Bistumsgründung vor 1225 Jahren zurückgeblickt wird.
17.07.2024

Libori-Leitwort: „So alt. So neu. So schön!“

1225 Jahre Bistumsgründung: Erzbistum Paderborn feiert besonderes Libori-Fest vom 27. Juli bis 4. August 2024
© Campus Weggemeinschaft e. V.
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz besucht die Campus-Akademie und die Campus-Weggemeinschaft e. V. zu einem Austausch über das "Abenteuer Menschsein".
16.07.2024

„Abenteuer Menschsein“

Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz besucht die Katholische Akademie Schwerte. Gemeinsam mit der Campus-Akademie und der Campus-Weggemeinschaft versucht er, das "Abenteuer Menschsein" zu ergründen.

Unsere Videos

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Das Werler Gnadenbild im Detail

Die Marienwallfahrt von Werl findet mit dem Fest Mariä Heimsuchung jährlich ihren Höhepunkt. Dabei im Mittelpunkt: die „Trösterin der Betrübten“, das Gnadenbild von Werl. Die Figur zeigt Maria als einen Thron für Jesus Christus, den Heiland und Erlöser der Welt. Besonders: Jesus steht im Mittelpunkt des Gnadenbildes, nicht Maria.

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10 Jahre YOUNG MISSION

Vom Weltjugendtag in Rio de Janeiro ins Jugendhaus Hardehausen – der Jubiläumsfilm erzählt die Geschichte der jungen Glaubensinitiative im Erzbistum Paderborn YOUNG MISSION.

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Kirchweihe in Neu-Listernohl

Kirchweihe in Neu-Listernohl bei Attendorn: Nach einem langen und kräftezehrenden Weg freuten sich die Gemeinde, Pfarrer Andreas Neuser und Weihbischof Josef Holtkotte über die Weihe der neu erbauten St. Augustinus Kirche. Die Kirchweihe wird mit besonderen Elementen gefeiert.

Ticker der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA)

24. Juli 2024 19:46

Herz des "Cyber-Apostels" Acutis im Kölner Dom angekommen

Köln (KNA) Das Herz des 2006 gestorbenen Jugendlichen Carlo Acutis, der demnächst heiliggesprochen wird, ist am Mittwoch im Kölner Dom angekommen. Hunderte Gläubige feierten dies am Abend mit einem Gottesdienst. Das Herz befindet sich in einem kostbaren Reliquiengefäß. Der Franziskanermön ...

Köln (KNA) Das Herz des 2006 gestorbenen Jugendlichen Carlo Acutis, der demnächst heiliggesprochen wird, ist am Mittwoch im Kölner Dom angekommen. Hunderte Gläubige feierten dies am Abend mit einem Gottesdienst. Das Herz befindet sich in einem kostbaren Reliquiengefäß. Der Franziskanermönch Marco Gaballo tourt damit durch Deutschland, die Niederlande und Belgien. Am Donnerstag wird die Reliquie in Hamburg erwartet.

Der Italiener Acutis, der im Alter von 15 Jahren an Leukämie starb, war ein großer Verehrer der Eucharistie. Von seiner Erstkommunion bis zum Beginn seiner Krankheit soll er täglich die Messe besucht haben. Ende 2020 wurde er von der katholischen Kirche seliggesprochen. Vor wenigen Wochen wurde im Vatikan seine Heiligsprechung beschlossen. Der Termin dafür steht noch nicht fest.

Acutis wird wegen seiner Affinität zum Internet auch als "Influencer Gottes" und "Cyber-Apostel" bezeichnet. Gaballo ist Rektor der Kirche in Assisi, in der Acutis in einem Glasschrein beerdigt liegt - in Turnschuhen und Trainingsjacke.

Domkapitular Christoph Ohly feierte die Messe im Kölner Dom. In seiner Predigt erklärte er, Lebensprogramm des seligen Carlo Acutis sei es gewesen, immer mit Jesus vereint zu sein. "Ihn prägten die Liebe zu Gott, die Dankbarkeit für das Leben und die Großherzigkeit für seine Nächsten. Wer würde da noch sagen, dieser Jugendliche sei uns nicht Vorbild im Glauben", so Ohly. In Acutis' Leben sei das Wort Gottes ansichtig geworden.

Zur Messe fanden sich auch zahlreiche junge Menschen ein. Einer von ihnen war Raffaele Garofalo, dessen kirchliche Heimat die italienische katholische Gemeinde Köln ist. "In Italien ist Carlo Acutis wirklich bekannt. Es ist einfach schön, ihn dann hier im Dom um Fürsprache bei Gott zu bitten", sagte Garofalo. In seiner Gemeinde sei zuletzt der neue Jugendraum nach dem seligen Teenager benannt worden.

