klein schreiben – groß wirken: frieden

Liturgische Nacht mit der Berufungspastoral des Erzbistums: Gaukirche, Abdinghofkirche und Michaelskloster

Das neue Team der Berufungspastoral: Vikar Stefan Kendzorra, Johannes Schäfers, Ann-Kristin Idzik, und Sr. Dr. M. Alexandra Völzke FCJM mit Monsignore Martin Reinert (Mitte).pdp / Ronald Pfaff Paderborn, 4. August 2018. „Suche Frieden“, das vom Katholikentag in Münster adaptierte Motto, war am Freitagabend auch der „rote Faden“ der Liturgischen Nacht, zu dem die Diözesanstelle Berufungspastoral des Erzbistums Paderborn gleich in drei Kirchen der Innenstadt eingeladen hatte. Zugleich war die Veranstaltung im Rahmen des Libori-Festes die Premiere für das neue Team der Berufungspastoral.

„Mein Frieden, Dein Frieden, Frieden für alle“ – mit unterschiedlichen Blickpunkten der Friedenssuche befasste sich die Liturgische Nacht, die sich aus einem Wortgottesdienst in der Gaukirche, dem Komplet-Gebet in der Abdinghofkirche und der Anbetung in der Kirche des Michaelsklosters zusammensetzte. Zahlreiche Gläubige hatten sich zu dieser Trilogie der Friedenssuche zusammengefunden. Ihr Anliegen machten sie mit einem gemeinsamen Gang – dabei ein Friedenslicht tragend – von der Gaukirche über den Libori-Markt zur Abdinghofkirche sichtbar.

Gemeinsam gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Liturgischen Nacht von der Gaukirche zur Abdinghofkirche.pdp / Ronald Pfaff In seiner Predigt ging Monsignore Martin Reinert auf die wundersame Brotvermehrung im Markus-Evangelium (Mk 6,30-44) ein. „Wir wollen hören, was Gott redet. Manches kann man jedoch nur verstehen, wenn man sich Zeit lässt. Genauso wie ein guter Tee länger ziehen muss.“ Reinert beschäftigte die Frage, wie tausende Besucher damals mit fünf Broten und drei Fischen gesättigt werden konnten. Seine Ausführung: Indem ein Teil bereit war, etwas zu teilen, seien auch andere animiert worden, ihr Mitgebrachtes zu teilen. „Ich beharre nicht auf dieser Auffassung, aber mir ist sie plausibel: Wenn jemand das Wenige teilt, setzt eine neue Dynamik ein, und andere teilen auch.“, so Reinert.

Frieden habe ihn schon immer beschäftigt. Sein Weihespruch „Strebe nach allem, was zum Frieden beiträgt“, habe ihn neue Denkweisen aufnehmen lassen. Frieden zu suchen, sei manchmal wie die Suche nach einem Schatz. „Ich plädiere jedoch dafür, das Wort Frieden nicht groß, sondern klein zu schreiben. Und aus frieden ein Tätigkeitswort zu machen.“

Die Liturgische Nacht in der Gaukirche, Abdinghofkirche und Kapelle des Michaelsklosters fand gute Resonanz.pdp / Ronald Pfaff Für die Anbetung am späten Abend im Michaelskloster gab Reinert den Gläubigen, die mit dieser Form nicht so viel anfangen können, einen Tipp: „Beten Sie mit Gott über das was ist. Verknüpfen sie dies mit Dank und Bitte. Sie haben bestimmt – wie ich – Gott viel zu erzählen.“

Eine Kerze für den Frieden.pdp / Ronald Pfaff Neben Pastor Andreas Rhode setzt sich das neue Team der Berufungspastoral wie folgt zusammen: Ann-Kristin Idzik, Schwester Dr. M Alexandra Völzke FCJM, Vikar Stefan Kendzorra und Johannes Schäfers, der allerdings schon seit sechs Jahren dazu gehört.