„Zeugnisse gelebten Christseins“

Erzbischof Becker beim Treffen der Missionare aus dem Erzbistum und der „Missionare auf Zeit“

Erzbischof Hans-Josef Becker, Generalvikar Alfons Hardt und Weihbischof Matthias König mit den aus dem Erzbistum stammenden Missionarinnen, Missionaren und Missionaren auf Zeit (MAZ).pdp / Ronald Pfaff Paderborn, 2. August 2018. Am Libori-Mittwoch, dem Tag der Orden und Missionare, ist es eine bewährte Tradition, dass sich Erzbischof Hans-Josef Becker und Generalvikar Alfons Hardt mit den aus dem Erzbistum Paderborn stammenden Missionarinnen und Missionaren treffen. Dabei tauschen sie sich aus über die Situation der Kirche in den fernen Ländern, in denen die Frauen und Männer wirken. Beim Gespräch sind auch „Missionare auf Zeit“ mit dabei.

Die Missionarinnen und Missionare gäben einen Geschmack von der Botschaft Jesu, freute sich Erzbischof Hans-Josef Becker, denn auch unter widrigen Bedingungen lebe die Hoffnung, gespeist durch die Botschaft des Evangeliums. Auch die „Missionare auf Zeit“ ließen sich von diesem Geschmack anstecken. Beeindruckt zeigte sich der Erzbischof von den Berichten der Missionare und hob hervor, dass es für ihn in der Liboriwoche ganz besonders wichtig sei, aus den unterschiedlichen Ländern Zeugnisse gelebten Christseins zu hören.

Weihbischof Matthias König, Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission im Erzbistum Paderborn, und Ulrich Klauke, Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn,  begrüßten die Gäste  beim Treffen im Seniorenzentrum „Westphalenhof“.

Der in Arnsberg geborene Pater Ulrich Schlecht (Steyer Missionare) berichtete über die angespannte Situation auf den Philippinen. Er, der auf den Philippinen selbst geweiht wurde und daher ein Kenner des Landes ist, sieht die Entwicklung mit nachdenklichem Blick. Schwester Winfried Fockele, die aus Paderborn stammt und seit 1957 in Südafrika lebt, erläuterte die Arbeit vom Guest House Mariannhill.

Eine schwierige Lage erlebt auch Pater Ha.-Jo. Lohre in Mali mit Blick auf Terrororganisationen, die wie Krebszellen viele kleine Einheiten gebildet hätten: „Hier haben viele Angst, ihren Glauben zu zeigen.“ Ein Prozent der Gesamtbevölkerung sind in Mali katholisch.

Pater Ferdinand Tillmann, gebürtig aus Finnentrop-Bamenohl, leitete das Priesterseminar in Uganda. Er sei sehr dankbar und zufrieden mit dieser Aufgabe seit vielen Jahrzehnten. Rund 1.500 Geistliche gäbe es im Land und die Lernenden seien sehr wissbegierig. Die Sorge im Land sei die Armut: „Es gibt Geschäfte im Land, die alles haben, aber den Leuten fehlt das Geld zum Kauf.“

Die Missionarinnen und Missionare aus dem Erzbistum treffen sich jährlich zu Libori in Paderborn.pdp / Ronald Pfaff Es waren vertreten: Sr. Winfried Fockele CPS (Südafrika), Elke Rischmüller (Mexiko), Pater Ulrich Schlecht (Philippinen), Maria Lourdes Mariano (Philippinen), Pater Ha.-Jo. Lohre (Mali), Pater Ferdinand Tillmann (Uganda), Pater Meinolf Kraft (Tansania), Sr. Johanna Hoffmann (Brasilien), Sr. Beata Senski (Brasilien), Sr. Myrian Pereira (Angola), Sr. Maria Luzia Bett (Angola), Sr. Rosemary Keisler OP (Sambia), Markus Woettki (früher Uganda), Pater Johannes Tappeser (Uganda).

Die Missionare auf Zeit (MAZ) - junge Menschen aus dem Erzbistum Paderborn - sind an verschiedenen Orten der Welt im Einsatz.pdp / Ronald Pfaff Missionare auf Zeit (Einsatzorte): Christian Dierkes (Argentinien), David Wennemaring (Sambia), Andreas Riedl (Ägypten), Milena Landschütz (Namibia), Maike Mewes (Malawi), Sonja Schwiddessen (Bolivien), Lena Kamp (Indonesien), Pia Bünger (Malawi), Dominik Müller (Senegal),Fabian Weber (Chile), Christof Graf (Bolivien), Darja Wolfmeier (Madagaskar).