24. Juli 2024 17:37

Bundesregierung macht Weg für gemeinnützigen Journalismus frei

Berlin (KNA) Die Bundesregierung hat den Weg für gemeinnützigen Journalismus freigemacht. Im Rahmen eines sogenannten Anwendungserlasses zur Abgabenordnung sollen Finanzämter künftig nicht-gewinnorientierte journalistische Angebote nach einheitlichen Kriterien beurteilen und ihnen die für g ...

Berlin (KNA) Die Bundesregierung hat den Weg für gemeinnützigen Journalismus freigemacht. Im Rahmen eines sogenannten Anwendungserlasses zur Abgabenordnung sollen Finanzämter künftig nicht-gewinnorientierte journalistische Angebote nach einheitlichen Kriterien beurteilen und ihnen die für gemeinnützige Organisationen geltenden steuerrechtlichen Erleichterungen zugestehen. Konkret wollte sich ein Sprecher des in Steuerangelegenheiten federführenden Bundesfinanzministeriums dazu nicht äußern, verwies aber auf erforderliche Abstimmungen mit den Ländern im Zusammenhang mit Fragen zur Abgabenordnung.

Im Textentwurf, der der KNA vorliegt, heißt es: "Nicht gewinnorientierte Journalismus-Organisationen verfolgen in der Regel die Förderung der Bildung (§ 52 Absatz 2 Nummer 7 AO), indem sie insbesondere durch Wissensvermittlung, Aufklärung sowie Nachrichtenaufbereitung oder -beschaffung der Allgemeinheit journalistisch-redaktionell gestaltete Angebote zur Verfügung stellen." Dazu gehöre auch die parteipolitisch neutrale Mitwirkung an der Meinungsbildung. Das bloße Bereitstellen von Informationen ohne eigene journalistisch-redaktionelle Gestaltung stelle dagegen keine begünstigte journalistische Tätigkeit dar.

Die Ampelkoalition hatte im Koalitionsvertrag "Rechtssicherheit für gemeinnützigen Journalismus" als Ziel formuliert. Der Schritt, dieses Ziel nicht durch eine gesetzliche Änderung der Abgabenordnung, sondern durch einen Verwaltungsakt als Allgemeinverfügung zu regeln, war allgemein erwartet worden.

Der Initiativkreis "Forum Gemeinnütziger Journalismus", dem unter anderem Journalistengewerkschaften wie der Deutsche Journalisten-Verband, die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union und das Netzwerk Recherche angehören, hatte bereits im Vorfeld kritisiert, dass weiter auf die "Förderung der Bildung" als Hauptmerkmal für die Gemeinnützigkeit abgestellt werde, dem die journalistische Tätigkeit untergeordnet sei.

Zudem lasse sich ein solcher Anwendungserlass leichter ändern oder wieder zurücknehmen als eine gesetzliche Regelung, hieß es am Samstag bei einer Veranstaltung des Initiativkreises auf der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche. Ein Anwendungserlass zur Abgabenordnung ist kein eigenes Gesetz, sondern eine allgemeine Weisung an die Finanzämter, wie sie das entsprechende Gesetz anzuwenden haben.

Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner begrüßte die Entscheidung: "Wir haben lange dafür gekämpft, nun ist ein großer Schritt gemacht: Gemeinnützige journalistische Organisationen können auf eine erweiterte steuerliche Privilegierung hoffen." Angesichts des aktuellen Finanzierungsdrucks auf den Journalismus sei dies wichtiger denn je: "Diese Regelung ermöglicht eine zusätzliche Finanzierungsquelle, um eine vielfältige Medienlandschaft zu erhalten."

Gemeinnützige Organisationen sind von der Körperschafts- und Gewerbesteuer befreit. Sie dürfen außerdem Spenden annehmen und dafür Zuwendungsbestätigungen ausstellen, die dann wiederum von den Spendern als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden dürfen.

24. Juli 2024 16:52

Trierer Missbrauchsstudie: Zahl der Betroffenen steigt auf 711

Trier (KNA) Mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene als bisher bekannt sind im Bistum Trier von Priestern und Kirchenmitarbeitern missbraucht worden. In den vergangenen Jahrzehnten gab es im Bistum Trier mindestens 711 Betroffene und 234 mutmaßliche Täter, wie Forscher am Mittwoch in Trier mit ...

