Neue Diözesanbaumeisterin

Carmen Matery-Meding ist „oberste Bauchefin“ des Erzbistums Paderborn

Die neue Diözesanbaumeisterin Carmen Matery-Meding bespricht mit Generalvikar Alfons Hardt den Baufortschritt an der Grundschule St. Michael in Paderborn, der ersten Grundschule in Trägerschaft des Erzbistums.pdp / Mario PolzerPaderborn, 6. Mai 2019. Das Erzbistum Paderborn hat eine neue Diözesanbaumeisterin. Erzbischof Hans-Josef Becker hat Carmen Matery-Meding als solche ernannt. Die Urkunde bekam sie am Montag von Generalvikar Alfons Hardt überreicht. Damit verantwortet Carmen Matery-Meding die gesamten Bauprojekte im 15.000 Quadratkilometer großen Erzbistum.

Bereits seit November 2018 leitet Carmen Matery-Meding die Zentralabteilung Bauamt im Erzbischöflichen Generalvikariat. Als Diözesanbaumeisterin ist sie mit ihrem Team sowohl für die bistumseigenen Bauprojekte als auch für die Begleitung der Kirchengemeinden bei Bauvorhaben zuständig.

„Als Architektin für die Kirche zu arbeiten, ist unglaublich reizvoll“, sagt die „oberste Bauchefin“ des Erzbistums. „Die katholische Kirche hat Baukultur und Kunst in den vergangenen Jahrhunderten immer stark positiv beeinflusst und war dabei oft Vorreiter. Auch heute ist sich das Erzbistum Paderborn dieser Verantwortung bewusst.“ Bei historischen Gebäuden müssen meist Denkmalschutz, Nutzeranforderungen und gesetzliche Vorschriften wie zum Beispiel Brandschutz zusammen betrachtet werden. „Das erfordert innovative Lösungen, die auch wirtschaftlich vertretbar sein müssen. Diese unterschiedlichen Herausforderungen lassen oft Kreativität entstehen.“

In der Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden legt die neue Diözesanbaumeisterin viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort, von denen viele ehrenamtlich in den Gemeinden tätig sind: „Die Bauvorhaben sind oft enorm komplex, mit vielen Baubeteiligten. Es erfordert nicht nur viel fachliche, sondern auch soziale Kompetenz. Hierbei die Ehrenamtlichen vor Ort zu unterstützen, ist ein Schwerpunkt unserer Tätigkeit.“

Carmen Matery-Meding ist 48 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Königswinter bei Bonn. Vor ihrem Wechsel zum Erzbistum hat sie als Architektin bei einem Immobilienunternehmen gearbeitet und hatte einen Lehrauftrag für Baumanagement und Projektsteuerung an der Hochschule Koblenz. Als Architektin und Bauherrnvertreterin hat sie bereits an Bauprojekten in ganz Europa und in den USA mitgewirkt.

Die größte Herausforderung für die Zukunft in ihrer Arbeit sieht Carmen Matery-Meding in der Entwicklung und Umsetzung eines neuen Immobilienkonzeptes, das den künftigen Anforderungen an kirchliche Gebäude gerecht wird. „Unser Immobiliengerüst wurde in den vergangenen Jahrhunderten auf eine bestimmte Anzahl von Nutzern zugeschnitten, die es so momentan nicht mehr gibt.“ Gefragt sei nun der Mut zur Entwicklung innovativer Projekte, manchmal aber auch der Mut zur Aufgabe von Gebäuden. „Das ist ein Spagat zwischen der Demut vor der historischen und gesellschaftlichen Bedeutung vieler Gebäude und einer Entschlossenheit, den Anforderungen der Gegenwart und Zukunft gerecht zu werden.“