„Weltweites Netz von Christusnachfolgern“

Empfang der „Päpstlichen Familie“ im Erzbistum Paderborn zum Jahrestag der Amtseinführung von Papst Franziskus

Paderborn, 1. April 2019. Hat der Heilige Vater eigentlich eine Familie? Neben seinen Verwandten hat ein Papst sogar „Familienangehörige“ in der ganzen Weltkirche: die „Päpstliche Familie“. Dazu zählen etwa Geistliche, die vom Heiligen Vater einen Ehrentitel erhalten haben, oder Laien, denen er einen Päpstlichen Orden verliehen hat. Der Jahrestag der Amtseinführung des Heiligen Vaters ist für die „Päpstliche Familie“ weltweit ein Festtag. Deshalb feierte Weihbischof Matthias König am Sonntag mit den Mitgliedern der Päpstlichen Familie im Erzbistum Paderborn ein Pontifikalamt im Paderborner Dom. Anschließend gab es einen Empfang im Konrad-Martin-Haus.      

Vor rund sechs Jahren, am 19. März 2013, trat Papst Franziskus seinen Dienst als Nachfolger des Apostels Petrus an. Am Sonntag bot sich aus diesem Anlass im Paderborner Dom ein besonderes Bild, das jedes Jahr beim Treffen der Päpstlichen Familie beobachtet werden kann: Ritter und Damen vom Heiligen Grab zu Jerusalem und die Mitglieder des Malteserordens zogen mit ihren Ordensinsignien wie Kreuz, Mantel und Schleier zu Beginn des feierlichen Pontifikalamts in die Bischofskirche des Erzbistums Paderborn und nahmen im Chorgestühl Platz. Außerdem waren neben Trägerinnen und Trägern des Päpstlichen Silvester- und Gregoriusordens auch viele Geistliche, die als „Monsignore“, „Ehrenprälat“ oder „Apostolischer Protonotar“ Päpstliche Ehrentitel tragen und damit Teil der Päpstlichen Familie sind, zum Pontifikalamt und Empfang nach Paderborn gekommen.  

Die katholische Religion sei weltumspannend, sagte Weihbischof Matthias König in seiner Predigt: „Wer diesen Glauben annimmt, wird eingebunden in ein weltweites Netz von Christusnachfolgern. Überall finde ich Schwestern und Brüder, die meinen Glauben teilen“, so Weihbischof König. In unserer Person solle das in die Welt kommen, wofür Christus sein Leben hingegeben habe: „Die Päpstliche Familie, die traditionell am vierten Fastensonntag hier im Hohen Dom zusammenkommt, um den Jahrestag der Amtseinführung von Papst Franziskus zu feiern, ist eine große Gemeinschaft in der Weltkirche, die in Einheit mit dem Nachfolger des Apostels Petrus genau das zu leben versucht. Gerade in dieser Gemeinschaft hören wir vielleicht noch eindringlicher den Sendungsbefehl: Durch uns soll ‚Gerechtigkeit Gottes‘ in der Welt spürbar und lebendig bleiben“, sagte Weihbischof König zum Abschluss seiner Predigt.