Dem Kirchensteuerrat im Erzbistum Paderborn gehören 19 gewählte und berufene Mitglieder, Priester und Laien an, von denen die Mehrheit durch eine demokratische Wahl bestimmt wird. Mit dem Vorsitz hat der Erzbischof den Generalvikar beauftragt, jedoch ist der Vorsitz nicht mit einer Mitgliedschaft oder einem Stimmrecht verbunden. Weiterhin nehmen der Diözesan-Ökonom und der Diözesan-Justitiar mit beratender Stimme an den Sitzungen des Kirchensteuerrates teil.

Durch Vertreter aus den Kirchenvorständen aller im nordrhein-westfälischen Teil der Erzdiözese Paderborn gelegenen Pfarrgemeinden werden vierzehn Laien gewählt. Die Kirchenvorstände können Kandidaten zur Wahl vorschlagen, bei der in sieben Regional-Wahlbezirken jeweils zwei Mitglieder gewählt werden. Hinzu kommen drei weitere Laien, die der Erzbischof in den Kirchensteuerrat beruft. Vom Priesterrat werden außerdem zwei amtierende Pfarrer des in Nordrhein-Westfalen gelegenen Teils der Erzdiözese in den Kirchensteuerrat gewählt.

Der Kirchensteuerrat hat weitgehende Beschluss- und Entscheidungsfunktion. Er legt den Kirchensteuer-Hebesatz fest, stellt Richtlinien für die Verteilung der Kirchensteuer auf und entscheidet über Erlass bzw. Stundung von Kirchensteuern. Weiterhin berät das Gremium über den Haushalt der Erzdiözese Paderborn und legt diesen dem Erzbischof zur Konfirmierung vor. Die Jahresabschlüsse der Erzdiözese werden beschlossen und über die Entlastung der Verwaltung für das abgelaufene Wirtschaftsjahr befunden. Schließlich wählt der Kirchensteuerrat den Abschlussprüfer und schlägt dem Erzbischof die nach den Statuten des Diözesanvermögensverwaltungsrates aus seinen Reihen zu entsendenden Mitglieder vor.

Durch den Kirchensteuerrat wurden in den letzten vier Jahrzehnten über die satzungsmäßigen Aufgaben hinaus viele Initiativen angestoßen, wie zum Beispiel Maßnahmen zur Familienförderung, die Einrichtung des Katastrophenfonds, Hilfen zum Schutz des ungeborenen Lebens, Arbeitslosen- und Spätaussiedler-Hilfsmaßnahmen, eine Anlaufförderung für Hospize und Hilfen für Kriegsopfer in Krisengebieten und für Flüchtlinge. Sonderfonds, Unterstützungsmaßnahmen, etc. zur Verwirklichung des Zukunftsbildes wurden initiiert und Mittel für innovative Projekte freigegeben.

Der Kirchensteuerrat hat sich als ein wichtiges Gremium für die Wahrnehmung der Mitverantwortung im Erzbistum bewährt. Durch die kompetente Begleitung der Diözesanleitung leistet dieses Gremium einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherstellung einer zukunftsorientierten Haushaltsplanung im Erzbistum Paderborn.

Mitglieder
(Zusammensetzung des Kirchensteuerrates nach Satzungsänderung ab 2019)

Gewählte Mitglieder
Im November 2014 wurden die Neuwahlen für den Diözesankirchensteuerrat durchgeführt. Folgende Mitglieder sind in den Wahlbezirken des Erzbistums gewählt worden und gehören für fünf Jahre (1. Januar 2015 - 31. Dezember 2019) dem Gremium an:

Dr. Richard Böger (Paderborn)
Petra Brinkmann (Paderborn)
Wolfgang Fahle (Erwitte)
Norbert Quante (Welver) (ab 01.01.2019)
Michael Mersch (Verl)
Werner Twent (Rheda-Wiedenbrück)
Karl-Josef Müer (Menden)
Dr. Thomas Streppel (Hagen)
Rainer Hellmann (Dortmund)
Inga Wegner (Herne)
Franz Josef Dünnebacke (Sundern)
Hans Robert Schrewe (Schmallenberg)
Helmut Angst (Siegen)
Georg Kaiser (Kirchhundem)
Der Priesterrat wählte in den Kirchensteuerrat:
Dechant Georg Schröder (Schmallenberg)
Pfarrer Ansgar Heckeroth (Steinheim)

Erzbischof Hans-Josef Becker hat folgende Mitglieder für den in Nordrhein-Westfalen gelegenen Teil in das Gremium berufen:

Peter Gödde (Bad Wünnenberg)
Martina Habel (Bielefeld)
Markus Ziganki (Castrop-Rauxel)

Erzbischof Hans-Josef Becker hat mit Wirkung vom 1. Januar 2019 mit der Führung des Vorsitzes im Kirchensteuerrat für den in Nordrhein Westfalen gelegenen Teil der Erzdiözese Paderborn beauftragt:

Generalvikar Alfons Hardt
(Der Vorsitz ist nicht mit einer Mitgliedschaft oder einem Stimmrecht verbunden.)

Mit beratender Stimme nehmen an den Sitzungen des Kirchensteuerrates teil:

Marcus Baumann-Gretza, Diözesan-Justitiar des Erzbistums Paderborn
Dirk Wummel, Diözesan-Ökonom des Erzbistums Paderborn

Kirchensteuerbeirat für den im Land Hessen gelegenen Teil des Erzbistums Paderborn für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2019 (Zusammensetzung seit Änderung des Statuts ab 2019):

Berufene Mitglieder:

Dechant Bernhard Conze (Bad Arolsen)
Reinold König (Korbach)
Heinz Merl (Korbach)

Vorsitz:

Generalvikar Alfons Hardt
(Der Vorsitz ist nicht mit einer Mitgliedschaft oder einem Stimmrecht verbunden.)

Mit beratender Stimme nimmt an den Sitzungen des Kirchensteuerbeirates teil:

Dirk Wummel, Diözesan-Ökonom des Erzbistums Paderborn

Kirchensteuerbeirat für den im Land Niedersachsen gelegenen Teil des Erzbistums Paderborn für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2019 (Zusammensetzung seit Änderung des Statuts ab 2019):

Geborenes Mitglied:

Pfarrer Winfried Neumann (Bad Pyrmont)

Berufene Mitglieder:

Siegfried Gerling (Bad Pyrmont)
Karl-Heinz Gerlach (Bad Pyrmont)

Vorsitz:

Generalvikar Alfons Hardt
(Der Vorsitz ist nicht mit einer Mitgliedschaft oder einem Stimmrecht verbunden.)

Mit beratender Stimme nimmt an den Sitzungen des Kirchensteuerbeirates teil:

Dirk Wummel, Diözesan-Ökonom des Erzbistums Paderborn