Domvikar Prälat Franz Hochstein feierlich verabschiedet.

Prälat Franz Hochstein Prälat Franz Hochsteinpdp Paderborn, 19. Oktober 2008. Nach 38 Jahren als Domvikar, taggenau an seinem achtzigsten Geburtstag, verabschiedete sich Prälat Franz Hochstein am Sonntag mit einem festlichen Gottesdienst von der Domgemeinde. Langjährige Weggefährten konzelebrierten: Pater Dr. Hermann-Joseph Burbach M.S.F. aus Köln, Msgr. Siegmund Samp, Domdechant Weihbischof Manfred Grothe und Dompropst Dr. Wilhelm Hentze. Nach dem Gottesdienst fand ein Empfang im Westfalenhof statt, bei dem weit über 100 Personen dem beliebten Geistlichen gratulierten und dankten.

 

In seiner Predigt betonte Prälat Hochstein, dass Gott den Menschen von Ewigkeit an aus Liebe erwählt habe. Niemals sei der Mensch zweite Wahl. Gott kenne nur die erste Wahl, die dem Menschen Würde und Größe verleihe. „Um unserer Erwählung Gottes gerecht zu werden, brauchen wir immer einen zeitgemäßen Glauben“, führte Prälat Hochstein aus. In einem zeitgemäßen Glauben erkenne der Mensch, was über die Zeit hinaus gültig sei und worauf es im Leben ankomme. „Gott wird mich nicht einmal fragen: Wo überall bist du gewesen? Sondern: Wie nahe warst du mir und deinem Nächsten?“, sagte Hochstein. „Tun Sie etwas, was Ihrer Erwählung und damit dem Willen Gottes entspricht“, schloss Hochstein seine Predigt als „Wunsch beim Fortgehen“.

 

 

Verabschiedung Prälat Hochstein v.l.: Pater Dr. Hermann-Joseph Burbach M.S.F., Köln, Dompropst Dr. Wilhelm Hentze, Prälat Franz Hochstein, Domdechant Weihbischof Manfred Grothe, Msgr. Siegmund Samp.pdp
 

Beim Empfang im Westfalenhof dankte Dompropst Dr. Wilhelm Hentze Prälat Hochstein für sein achtzigjähriges Leben und Wirken und gratulierte im Namen des Domkapitels. Das Wort Ruhestand werde dem auch jetzt noch vielfältigen Engagement des langjährigen Domvikars nicht gerecht. Mit Leib und Seele sei er seit 1970 Dom- und Stadtvikar gewesen und zuletzt auch Dompastor „Du bist noch gefragt“, schloss Hentze seine Würdigung und wünschte Gottes Segen „für eine Zukunft in unserer Mitte“.

 

Verabschiedung Prälat Hochstein „Mach´s weiter gut! Eines Tages wird dich der liebe Gott mit Kusshand nehmen“, sagte Pater Dr. Hermann-Joseph Burbach M.S.F.pdp Pater Dr. Hermann-Joseph Burbach M.S.F aus Köln, bis 2001 Katholischer Rundfunkbeauftragter, dankte dem in Lütringhausen geborenen Domvikar für über 26 Jahre Weggeleit als Beauftragter für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. In seiner Tätigkeit als Rundfunkbeauftragter sei Hochstein stets Pastor und Seelsorger geblieben und einer der beliebtesten Sprecher der Morgenandachten gewesen. Gerne erinnere er sich an große gemeinsame Rundfunk- und Fernsehübertragungen, etwas zur Seligsprechung Edith Steins am 1. Mai 1987 im Stadion von Köln-Müngersdorf und auch an den Besuch des Heiligen Vaters im Juni 1996 in Paderborn. Er möge noch etwas damit warten, in den Himmel zu kommen. „Mach´s weiter gut! Eines Tages wird dich der liebe Gott mit Kusshand nehmen“, schloss Burbach sein Grußwort.

 

Weitere Grußnoten kamen von der Geschäftsführung des St. Johannesstifts Paderborn und aus der Psychiatrie. Zwei Chefärzte, zahlreiche Schwestern der Pflegedienstleitung und der Intensivstation des Krankenhauses waren anwesend, um für 40 Jahre zuverlässige Krankenhausseelsorge im besten seelsorglichen und auch ökumenischen Sinne zu danken.

Spontan ergriff auch der Bürgermeister aus Olpe das Wort und würdigte die tiefe Verbundenheit Hochsteins mit seiner Heimat, dem Sauerland.

 

 

Prälat Franz Hochstein, Pater Dr. Hermann-Joseph Burbach M.S.F., Weihbischof Manfred Grothe, Dompropst Dr. Wilhelm Hentze, Weihbischof Hubert Berenbrinker.pdp