„Worte, die zu Taten werden“

Realschule Lichtenau sammelt ausgediente Mobiltelefone und unterstützt Hilfswerk missio

Gutes tun durch das Sammeln von Handys – Schülerinnen und Schüler der Realschule Lichtenau lassen Worte zu Taten werden.pdp / Thomas ThroenlePaderborn, 27. Februar 2019. „Wir möchten nicht, dass Kinder als Kindersoldaten kämpfen müssen. Wir setzen uns gegen Kinderarbeit ein. Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche eine Schule besuchen können.“ Mit diesen Worten beschreiben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c die Motivation, mit der in den letzten Wochen an der ganzen Realschule Lichtenau ausgediente Mobiltelefone gesammelt wurden. Der Hintergrund: Seit Jahren wird eine enge Zusammenarbeit mit dem internationalen katholischen Hilfswerk missio gepflegt. Voller Stolz übergaben die Schüler gemeinsam mit ihrer Religionslehrerin Ulrike Steinhagen heute rund 150 Handys an Ulrich Klauke vom Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat.      

„Wir möchten, dass aus Worten Taten werden. Wir möchten nicht nur im Unterricht über unsere Verantwortung sprechen, sondern wollen sie auch konkret werden lassen durch unsere Engagement“, sind sich die Schüler mit ihrer Lehrerin einig. Seit mehreren Jahren arbeitet die Realschule Lichtenau mit dem Hilfswerk missio zusammen, berichtet Ulrike Steinhagen. So seien bereits der missio-Aids-Truck, ein Flucht-Truck von missio und ein Senegal-Bus an der Schule gewesen. Auf diesem Weg können Schüler konkret erfahren, wie Menschen in Afrika leben oder wie beispielsweise im Senegal Schüler ihren Schulweg mit dem Bus zurücklegen.  

150 ausgediente Mobiltelefone wurden an der Realschule Lichtenau gesammelt. Vorne die Schüler Luis, Jeanine, Kian, hinten Lehrerin Ulrike Steinhagen und Ulrich Klauke vom Erzbischöflichen Generalvikariat.pdp / Thomas ThroenleDas Sammeln von ausgedienten Handys sei gar nicht so schwer, sagen die Schüler. Ungefähr alle zwei Jahre werde in Deutschland ein neues Mobiltelefon gekauft und das ausgediente lande dann in irgendeiner Schublade. „Also muss nur eine Schublade aufgemacht, das alte Handy rausgenommen und in die Sammelbox gelegt werden.“ Steinhagen präsentierte die Informationen von missio: Nach Schätzungen von Experten liegen über 100 Millionen ausgediente Mobiltelefone in den Schubladen bundesdeutscher Haushalte. Dass mit diesen alten Handys noch viel Gutes getan werden kann, überrascht Viele: Die Telefone und Smartphones enthalten wertvolle Rohstoffe, die recycelt werden können, so dass diese wieder verwendet und Ressourcen geschont werden können.  

„Wer sich an der Handy-Sammelaktion von missio beteiligt, schützt nicht nur die Umwelt, vielmehr tut er auch gleichzeitig etwas für Familien in Not“, erläutert Ulrich Klauke vom Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat. Das von missio beauftragte Unternehmen mobile box recycelt die in den gesammelten Alt-Handys vorhandenen wertvollen Rohstoffe und bereitet noch nutzbare Geräte zur Wiederverwendung auf. Für jedes Handy gibt es eine Spende des Unternehmens. Diese Spende hilft beispielsweise Familien in der Demokratischen Republik Kongo in Afrika.  

An der Realschule Lichtenau werden auch Waffeln und Muffins gebacken, die verkauft werden, um missio zu unterstützen. Vorne die Schülerinnen Hannah, Malina, Larissa, hinten Ulrich Klauke vom Erzbischöflichen Generalvikariat und Lehrerin Ulrike Steinhagen.pdp / Thomas Throenle„An unserer Schule ist Recycling ein wichtiges Anliegen“, ergänzt Steinhagen. Die Realschule werde energetisch saniert und zu einem Klima-Campus ausgebaut. Das Schulprojekt „prima-klima“ sei bereits Tradition an der Schule und Recycling, Energieeinsparung und Fairer Handel wären im Blick von Schülern und Lehrern. Auch durch Waffel- und Muffin-Back-Aktionen werde missio unterstützt. „Ich bin dankbar für euer Engagement. Ihr übernehmt Verantwortung und tragt das Thema aus dem Bereich der Schule in eure Familien“, lobte Klauke den Einsatz der Schülerinnen und Schüler und dankte zugleich der Realschule Lichtenau.