Von Panama nach Paderborn

Weltjugendtags-Pilger sind zurück in der Heimat

WJT Panama In Panama trafen sich hunderttausende junge Menschen, um ihren Glauben zu feiern.Laura KoniecznyPaderborn, Panama-City, 4. Februar 2019. Es waren aufregende Tage für die Pilgerinnen und Pilger aus dem Erzbistum Paderborn. Drei Wochen lang haben sie Costa Rica erkundet und an den Tagen der Begegnung in der Diözese San Isidro teilgenommen, das Hauptprogramm des Weltjugendtags in Panama erlebt und anschließend weitere Tage im Land verbracht. Am Sonntag kehrte die Gruppe heim – mit unzähligen neuen Eindrücken und gestärkt im Glauben.

„Weltjugendtag bedeutet, sich auf ein Abenteuer einzulassen“, hatte Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder in seiner Predigt während der Eröffnungsmesse in Costa Rica gesagt. „Wer sich auf Jesus einlässt, lässt sich auf das größte Abendteuer ein.“ Er forderte die jungen Christinnen und Christen auf: „Wir müssen Kirche global erleben. Kirche ist viel mehr als nur unsere Gemeinden in Deutschland.“ Er sollte Recht behalten. Während der Tage der Begegnung in Costa Rica teilten die jungen Menschen den Alltag mit Gastfamilien in San Isidro. Zudem besuchten sie aufgrund der Kooperation des Kolping Diözesanverbands Paderborn und Kolping Costa Rica die Kolpingfamilie in Bolivia, die mithilfe deutscher Spenden und des Einsatzes engagierter Christen vor Ort unter anderem nachhaltigen Kaffeeanbau, Nähprojekte für Frauen und Mikrokredite für Farmer unterstützt.

Auch das Hauptprogramm des Weltjugendtags in Panama-Stadt vom 22. bis 27. Januar hielt zahllose neue Eindrücke bereit. Mehr als 112.000 Pilgerinnen und Pilger aus 156 Ländern waren in diesen Tagen zu Besuch in der 813.000-Einwohner-Stadt. Mittendrin: die 151 Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Erzbistum Paderborn. „Jeder Weltjugendtag ist anders“, fasste Hannes Wichmann aus Paderborn zusammen. Der 28-Jährige hatte zuvor bereits an den Reisen nach Brasilien (2013) und Polen (2016) teilgenommen. Sein persönlicher Höhepunkt in Südamerika: „Die Offenheit und Herzlichkeit der Menschen hat mich total umgehauen.“ Davon wolle er etwas mit nach Hause nehmen und „auch einfach mal fremde Menschen anlächeln.“

Die Freude am gemeinsamen Glauben wurde vor allem während der Abschlussveranstaltung im Metropark deutlich. 600.000 junge Menschen feierten an einem Samstagabend gemeinsam mit Papst Franziskus Vigil. Neben stimmungsvollen Tanz- und Musikdarbietungen, der Anbetung des Allerheiligsten und einer langen Zeit der Stille sprach der Heilige Vater zu den Jugendlichen. In seiner Predigt während der Abschluss- und Aussendungsmesse am Sonntagmorgen fand Papst Franziskus deutliche Worte: „Denn, liebe junge Freunde, ihr seid nicht die Zukunft, sondern das Jetzt Gottes.“

Das „Ja“ zum Leben, zum aktiven Glauben, trug die jungen Pilgerinnen und Pilger durch die Reise. Auch nach dem Ende des Hauptprogramms, während sie gemeinsam die Küsten, Flora und Fauna Panamas erkundeten und genossen, sprachen sie über das Erlebte, beteten und sangen gemeinsam.

Benedikt Hebbecker, Weltjugendtagsreferent des Erzbistums Paderborn, zeigt sich zufrieden mit der Reise: „Ich bin sehr froh, dass die Organisation des Weltjugendtages so reibungslos funktioniert hat. Die Organisatoren in Panama haben großartige Arbeit geleistet, sodass ein echtes Glaubensfest möglich war.“ Sowohl in Costa Rica als auch in Panama habe die Gruppe überall erlebt, wie sehr sich die Menschen freuen, die Jugendlichen der Welt als Gäste aufnehmen zu dürfen. „Durch die Begegnung mit den Menschen und die Ermutigung des Papstes haben wir neuen Schwung und neue Ideen für die Kirche in Deutschland erhalten.“ Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder zeigt sich dankbar für die Reise: „Der Weltjugendtag ist ein Geschenk des Himmels. Denn in diesen Tagen erleben wir eine junge und fröhliche Kirche.“

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