Wandelkonzerte - drei Konzerte in drei Stunden

8. Chorfestival Pueri Cantores mit hochklassigen Musik und vermittelter Freude.

Konzert des Kölner Domchores im Hohen Dom zu Paderborn.pdp / Ronald Pfaff Paderborn, 6. Juli 2019. Drei Konzerte in drei Stunden an jeweils unterschiedlichen Orten: die Wandelkonzerte des 8. Chorfestivals Pueri Cantores in Paderborn machten dies am Samstagabend möglich. Der dritte Tag eines ereignisreichen Festivaltages endete wieder mit einem Höhepunkt.

Jeweils zur vollen Stunde gaben am Abend der Kölner Domchor, die Mädchenkantorei an der Domkirche St. Eberhard Stuttgart und der Jugendkathedralchor Fulda drei Konzerte, die hochklassige Chormusik präsentierten. Somit hatten die faszinierten Zuhörer - eine gute Mischung aus Festivalteilnehmern und interessierten Musikfreunden - die Möglichkeit alle drei Chöre am Abend zu hören.

Im Hohen Dom zu Paderborn war der Kölner Domchor zu Gast. Seit mehr als 150 Jahren ist der Kölner Domchor etabliert  und tritt im Dom selbst, in Kirchen des Erzbistums Köln sowie in der Kölner Philharmonie auf. Geleitet wird der Domchor seit 1987 von Domkapellmeister Prof. Eberhard Metternich.

Ihre musikalische Ausbildung erhalten die jungen Sänger in der Kölner Domsingschule, der Grundschule der Kölner Dommusik und in der Musikschule des Kölner Domchores. Mit ihren Vorträgen begeisterten sie das Publikum im Paderborner Dom, für die jungen Solisten gab es Sonderapplaus.

In der direkten Nachbarschaft - in der Kaiserpfalz - war der Andrang so stark, dass beim ersten Auftritt des Jugendkathedralchores Fulda nichtmals alle Interessenten Eintritt erhielten, und sich  bis zum zweiten Konzert gedulden mussten. Domkapellmeister Franz-Peter Huber hatte eine kleine, aber feine Auswahl an Lieder ausgesucht, die viel Anklang fanden. Begleitet wurde der Chor aus Fulda am Klavier von Markus Gotthardt.

Die Mädchenkantorei an der Domkirche St. Eberhard Stuttgart, die 1994 von Martin Dücker gegründet wurde, trat in der für anspruchsvolle Konzerte sehr bewährten Marktkirche auf. Mit Kostproben aus dem Repertoire vom Gregorianischer Choral bis zur zeitgenössischen Musik trafen sie den Geschmack des Publikums.

Wenngleich der am Abend einsetzende Regen den Wechsel von Kirche zu Kirche ein wenig erschwerte, so konnte sich Annalena Müller, Leiterin des Festivalbüros in Paderborn, glücklich schätzen, dass alle Teilnehmenden am Mittwoch in ihrem Festivalgepäck einen Regenmantel aus Maisstärke hatten, der sich nun bewährte.

Tagsüber bestimmten wieder Begegnungskonzerte, Friedensgebete, ein offenes Singen im Paderquellgebiet sowie der initierte Flashmop auf Dom- und Markplatz - ein Überraschungskonzert.

Am Sonntag wird das viertägige Festival mit einem Pontifikalamt im Hohen Dom mit Erzbischof Hans-Josef Becker beendet. Zu den Konzelebranten gehört u.a. Bischof Georg Bätzing (Limburg).