Trier (KNA) Mehr Kinder, Jugendliche und Erwachsene als bisher bekannt sind im Bistum Trier von Priestern und Kirchenmitarbeitern missbraucht worden. In den vergangenen Jahrzehnten gab es im Bistum Trier mindestens 711 Betroffene und 234 mutmaßliche Täter, wie Forscher am Mittwoch in Trier mitteilten. Sie präsentierten eine Studie zum sexuellen Missbrauch in der Ära des früheren Bischofs Hermann Josef Spital (1981-2001). Mindestens 49 Beschuldigte und mutmaßliche Täter in den Reihen der katholischen Kirche und 199 Betroffene gab es demnach allein in den 1980er und 1990er Jahren.

Forscher sprechen dabei von einem Hellfeld und vermuten, dass die tatsächlichen Zahlen höher sind. Bei den Recherchen stießen die Studienautoren Lutz Raphael, Lena Haase und Alisa Alic auch auf drei Personen, die sich in zeitlicher Nähe zu erlittener sexualisierter Gewalt das Leben nahmen.

Grundlage der Studie mit rund 80 Seiten waren mehr als 1.000 kirchliche Personalakten sowie 20 Gespräche mit Betroffenen und Zeitzeugen. Mit 77 Prozent seien die Betroffenen männlich, zu 22 Prozent weiblich gewesen - in zwei Fällen wurde nicht klar, ob die Person männlich oder weiblich war. Für den Bericht haben die Forscher nach eigenen Angaben Zugang zu allen Bistumsakten erhalten.

Kritisiert wird in der Studie die frühere Bistumsleitung unter Bischof Spital: "Während für die Aufklärung intern Sorge getragen wurde, so wurde die moralische Pflicht zu Anzeige und Information staatlicher Stellen vollständig vernachlässigt." Zwar sei über eine unabhängige Kommission zur Prüfung der Vorwürfe gesprochen, diese aber nie eingerichtet worden. Laut Studie waren bereits der damaligen Bistumsleitung 20 der Beschuldigten bekannt.

Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs sieht "klerikalen Korpsgeist" auf der einen Seite und Ohnmachtserfahrungen auf der Seite der Betroffenen: "Erneut erschreckt die Verständnislosigkeit der Verantwortlichen für die Betroffenen der Taten". Alle eingeleiteten Schritte seien zu wenig gewesen, um weitere Taten zu verhindern. "Ausdrücklich" spreche die Kommission daher von Dilettantismus rund um Bischof Spital.

Der Verein "Missbrauchsopfer und Betroffene im Bistum Trier" zeigte sich erschüttert. "Um es klar zu sagen, es geht um tausendfachen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im Umfeld der Kirche. Ungesühnte Fälle, die im Nachhinein entdeckt werden", sagte der Vereinssprecher Hermann Schell.

Für Schell ist diese Untersuchung eine "Ouvertüre" für anstehende Forschungen zur Verantwortung des aktuellen Bischofs Stephan Ackermann (Bistum Trier) sowie des Vorgängers Reinhard Marx (heute Erzbistum München-Freising) - und des früheren Trierer Generalvikars Georg Bätzing. Er ist inzwischen Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof in Limburg. "Ich möchte, dass sie eigene Versäumnisse deutlich benennen und die Frage beantworten: Was war mein Anteil daran", sagte Schell der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die Forscher kündigten an, auch die Amtszeiten dieser Bischöfe und Kirchenverantwortlichen zu untersuchen.

Ackermann kritisierte am Mittwoch seinen Amtsvorgänger Spital: "Ein pastoraler Umgang mit Verbrechen ist verfehlt." Er beklagte unter anderem, dass es zwischen 1981 und 2001 kein kirchenrechtliches Verfahren gegeben habe. Das ist eines der Ergebnisse der Studie.

"Auch wenn die Umstände und Hintergründe der Suizide nicht mehr aufgeklärt werden können, so ist für mich diese Vorstellung unerträglich", sagte Ackermann. Er verwies darauf, dass hinter allen Zahlen immer Menschen stünden und sprach von einer schmerzlichen Erinnerung.

Die Studie ist Teil des Projekts "Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sowie hilfs- und schutzbedürftigen erwachsenen Personen durch Kleriker/Laien im Zeitraum von 1946 bis 2021 im Verantwortungsbereich der Diözese Trier: eine historische Untersuchung". Bis Ende 2025 wollen die Forscher dazu einen Gesamtbericht vorlegen, wie sie bei der Pressekonferenz ankündigten.

24. Juli 2024 16:17

Trierer Bischof kritisiert Vorgänger für Umgang mit Missbrauch

Trier (KNA) Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat seinen Amtsvorgänger Hermann Josef Spital für dessen Umgang mit Missbrauchstätern kritisiert. "Ein pastoraler Umgang mit Verbrechen ist verfehlt", sagte Ackermann am Mittwoch in Trier. Er kritisierte unter anderem, dass es zwischen 1981 un ...

