Investitionen in die Zukunft

Diözesan-Vermögensverwaltungsrat stimmt Baumaßnahmen mit Volumen von mehr als 18 Millionen Euro zu

Der Diözesan-Vermögensverwaltungsrat stimmte Baumaßnahmen im Erzbistum mit einem Investitionsvolumen von insgesamt mehr als 18 Millionen Euro zu. V.l.n.r.: Dirk Wummel, Generalvikar Alfons Hardt, Ute Hanswille, Rainer Hellmann, Hans Robert Schrewe, Helmut Angst.pdp / Thomas ThroenlePaderborn, 26. April 2019. Der Diözesan-Vermögensverwaltungsrat im Erzbistum Paderborn hat wichtige Weichen gestellt: Die Mitglieder des Gremiums stimmten jetzt in ihrer Sitzung verschiedenen Baumaßnahmen im Erzbistum mit einem Investitionsvolumen von insgesamt mehr als 18 Millionen Euro zu.

Die geplanten Baumaßnahmen spiegeln die Vielfalt des kirchlichen Engagements im Erzbistum – vom Neubau von Pfarrheimen über die Renovierungen von Kirchen. Dabei berücksichtigen die Maßnahmen immer die sich wandelnden Bedarfe und Anforderungen in der Seelsorge vor Ort in den Kirchengemeinden und Pastoralen Räumen des Erzbistums Paderborn.

So investiert das Erzbistum Paderborn beispielsweise in den Umbau der Heilig-Kreuz-Kirche in Siegen-Weidenau: Hier wird ein Kolumbarium, eine Urnenbegräbnisstätte, in die Kirche integriert und es werden Räumlichkeiten für die Trauerpastoral geschaffen. Ebenfalls entsteht in der Pfarrgemeinde St. Mariä Heimsuchung auf dem Kohlhagen ein geistliches Zentrum.

In Hardehausen, wo sich die Landvolkshochschule Anton Heinen und das Jugendhaus Hardehausen – beide in Trägerschaft des Erzbistum Paderborns – befinden, wird eine moderne Holzschnitzelanlage gebaut. „Mit diesem Projekt kommt das Erzbistum Paderborn seiner Schöpfungsverantwortung in besonderer Weise nach, weil der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß damit deutlich reduziert wird“, betonte Generalvikar Alfons Hardt. „Ich bin dankbar, dass wir in den ehrenamtlichen Mitgliedern des Diözesan-Vermögensverwaltungsrates kompetente Fachleute haben, die Verantwortung übernehmen und sich mit ihren Begabungen in die Kirche von Paderborn einbringen.“

Der Diözesan-Vermögensverwaltungsrat (DVVR) ist ein Gremium, das mit fünf Personen besetzt ist, die nicht hauptamtlich im kirchlichen Dienst stehen. Der Erzbischof von Paderborn ist nach kirchlichem Recht dazu verpflichtet, für bestimmte Vermögensfragen des Erzbistums oder der Kirchengemeinden die Zustimmung des DVVR einzuholen. So ist eine Trennung von Verwaltungshandeln und externer Kontrolle gewährleistet.

Zum 1. Januar 2019 hat Erzbischof Hans-Josef Becker das neue Statut für den DVVR in Kraft gesetzt und damit die kirchliche Vermögensaufsicht auf eine neue Basis gestellt. Der Erzbischof hat das neue, fünf Personen umfassende Gremium ausschließlich mit Personen besetzt, die hauptamtlich nicht im kirchlichen Dienst stehen. Generalvikar Alfons Hardt und Diözesanökonom Dirk Wummel sind nicht Mitglied des DVVR, nehmen aber an den Sitzungen des Gremiums teil, ohne ein eigenes Stimmrecht zu haben. Das von Erzbischof Becker in Kraft gesetzte Statut sieht vor, dass der DVVR aus drei bis fünf Personen besteht. Die Mehrheit der Mitglieder wird aus den Reihen der gewählten Mitglieder des Kirchensteuerrates berufen. So ist neben der vom Kirchlichen Gesetzbuch geforderten Fachlichkeit der Personen zudem eine mittelbare Rückbindung an ein Wahlprinzip gewährleistet.