Diakonat im Erzbistum Paderborn mitgeprägt

Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ für Diakon Erwin Winkler und seinen ehrenamtlichen Einsatz für den Ständigen Diakonat

Diakon Erwin Winkler aus Lüchtringen erhielt am Pfingstfest das Ehrenkreuz „Pro ecclesia et pontifice“. V.l.n.r.: Pastor Andreas Kreutzmann, Diakon Thomas Huneke, Doris Winkler, Diakon Erwin Winkler.pdp / Thomas Throenle Höxter / Paderborn, 9. Juni 2019. Papst Franziskus hat Diakon Erwin Winkler aus Lüchtringen mit dem Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ ausgezeichnet. Im Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker überreichte Pastor Andreas Kreuzmann im Anschluss an das Hochamt am Pfingstsonntag in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist Lüchtringen die päpstliche Auszeichnung. Dies sei eine besondere Anerkennung und Wertschätzung des langjährigen ehrenamtlichen Engagements von Diakon Erwin Winkler, so der Diözesanbeauftragte für die Ständigen Diakone im Erzbistum Paderborn. Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek hatte zuvor in seiner Predigt das Amt und den Dienst eines Diakons vorgestellt.      

„Diakon Erwin Winkler hat sich über seinen nebenberuflich ausgeübten Dienst als Ständiger Diakon hinaus sehr um das Diakonat im Erzbistum Paderborn und damit den Dienst der Ständigen Diakone verdient gemacht“, sagte Pastor Andreas Kreuzmann, ehe er Diakon Erwin Winkler im Auftrag des Paderborner Erzbischofs das Ehrenkreuz und die dazugehörende Urkunde überreichte. Über zwölf Jahre habe Diakon Winkler im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn den für die Ständigen Diakone Verantwortlichen in seinen Aufgaben unterstützt. In der Beratung sowie in der Aus- und Fortbildung der Ständigen Diakone sei Diakon Winkler „ein unermüdlicher Mitarbeiter“ gewesen. „Vertretungsweise nahm Diakon Winkler an den Sitzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Ständigen Diakone, an Bezirkstreffen und den Ausbildungsleiterkonferenzen teil“, erklärte Pastor Kreuzmann.  

Diakon Erwin Winkler spricht Worte des Dankes.pdp / Thomas Throenle Der Diözesanbeauftragte für die Ständigen Diakone erinnerte auch an das ehrenamtliche Engagement von Diakon Winkler auf der Ebene des Erzbistums: Er gehörte dem Diözesanpastoralrat (1980-2010), dem Priesterrat (2002-2008) und dem Diakonenrat (1995-2008) an. Darüber hinaus arbeitete er im Arbeitskreis Pastorales Personal mit (2009-2013) und war Diözesansprecher der Ständigen Diakone im Erzbistum Paderborn (2002-2008). Er organisierte bis ins hohe Alter die Dienste der Diakone im Hohen Dom zu Paderborn und hielt Kontakte zu den Ständigen Diakonen im Bistum Magdeburg und im Bistum Le Mans. „Diakon Erwin Winkler ist im Erzbistum Paderborn, über die Grenzen des Erzbistums hinaus und auch im Hohen Dom zu Paderborn ein gern gesehenes und vertrautes Gesicht – als Mensch und als Diakon. Er hat sich vielfältig für den Diakonat im Erzbistum Paderborn eingesetzt und ihn mitgeprägt. Dafür danke ich dir auch im Namen aller, die davon profitieren konnten“, so der Diözesanbeauftragte Pastor Andreas Kreutzmann.  

