„Unsere Quelle bist du“ hat Paderborn ergriffen

Abschlussgottesdienst des 8. Chorfestivals Pueri Cantores – Erzbischof Becker: „Gute und fröhliche Zeit“

Zum Abschlussfoto kamen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 8. Chorfestivals auf dem Domplatz zusammen.pdp / David Hesse Paderborn, 7. Juli 2019. „Es war eine gute und fröhliche Zeit. Ihr habt uns gezeigt, dass die Musik eine Kraftquelle für unsere Herzen und unser ganzes Leben ist“, bedankte sich Erzbischof Hans-Josef Becker bei den Sängerinnen und Sängern des 8. Chorfestivals Pueri Cantores und brachte die vier Festivaltage auf den Punkt. Ein Chorfest, das Freude und Fröhlichkeit verbreitete, zugleich den Wunsch nach Frieden im Gesang stets unterstrich und zu guter Letzt hochklassige Musik bot.

94 Chöre aus ganz Deutschland mit rund 2800 Sängerinnen und Sängern wurden zu Sympathieträgern beim 8. Chorfestival Pueri Cantores und machten Paderborn vier Tage lang zu einer fröhlichen Musikstadt. „Es war super mit Euch“, sprachen Matthias Balzer (Präsident Pueri Cantores) und Vizepräsidentin Judith Kunz gleichermaßen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie dem Gastgeber, Erzbistum Paderborn, ein großes Lob aus. Das Chorfestival sei nicht nur hervorragend organisiert gewesen, sondern das Mottolied „Unsere Quelle bist du“ (Berning/Gottwald) schon zu einem Hit geworden.

4) Domkapellmeister Thomas Berning (Paderborn), Bürgermeiser Michael Dreier, Judith Kunz (Vizepräsidentin Pueri Cantores), Dompropst Monsigore Joachim Göbel, Domkantorin Gabriele Sichler-Karle (Paderborn), Matthias Balzer (Präsident P.C., knieend), Anna-Kathrin Dietrich (Geschäftsführerin P.C.) Jean Henric (P.C. international), Anna-Lena Müller (Leiterin Festivalbüro in Paderborn) und Dr. Marius Linnenborn (Geistlicher Beirat P.C.)pdp / Ronald Pfaff „Paderborn ist uns allen ein Stück ans Herz gewachsen“, sagte Matthias Balzer zum Abschluss des Pontifikalamtes am Sonntag im Hohen Dom zu Paderborn. Sein Dank galt dem Erzbistum und hier allen voran Erzbischof Becker und dem Team der Paderborner Dommusik. Judith Kunz ergänzte: „Ihr jungen Sängerinnen und Sänger - wie man hier sehen konnte - seid eine wichtige Quelle für die Gegenwart und Zukunft unserer Kirche und für unsere Gesellschaft. Und ich wünsche uns allen, dass der Geist des Festivals mitgenommen werden kann. Eine große Idee von miteinander leben und miteinander gestalten.“

Hymnenstatus habe schon das Mottolied „Unsere Quelle bist du“ erreicht. Es sei überhaupt eine Stärke des Festivals in Paderborn gewesen, dass die Charakteristika des Ortes integriert worden seien, stellte Balzer fest. „So konnten die Kinder und Jugendlichen dies spüren und das Motto an den Paderquellen erleben.“

Erzbischof Hans-Josef Becker beim abschließenden Pontifikalamt u.a. mit Bischof Dr. Georg Bätzing (3.v.l.).pdp / Ronald Pfaff Das Mottolied zeige auch, aus welchen Quellen die begeisterten Sängerinnen und Sänger eigentlich leben, befand Erzbischof Hans-Josef Becker in seiner Predigt: „Achtet auf das manchmal kleine und unscheinbare Plätschern der Quelle. Das Kleine ist oft das Große. Achtet auf die lebendige Quelle in euch. Es ist Jesus selbst, der zu euch spricht.“ Die Lieder des Festivals seien ein großer Lobpreis Gottes. Nur im Loben erfahre man richtig, wer man eigentlich sei. Loben und Leben, das gehöre zusammen, so der Erzbischof weiter. „Allen Menschen sollen wir von den eigenen Quellen erzählen, jeder und jede von uns kann das tun. Diese Botschaft ist eine Botschaft des Friedens, eines Friedens, den nur Gott selber uns schenken kann.“

Matthias Balzer, der als Präsident von Pueri Cantores schon vier nationale Festivals und auch mehrere internationale Treffen erlebt hat, lobte auch, dass Paderborn bewusst mit den Veranstaltungen nach draußen - also an die Öffentlichkeit - gegangen sei, um Gesang und Friedensgedanken in unzähligen Auftritten zu präsentieren.

Auch im Abschlussgottesdienst sangen die teilnehmden Chöre mit Freude und Energie.pdp / Ronald Pfaff Vielklang in den Darbietungen der unterschiedlichen Chöre, die vier Tage lang Paderborn bereichert haben, auf der einen Seite, so sei Musik aber nur durch Einklang möglich. „Wer im Chor singt oder auch im Orchester spielt, der muss gut auf die anderen hören und der muss sich auf die anderen einstellen und verlassen können. Man darf kein Einzelkämpfer sein, man muss sich einfügen – und man muss richtig gut aufpassen. Nur dann klingt das ganze Stück am Ende auch harmonisch. Einklang heißt: alles miteinander verbunden. Auf jeden und jede von euch kommt es an. Was euch vielleicht am Anfang noch so vielfältig und ganz verschieden erschien, das passt im Chor oder im Orchester wunderbar zusammen. Dieses Zusammenspiel nennt man Harmonie. Auf die Harmonie unter euch kommt es an“, gab Erzbischof Becker den Jugendlichen mit auf den Weg.

Abschiednehmen vor dem Domplatz.pdp / Ronald Pfaff Das Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn, bei dem u.a. auch der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing Mitkonzelebrant war, wurde nochmals durch den Chorgesang geprägt. Neben allen teilnehmenden Chören wirkte an der musikalischen Gestaltung auch das Bläserensemble der Hochschule für Musik Detmold unter der Leitung von Norbert Stertz mit. Die musikalische Gesamtleitung hatte Domkapellmeister Thomas Berning. An der Orgel spielte Domorganist Tobias Aehlig. Der Gottesdienst wurde auf Domradio übertragen. Anschließend trafen sich alle Gäste zum gemeinsamen Gruppenbild auf dem Domplatz, bevor es dann Abschied nehmen hieß. „Unsere Quelle bist du“ – wird aber als bleibende Erinnerung sicherlich weiter an den Paderquellen nicht nur musikalisch weiter plätschern.