Die Pontifikalien des neuen Weihbischofs

Die Krümme des Bischofsstabes von Weihbischof Berenbrinker stellt dar, wie Jesus einem seiner Jünger die Füße wäscht. Paderborn, 15. Juni 2008. Dem neu ernannten Weihbischof wurden im Verlauf des Weihegottesdienstes die so genannten „Pontifikalien“, die Insignien des bischöflichen Amtes, überreicht. Dies sind der Bischofsstab, der Bischofsring und die Mitra, zudem das Brustkreuz. Diese Insignien benutzen die Bischöfe bei allen Pontifikalhandlungen; jede hat eine eigene Bedeutung.  

Der Bischofsstab steht symbolisch für das Hirtenamt des Bischofs. Bei der Überreichung im Weihegottesdienst sagt der Konsekrator: „Ich übergebe dir den Stab als Zeichen des Hirtenamtes. Trage Sorge für die ganze Herde Christi; denn der Heilige Geist hat dich zum Bischof bestellt, die Kirche Gottes zu leiten“. Der Bischofsstab wird in der Liturgie gebraucht, unter anderem bei Prozessionen, beim Hören des Evangeliums und bei der Predigt.

Das Pectorale des neuen Weihbischofs zeigt auf der Vorderseite eine Darstellung des Guten Hirten. Diese Überlieferung stammt aus dem Johannesevangelium. Nach Joh 13, 1-20 hat Jesus während des Abschiedsmahls an Vorabend seines Todes den Jüngern die Füße gewaschen. Die Verbindung von Krümme und Stab bildet ein Ring, auf dem Wappen und Wahlspruch zu sehen sind. Während die Figuren von Jesus und seinem Jünger kunstvoll aus Silberblechen gearbeitet sind, besteht der Stab aus Ebenholz.

Die Mitra, die liturgische Kopfbedeckung des Bischofs, steht ebenfalls für dessen Hirtenamt, während der Bischofsring die unverbrüchliche Treue des Bischofs zur Kirche symbolisiert. Ring, Stab und Mitra als bischöfliche Insignien gehen auf alte kirchliche Traditionen zurück, die zum Teil bis ins siebte Jahrhundert reichen. Eine weniger lange Geschichte hat das Pektorale, das bischöfliche Brustkreuz. Seit dem 16. Jahrhundert wird es von Bischöfen allgemein getragen.

Bischofsring und Mitra des neuen Weihbischofs. Bischofsring und Brustkreuz von Weihbischof Berenbrinker sind aus Gold gearbeitet. Auf dem Ring ist das Osterlamm mit einem Banner abgebildet, ein Motiv, das auch auf dem Wappen des neuen Weihbischofs zu sehen ist. Das Brustkreuz zeigt auf der Vorderseite das Motiv des guten Hirten, auf der Rückseite ein Bild des heiligen Hubertus, dem Namenspatron von Weihbischof Berenbrinker.