Im Pfarrheim konnte Diakon Erwin Winkler zahlreiche Glück- und Segenswünsche zu seiner päpstlichen Ehrung entgegennehmen.pdp / Thomas Throenle Vor der Verleihung des Ehrenkreuzes feierte Pastor Andreas Kreutzmann in Konzelebration mit Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek das Hochamt zum Pfingstfest in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Lüchtringen. Pfarrdechant Dr. Krismanek erläuterte in seiner Predigt, Pfingsten gelte als Geburtstag und Geburtsfest der Kirche, weil an Pfingsten der Heilige Geist die Apostel ermutig habe, in die Welt zu gehen. Der Leiter des Pastoralen Raumes Pastoralverbund Corvey bezog sich auf die auf dem Ehrenkreuz „Pro ecclesia et pontifice“ dargestellten Apostel Petrus und Paulus. Die bei den beiden Aposteln Petrus und Paulus erkennbare Begeisterung sei auch bei Diakon Erwin Winkler wesentlich: Die Begeisterung für Kirche und Papsttum und die Begeisterung für den Dienst als Ständigen Diakon. „Diakon Erwin Winkler hat sich auf den Weg gemacht und hat sich in den diakonalen Dienst der Kirche gestellt.“  

Pfingstgottesdienst in Lüchtringen und anschließende Ehrung mit dem Ehrenkreuz „Pro ecclesia et pontifice“ für Diakon Erwin Winkler. V.l.n.r.: Diakon Klaus Herbrand, Pfarrdechant Dr. Hans-Bernd Krismanek, Pastor Andreas Kreuzmann, Diakon Erwin Winkler, Diakon Thomas Huneke.pdp / Thomas Throenle Diakon Thomas Huneke überbrachte als Sprecher des Diakonenrates im Erzbistum Paderborn die Glück- und Segenswünsche der Ständigen Diakone. Zum Abschluss der Verleihung des Ehrenkreuzes in der Kirche sprach Diakon Winkler Dankesworte, er danke Papst Franziskus für die päpstliche Auszeichnung, ebenso Erzbischof Hans-Josef Becker. „Mein besonderer Dank gilt allerdings meiner Ehefrau und meiner Familie, die mein ehrenamtliches Engagement erst ermöglicht und es unterstützt haben.“  

Im Anschluss an den festlichen Gottesdienst und die Verleihung des Ehrenkreuzes fand im Pfarrheim ein Empfang statt. Hier nutzen zahlreiche Menschen die Möglichkeit, Diakon Erwin Winkler zur Auszeichnung durch den Heiligen Vater zu gratulieren.  

Diakon Erwin Winkler wurde am 8. Dezember 1985 von Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt im Hohen Dom zu Paderborn zum (nebenberuflichen) Ständigen Diakon geweiht. Seinen Dienst als Ständiger Diakon übte er in der Pfarrei St. Johannes Baptist in Lüchtringen (1985-2002, 2012-2017) und im Pastoralverbund Dreizehnlinden (2002-2012) sowie im Pastoralverbund Corvey (seit 2017) aus.  

Gruppenbild mit Messdienern, Diakonen und Zelebranten – unter den Messdienern sind auch Enkelkinder von Diakon Erwin Winkler.pdp / Thomas Throenle Winkler wurde 1937 in Ottmuth (an der Oder) geboren, seine Familie kam 1946 nach Lüchtringen. In Höxter ging er zur Schule, in Lüchtringen empfing er die Erstkommunion und das Sakrament der Firmung. Nach der Schule absolvierte Winkler eine Ausbildung zum Justizbeamten. Vor seiner Pensionierung war er zuletzt am Amtsgericht Höxter tätig. Seit 1968 ist er mit seiner Frau Doris verheiratet. Vor seiner Weihe zum Diakon war er im Stadtrat von Höxter engagiert und war Vertreter der Kirche im Jugendhilfeausschuss des Kreises Höxter. Winkler ist Vater von drei Söhnen und hat mittlerweile acht Enkelkinder.      

Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice"  

Das Ehrenkreuz „Pro Ecclesia et Pontifice“ (lat. „Für Kirche und Papst“) ist eine päpstliche Auszeichnung für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes. Das Ehrenzeichen besteht aus einem stilisierten Kreuz mit dem Wappen des jeweiligen Papstes und der Inschrift „Pro Ecclesia et Pontifice". In der Mitte des Kreuzes sind die Apostel Petrus und Paulus dargestellt. Gehalten wird es von einem breiten Ordensband in den Kirchenfarben Gelb und Weiß.