Aschekreuz als Zeichen der Hoffnung und Verwandlung

Zahlreiche Gläubige empfangen am Aschermittwoch das Aschekreuz

„Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst“ – diese Worte spricht der Priester wenn er Gläubigen mit Asche ein Kreuz auf die Stirn zeichnet.pdp / Thomas Throenle Paderborn, 6. März 2019. Nach den Karnevalstagen beginnt mit dem Aschermittwoch die Fastenzeit. Traditionell empfangen Gläubige am Anfang dieser Zeit der Vorbereitung auf Ostern das Aschekreuz – wie auch heute zahlreiche Gottesdienstbesucher im Hohen Dom zu Paderborn. Erzbischof Hans-Josef Becker feierte das Kapitelsamt in der Paderborner Bischofskirche. Er zeichnete ebenso wie die Weihbischöfe den Gläubigen mit Asche ein Kreuz auf die Stirn und sprach dazu die Worte „Bedenke Mensch, dass Du Staub bist und wieder zu Staub zurückkehren wirst“.      

„Wir beginnen heute den Weg hin zu Ostern“ so der Paderborner Erzbischof in seiner Predigt. „Das ist ein großer Unterschied zu all den Fasten-Frühjahrskuren und vorsommerlichen Wellnessangeboten. Im Mittelpunkt steht Jesus, der Christus. Er, der vierzig Tage in die Stille und Einsamkeit der Wüste ging. Ihm sollen wir nachfolgen und so die eigene Herzensmitte finden.“ Es komme darauf an, sich der eigenen Wirklichkeit zu stellen, führte Erzbischof Becker weiter aus. „Mit kindlichem Vertrauen machen wir uns auf den Weg und stellen uns der Wirklichkeit, dass wir Sünder sind und immer wieder neu anfangen müssen.“ Zum Abschluss seiner Predigt sagte er: „Empfangen wir das Aschekreuz, das Zeichen unserer Hoffnung und Verwandlung.“  

Nachdem Erzbischof Hans-Josef Becker am Aschermittwoch die aus den geweihten Palmzweigen gewonnene Asche gesegnet hatte, zeichnete er Dompropst Joachim Göbel ein Aschekreuz auf die Stirn.pdp / Thomas Throenle Nach der Predigt segnete Erzbischof Becker die Asche, die aus den geweihten Palmzweigen des letzten Palmsonntags gewonnen worden war. Mit der Asche zeichneten Erzbischof Hans-Josef Becker, Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB, Weihbischof Hubert Berenbrinker und Weihbischof Manfred Grothe den Gläubigen das Aschekreuz auf die Stirn. Im Anschluss feierte Erzbischof Becker die Eucharistie.      

Hintergrund: Aschermittwoch  

Die an Aschermittwoch ausgeteilte Asche wird aus geweihten Palmzweigen des letzten Jahres gewonnen und gilt als Zeichen für Trauer und Buße. Der Aschermittwoch markiert den Beginn der 40 Tage dauernden Fastenzeit, die auch österliche Bußzeit genannt wird und als Vorbereitung auf die drei heiligen Tage von Karfreitag bis Ostern (Ostertriduum) dient. Deshalb ist diese Zeit der Buße zugleich von der Hoffnung auf Auferstehung erfüllt. Die Dauer der Fastenzeit leitet sich vom biblischen Bericht über eine 40-tägige Gebets- und Fastenzeit ab, die Jesus nach seiner Taufe im Jordan auf sich nahm.

Erzbischof Hans-Josef Becker feierte am Aschermittwoch im Hohen Dom mit zahlreichen Gläubigen die Eucharistie.pdp / Thomas Throenle