Praktikum mit Bonifatiuswerk in Nordeuropa

Leonard Stiegemann, Pauline Meier und Friederike Meschede freuen sich auf ihre Aufgaben

Die neuen Bonifatius-Praktikanten aus dem Erzbistum Paderborn: Friederike Meschede, Pauline Meier und Leonard Stiegemann (v.l.) mit Msgr. Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes und Projektreferentin Julia Jesse (v.l.)Theresa MeierPaderborn, 11. Juli 2019. 21 junge Menschen aus elf deutschen Bistümern haben ein Abenteuer vor sich. Sie wollen wissen, wie die katholische Kirche in Nordeuropa und dem Baltikum tickt und lebt. Deswegen reisen sie mit dem Bonifatiuswerk in den kommenden Wochen nach Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Lettland oder Island. Dort lernen sie für einige Monate die katholische Diaspora-Kirche kennen und werden in einer kirchlichen Institution mitarbeiten. Als neues Praktikumsland ist dieses Jahr Estland hinzugekommen. Dort können die Praktikanten die katholische Schule in Tartu aktiv unterstützen.

Damit sie für Ihren Auslandsaufenthalt bestmöglich vorbereitet werden, sind sie jetzt zu einem mehrtägigen Seminar in Paderborn zusammengekommen. Neben Fragen der interkulturellen Kommunikation und der jeweiligen Situation der Katholiken vor Ort, tauschten sich die jungen Menschen mit der Projektreferentin Julia Jesse, der Projektkoordinatorin am Newman-Institut im schwedischen Uppsala, Ricarda Clasen, und ehemaligen Praktikanten über persönliche Erwartungen und Anforderungen aus. „In diesen Tagen lernen wir unsere zukünftigen Praktikanten in unterschiedlichen Situationen sehr gut kennen und schätzen. Es ist schön zu erleben, welch hohe Motivation, Begeisterung und Vorfreude mitgebracht werden“, stellte Julia Jesse heraus.

Aus dem Erzbistum Paderborn zieht es Leonard Stiegemann, Pauline Meier und Friederike Meschede im September nach Lettland und Schweden. Die 19-jährige Pauline Meier aus Borchen wird in den kommenden Monaten im schwedischen Uppsala im Newman Institut, der einzigen katholischen Hochschule in Skandinavien, tätig sein. Dort erwarten sie unterschiedliche praktische und administrative Aufgaben.

Das St. Birgittenkloster in Vadstena bekommt mit Friederike Meschede aus Salzkotten bis Juni nächsten Jahres Unterstützung. An das Kloster ist ein Gästehaus mit 20 Betten angegliedert, in dem Gäste aus aller Welt übernachten. Zu ihren Aufgaben werden die Betreuung der Gäste und die Unterstützung der Schwestern bei ihrer täglichen Arbeit gehören. „Für mich ist das praktische Erleben meines Glaubens sowie ein Gemeindeleben im Ort immer gegenwärtig und selbstverständlich, da ich in einem katholisch geprägten Umfeld aufgewachsen bin. Aus diesem Grund freue ich mich sehr, jetzt die Situation der Kirche vor Ort kennenzulernen“, beschreibt Meschede ihre Motivation.

Nach Lettland geht es für Leonard Stiegemann. In Riga wird der Student den Dominikanerinnen, einer kleinen Ordensgemeinschaft, die zu den Dominikanerinnen von Bethanien gehört, tatkräftig zur Seite stehen. Ob im Kloster, im Familienzentrum des Roten Kreuzes oder im katholischen Gymnasium, je nach Wunsch, Fähigkeit und Notwendigkeit vor Ort wird er verschiedene Tätigkeiten übernehmen.

„Wir freuen uns, dass Sie mit Ihrem Einsatz die Arbeit des Bonifatiuswerkes unterstützen. Unser Praktikantenprogramm bietet Ihnen die Chance, über den Tellerrand hinauszublicken und Kirche einmal anders zu erleben. Während Ihrer Zeit in Nordeuropa und dem Baltikum lernen Sie Menschen kennen, die auf beeindruckende und engagierte Weise ihren Glauben in der Diaspora leben. Sie werden sehen, welch junges, internationales und gastfreundliches Gesicht eine materiell arme Kirche hat. Zugleich werden Sie auch für sich und Ihren Lebensweg wertvolle Erfahrungen und Begegnungen sammeln“, gab der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, den Praktikanten mit auf den Weg und bedankte sich für ihren Einsatz.

Die neuen Bonifatius-Praktikanten aus dem Erzbistum Paderborn: Friederike Meschede, Pauline Meier und Leonard Stiegemann (v.l.) mit Msgr. Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes und Projektreferentin Julia Jesse (v.l.) Foto: Theresa Meier