Transparenz und Glaubwürdigkeit der Kirche

Vollversammlung des Diözesankomitees im Erzbistum diskutiert über sexualisierte Gewalt in der katholischen Kirche

Werden nicht locker lassen und sich weiter mit sexualisierter Gewalt beschäftigen: Heribert Zelder (Vorstand), Andrea Schütt (Vorstand), Monsignore Andreas Kurte (Leiter der Zentralabteilung Pastorales Personal des Erzbischöflichen Generalvikariates), Jan Hilkenbach (Vorsitzender), Dr. Petra Lillmeier (Interventionsbeauftragte im Erzbistum) und Reinhard Schulte (Vorstand).DiözesankomiteePaderborn, 10. Juli 2019. Das Diözesankomitee, die Laienvertretung im Erzbistum Paderborn, hat sich in seiner letzten Vollversammlung ausführlich mit dem Thema sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche beschäftigt und die konsequente Fortsetzung der Aufarbeitung gefordert. Auch die Diskussion über Ursachen und daraus resultierende Veränderungsbedarfe in der katholischen Kirche müsse ergebnisoffen und ehrlich erörtert werden, so die Mitglieder des Diözesankomitees.  

Die Interventionsbeauftragte im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, Dr. Petra Lillmeier, und der Leiter der Zentralabteilung Pastorales Personal des Erzbischöflichen Generalvikariates, Monsignore Andreas Kurte, erläuterten die bisherigen Maßnahmen und weiteren geplanten Schritte. Die Mitglieder des Diözesankomitees zeigten sich einerseits zufrieden über die bisher getätigten Maßnahmen, forderten aber zugleich, in dem Bemühen um umfassende Aufklärung nicht nachzulassen.  

„Das Erzbistum Paderborn hat umfassende Maßnahmen zur Aufarbeitung und Prävention sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im Raum der Kirche getroffen. Dieser Weg muss konsequent weiter beschritten werden und bedarf immer wieder einer transparenten Erläuterung“, so der zuständige Ansprechpartner im Vorstand des Diözesankomitees, Heribert Zelder.  

„Nur durch eine umfassende Aufarbeitung und Aufklärung der Vorfälle und durch eine sachgerechte Transparenz ist es möglich, Vertrauen zurück zu gewinnen“, ergänzte die Interventionsbeauftragte Dr. Petra Lillmeier. Dabei setzt das Diözesankomitee auch auf den synodalen Weg, der transparent und ehrlich geführt werden muss.  

Ebenso wichtig wie die Aufarbeitung sei die Prävention und Intervention betonte die Vollversammlung. Erfreut zeigte sich das Diözesankomitee über die bisherigen Maßnahmen und beschloss zugleich die Einrichtung eines ständigen Arbeitskreises.  

Aufgabe dieser Arbeitsgruppe soll es nach den Vorstellungen der Mitglieder und des Vorstandes des Diözesankomitees sein, dem immens wichtigen Thema Raum für weitere Fragen, Informationsbedarfe und konstruktive inhaltliche Begleitung zu geben.  

Dr. Petra Lillmeier und Personaldezernent Monsignore Andreas Kurte dankten den Anwesenden für die vielen Anregungen und Hinweise, die in die weitere Arbeit mit einbezogen werden und begrüßten die Gründung einer Arbeitsgruppe zu diesem Thema im Diözesankomitee.  

Das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn ist die demokratisch gewählte Vertretung der katholischen Laien, der Frauen und Männer aus den Pfarrgemeinderäten und den katholischen Verbänden.