Glaubenswohnungen für unterschiedliche Geschmäcker

Format „Rendezvous im Dom“ hat sich bewährt – Predigten 2019 im Mittelpunkt

\"Lieblingsplätze\" unterschiedlichster Art gibt es viele im Hohen Dom zu Paderborn.pdp / Ronald PfaffPaderborn, 5. April 2019. „Das Format wird angenommen und bei den Gläubigen geschätzt“, ist Dompastor Dr. Nils Petrat mit der Entwicklung der Bußandachten „Rendezvous im Dom“ sehr zufrieden. Im Vergleich zu den Vorjahren seien die Besuchszahlen nochmals gestiegen und auch innerhalb der diesjährigen Reihe „Was kann ich mit der Kirche anfangen?“ sei ein stetig wachsendes Interesse zu verzeichnen.

Die diesjährigen „Rendezvous im Dom“ stellen die Frage in den Mittelpunkt, was Menschen mit der Kirche gerade in kritischen Zeiten anfangen, wenn negative Erfahrungen die Gläubigen aufwühlen oder turbulente Zeiten für zahlreiche Diskussionen sorgen. „Was kann ich mit der Kirche anfangen?“ soll auch aufzeigen, warum es sich lohnt auch bei Licht und Schatten in der Kirche gemeinsam zu glauben. „Das Thema ist in diesem Jahr gut gewählt, weil es die Menschen mit ihren Fragen zu aktuellen Themen erreicht“, so Petrat.

Die Predigten stehen in den diesjährigen Bußandachten wieder mehr im Mittelpunkt, wenngleich am Mittwoch auch die aktive Wahrnehmung „Mein Lieblingsplatz im Dom“ beleuchtet wurde. Kirche könne sowohl einseitig als auch vielseitig sein, betonte Dompastor Petrat in seiner Predigt zum Evangelium „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“ (Joh 14,1-6). Gemeinsam mit der Katholischen Hochschulgemeinde hatte Petrat, der zugleich Studierendenpfarrer ist, die Bußandacht vorbereitet. Allein im Dom seien schon unterschiedliche Strukturen zu erkennen, aber das Verbindende sei in allen Gotteshäusern gleich: In jeder Wohnung des katholischen Hauses werde aus der Bibel gelesen, das „Gedächtnis Jesu“ gefeiert und man habe mit dem Papst den gleichen Hausvater. „Farbe, Geruch, Klima oder Führungsstil können jedoch unterschiedlich sein. Somit kann jeder in die Glaubenswohnung einziehen, in der ihm das Klima für das Leben hilft.“

Simone Wiedeking von der Katholischen Hochschulgemeinde lud die Gläubigen im Hohen Dom ein, bei einem Rundgang ihren Lieblingsplatz zu suchen. Sie selbst setzt den Ambo in den Vordergrund, da hier verkündet wird, was den Glauben ausmache und was als Botschaft hinausgetragen würde.

Am 10. April heißt Monsignore Dr. Michael Bredeck die Besucher zu einem Abend unter dem Thema „Kirche – selbstzufrieden und engagiert“ willkommen. Das Wesensmerkmal apostolisch, also die Gleichheit der gegenwärtigen Kirche mit der Kirche der Apostel, gibt dabei den Rahmen vor.

Den Abschluss der „Rendezvous im Dom“-Reihe bildet am Karfreitag Pater Christoph Wrembek SJ. Angelehnt an die Reihe der Fastenpredigten hat er seine Predigt unter das Thema "Rendezvous-am-Grab" gestellt. Im Anschluss an seine Predigt folgt ein stiller Gang durch die Stadt. Dieser Abend beginnt um 19.30 Uhr, alle anderen Abende jeweils um 19 Uhr.