Trier (KNA) Der Trierer Bischof Stephan Ackermann hat seinen Amtsvorgänger Hermann Josef Spital für dessen Umgang mit Missbrauchstätern kritisiert. "Ein pastoraler Umgang mit Verbrechen ist verfehlt", sagte Ackermann am Mittwoch in Trier. Er kritisierte unter anderem, dass es zwischen 1981 und 2001 kein kirchenrechtliches Verfahren gegen einen Täter gegeben habe. Das ist eines der Ergebnisse einer am Mittwoch vorgestellten wissenschaftlichen Studie.

Die Untersuchung vermittelt das Ausmaß sexuellen Missbrauchs in der Ära Spital. Mindestens 49 Beschuldigte und mutmaßliche Täter in den Reihen der katholischen Kirche und 199 Betroffene hat es demnach in den 1980er und 1990er Jahren gegeben. Forscher sprechen von einem Hellfeld und vermuten, dass die tatsächlichen Zahlen höher sind. Bei den Recherchen stießen die Studienautoren Lutz Raphael, Lena Haase und Alisa Alic auch auf drei Personen, die sich demnach in zeitlicher Nähe zur erlittenen sexualisierten Gewalt das Leben nahmen.

"Auch wenn die Umstände und Hintergründe dieser Suizide nicht mehr aufgeklärt werden können, so ist für mich diese Vorstellung unerträglich", so Ackermann. Er verwies darauf, dass hinter allen Zahlen immer Menschen stünden und sprach von einer schmerzlichen Erinnerung. Machtstrukturen in der katholischen Kirche hätten Missbrauch begünstigt und Aufklärung sowie Ahndung verhindert. Der Bischof versicherte, dass er sich dafür einsetze, dass Kirche ein sicherer Raum sei.

Die frühere Bistumsleitung wird in der Studie hinterfragt: "Während für die Aufklärung intern Sorge getragen wurde, so wurde die moralische Pflicht zu Anzeige und Information staatlicher Stellen vollständig vernachlässigt." Zwar sei über eine unabhängige Kommission zur Prüfung der Vorwürfe gesprochen, diese aber nie eingerichtet worden. Laut Studie waren bereits der damaligen Bistumsleitung 20 der Beschuldigten bekannt.

Ackermann kritisierte vor diesem Hintergrund, dass unter Spital der Schutz der Institution über den Rechten und Bedürfnissen von Betroffenen gestanden habe. "Zudem zeigen die genannten Beispiele auf, dass die Fälle nicht konsequent in denselben Gremien bearbeitet wurden", sagte er. Auch Weihbischof Leo Schwarz, der übergangsweise das Bistum leitete, habe falsch agiert. Dessen Umgang mit Missbrauchsfällen bezeichnete Ackermann als unangemessen, er habe sogar Verbrechen sexuellen Missbrauchs vertuscht. Ackermann sprach von Empathie für die Priester-Täter und der Sorge, den Ruf der Priester und der Kirche zu schützen.

Grundlage der neuen Studie mit rund 80 Seiten waren mehr als 1.000 kirchliche Personalakten sowie 20 Gespräche mit Betroffenen und Zeitzeugen. Mit 77 Prozent seien die Betroffenen männlich, zu 22 Prozent weiblich gewesen - in zwei Fällen wurde nicht klar, ob die missbrauchte Person männlich oder weiblich war.

Die Studie ist Teil des Projekts: "Sexueller Missbrauch von Minderjährigen sowie hilfs- und schutzbedürftigen erwachsenen Personen durch Kleriker/Laien im Zeitraum von 1946 bis 2021 im Verantwortungsbereich der Diözese Trier: eine historische Untersuchung".

24. Juli 2024 15:57

Islamisches Zentrum Hamburg verboten - Iran reagiert verstimmt

Berlin/Hamburg (KNA) Das Bundesinnenministerium hat am Mittwochmorgen das Islamische Zentrum Hamburg sowie angeschlossene Organisationen verboten. Es verbreite die Ideologie des iranischen Regimes in Deutschland und wolle diese auch verwirklichen, hieß es zur Begründung. "Diese islamistische I ...

Berlin/Hamburg (KNA) Das Bundesinnenministerium hat am Mittwochmorgen das Islamische Zentrum Hamburg sowie angeschlossene Organisationen verboten. Es verbreite die Ideologie des iranischen Regimes in Deutschland und wolle diese auch verwirklichen, hieß es zur Begründung. "Diese islamistische Ideologie richtet sich gegen die Menschenwürde, gegen Frauenrechte, gegen eine unabhängige Justiz und gegen unseren demokratischen Staat", erklärte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD).

