Zwei Priesteramts-Kandidaten werden zu Diakonen geweiht

Weiheliturgie mit Weihbischof Hubert Berenbrinker in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche

Zwei Männer werden am 11. Mai 2019 durch Weihbischof Hubert Berenbrinker zu Diakonen geweiht. Im Bild die Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn und die beiden Weihekandidaten (v.l.n.r.) Spiritual Christian Städter, Michael Stiehler, Subregens Matthias Klauke, Thorsten Hasse, Regens Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer.pdp / Thomas ThroenlePaderborn, 6. Mai 2019. Auf den Empfang der Weihe zum Diakon bereiten sich derzeit zwei Seminaristen des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn vor. Im Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker wird Weihbischof Hubert Berenbrinker den beiden Weihekandidaten am Samstag, 11. Mai 2019, in der Universitäts- und Marktkirche in Paderborn durch Handauflegung und Gebet die Diakonenweihe spenden. Die Weiheliturgie für die beiden zukünftigen Diakone beginnt um 10.30 Uhr.

 Folgende Kandidaten werden zu Diakonen geweiht:  

  • Thorsten Hasse aus der Pfarrei St. Cyriakus in Geseke. Er wurde 1992 geboren. Nach seinem Abitur am Gymnasium Antonianum in Geseke absolvierte er ein Freiwilliges Soziales Jahr im vom Erzbistum Paderborn getragenen Jugendhaus in Hardehausen. Von 2012 bis 2018 studierte Hasse Katholische Theologie in Paderborn und Würzburg. Im Pastoralverbund Iserlohn wird er als Diakon eingesetzt werden.
  • Michael Stiehler aus der Pfarrei St. Augustinus (Keppel) in Hilchenbach-Dahlbruch. Er wurde 1993 geboren. Nach seinem Abitur am Gymnasium Stift Keppel (Hilchenbach-Allenbach) studierte Stiehler Katholische Theologie in Paderborn und München. Seine Diakonatsgemeinde ist die Pfarrei St. Petri in Hüsten.

Im Anschluss an die Weiheliturgie findet ein Empfang im Erzbischöflichen Priesterseminar statt. Der Tag endet mit einer feierlichen Vesper um 15 Uhr in der Konvikts-kirche.  

Stichwort: Diakon

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort diakonos ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben beschränken sich aber nicht auf den Gottesdienst (leiturgia - Liturgie), vielmehr umfassen sie auch die Verkündigung (martyria – Zeugnis) und den „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas) und damit alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu den Armen und Kranken, den „Menschen am Rande“ zu gehen. Die von einem Bischof gespendete sakramentale Weihe zum Diakon ist eine Stufe des dreigliedrigen Weihesakraments (Diakon – Priester – Bischof). So ist der Diakon in die Gemeinschaft der Geistlichen, den Klerus, eingegliedert.

Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie bleibt den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes.

Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen bürgerlichen Beruf aus. Wer ein Zölibatsversprechen ablegt, kann die Diakonenweihe bereits mit 25 Jahren empfangen. Auch Priesteramtskandidaten werden zunächst zum Diakon und dann zum Priester geweiht.

Bei von einem Diakon geleiteten liturgischen Feiern trägt der Diakon als Amtszeichen die Diakonenstola über dem Chorgewand oder der Albe. Die liturgische Kleidung des Diakons bei der Assistenz in der Eucharistiefeier ist die Dalmatik, die wie das priesterliche Messgewand über Albe und Stola getragen wird.