08/09 - Ökumenischer Pilgerweg startet Sonntag

"Die Frage, wie wir den Klimawandel stoppen können, ist die große Gerechtigkeitsfrage dieses Jahrhunderts." Mit diesen Worten beschreibt Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin a. D., eines der Hauptziele des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit von Bonn bis Katowice, der am Sonntag in Bonn mit einem Gottesdienst um 10 Uhr in der Bonner Lukaskirche startet.

Der Klimapilgerweg führt über 78 Stationen und 1.700 gelaufene km und endet am 9. Dezember im polnischen Katowice, wo zeitgleich die 24. Welt-Klimakonferenz (COP 24) stattfindet. Die Pilgerinnen und Pilger gehen durch die drei großen deutschen Braunkohlegebiete, die als "Schmerzpunkte" ausgewählt wurden: das Rheinische Revier (Hambacher Forst), das Mitteldeutsches Revier (inkl. Pödelwitz bei Leipzig) und das Lausitzer Revier. Unterwegs werden die Pilgerinnen und Pilger bei 14 Aktionstagen und zahlreichen weiteren Veranstaltungen für die Forderungen des Klimapilgerwegs werben, u. a. die Einleitung des Kohleausstiegs in Deutschland. Am 26. September findet ein Aktionstag in Paderborn statt.

"Um unser Klima nachhaltig zu schützen, braucht es ein gutes Konzept für den Ausstieg aus der Kohleverstromung", so Schirmherr Bischof Markus Dröge. "Der Klimawandel wird sich nur aufhalten lassen, wenn wir auf eine gerechte Verteilung von Ressourcen und Chancen achten, regional und weltweit."