Seit dem Morgen fanden Durchsuchungen in 53 Objekten in mehreren Bundesländern statt, darunter Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Berlin und Bayern. Schon Mitte November 2023 hatte es Razzien in sieben Bundesländern gegeben, bei denen Beweismaterial sichergestellt worden war.

Faeser sagte, das Islamische Zentrum Hamburg unterstütze die Terrororganisation Hizb Allah und verbreite aggressiven Antisemitismus. Die Ministerin betonte auch: "Wir handeln nicht gegen eine Religion. Die friedliche schiitische Glaubens- und Religionsausübung ist ausdrücklich nicht von unserem Verbot berührt."

Das Islamische Zentrum Hamburg war Betreiber der Imam Ali Moschee an der Hamburger Außenalster, der sogenannten Blauen Moschee. Der Verein galt als eines der wichtigsten schiitischen Netzwerke in Europa. Er wurde 1953 von iranischen Auswanderern gegründet. Seit 1993 steht er unter Beobachtung des Hamburger Verfassungsschutzes und wird als islamistisch eingestuft. Der Verein selbst hatte das stets zurückgewiesen. Seit Jahren waren immer wieder Forderungen nach einem Verbot laut geworden.

Die Blaue Moschee wurde geschlossen und beschlagnahmt. Sie steht damit nun unter der Verwaltung des Bundes. Die Internetseite des Vereins war am Mittwochmorgen nicht mehr erreichbar.

Politiker und jüdische Verbände begrüßten das Verbot. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bedankte sich bei Faeser für ihr konsequentes Vorgehen. Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) erklärte: "Die Schließung dieses Außenpostens des menschenverachtenden iranischen Regimes ist ein echter Wirkungstreffer gegen den islamischen Extremismus."

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, bezeichnete das Verbot als konsequent. Deutschland müsse alles dafür tun, dass der Hass des iranischen Regimes keine Verbreitung finde. "In Zeiten, in denen unsere offene Gesellschaft von innen und von außen bedroht wird, müssen wir gemeinsam unsere Demokratie und alles, wofür sie steht, verteidigen." Der Zentralrat der Muslime äußerte sich zunächst nicht.

Das iranische Außenministerium reagierte prompt und bestellte noch am Mittwoch den deutschen Botschafter in Teheran ein - ein diplomatischer Schritt, der auf Verstimmungen hindeutet. Zudem habe ein Gespräch mit dem iranischen Botschafter in Berlin stattgefunden, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Der Verein Islamisches Zentrum hatte immer zurückgewiesen, das iranische Regime zu vertreten. Er sei rein religiös und mache keine Politik.

24. Juli 2024 15:30

Nach Vereinsverbot - Iran bestellt deutschen Botschafter ein

Berlin/Hamburg (KNA) Nach dem Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg hat das iranische Außenministerium den deutschen Botschafter in Teheran einbestellt. Das bestätigte das Auswärtige Amt in Berlin am Mittwoch auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zudem habe ein Gespräch m ...

Berlin/Hamburg (KNA) Nach dem Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg hat das iranische Außenministerium den deutschen Botschafter in Teheran einbestellt. Das bestätigte das Auswärtige Amt in Berlin am Mittwoch auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zudem habe ein Gespräch mit dem iranischen Botschafter in Berlin stattgefunden.

Das Bundesinnenministerium hatte am Morgen den Verein Islamisches Zentrum Hamburg sowie angeschlossene Organisationen verboten. Es verbreite die Ideologie des iranischen Regimes in Deutschland und wolle diese auch verwirklichen, hieß es zur Begründung. Der Verein hatte das in der Vergangenheit stets zurückgewiesen. Es sei rein religiös und vertrete nicht die iranische Regierung.

Das Auswärtige Amt kritisierte indes das Teheraner Regime. Deutschland habe seine Beziehungen zum Iran in den vergangenen Jahren in fast beispielloser Art heruntergefahren, hieß es. Es gebe eine ganze Reihe an Themen, die die Beziehungen zum Iran belasteten - darunter die Menschenrechtslage im Land, Irans direkte Angriffe auf Israel sowie seine destabilisierende Regionalpolitik, sein Nuklearprogramm, die Unterstützung für den russischen Krieg gegen die Ukraine und bilaterale Themen wie zum Beispiel Haftfälle. "Es liegt an der iranischen Seite, durch konkrete Schritte zu zeigen, dass eine Veränderung der Beziehungen zu Deutschland und Europa gewollt ist."

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