Frieden braucht Vielfalt

Pfadfinder bringen das „Friedenslicht aus Bethlehem“ zu Erzbischof Becker und in den Paderborner Dom

Das „Friedenslicht aus Bethlehem“ bringt auch Gesichter zum Strahlen (v.l.): Schwester Maria Lioba, Marlies Fricke, Patrick Höckelmann, Erzbischof Hans-Josef Becker, Matthias Micheel, Christin Rottmann, Diözesankurat Vikar Tobias Hasselmeyer und Schwester Gertrude.pdp/Maria AßhauerPaderborn, 18. Dezember 2018. Jedes Jahr zu Beginn der Adventszeit entzündet ein Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem das „Friedenslicht“. Von dort reist das Licht in die Welt. Es entsteht ein „Lauffeuer“, das auf der ganzen Welt Zeugnis gibt von der Geburt Jesu – auch in Paderborn: Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Erzbistum Paderborn brachten das „Friedenslicht“ jetzt zu Erzbischof Hans-Josef Becker und in den Hohen Dom.      

Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder tragen das Friedenslicht an über 500 Orte und setzen damit ein Zeichen für Frieden und Völkerverständigung. In Deutschland sorgen die vier Ringverbände der Pfadfinder und der Verband Deutscher Altpfadfindergilden dafür, dass das Friedenslicht bei den Menschen ankommt und zu Weihnachten das Licht aus Bethlehem ein „Zuhause“ findet. Am Sonntag hatte das Licht von Dortmund aus seinen Weg in das gesamte Erzbistum angetreten: Fast 900 Menschen kamen dort bei einer ökumenischen Aussendungsfeier in der St. Josephs-Kirche zusammen.  

Erzbischof Hans-Josef Becker freute sich über den besonderen Besuch im Bischofshaus: Christin Rottmann und Patrick Höckelmann, beide Vorstand im DPSG-Diözesanverband Paderborn, und Diözesankurat Tobias Hasselmeyer überbrachten dem Paderborner Oberhirten das Friedenslicht. Das Leitwort der diesjährigen Aktion lautet „Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft“ – eine Botschaft, die auch Erzbischof Becker aufgriff: "Zunehmend gehen wir in öffentlichen Debatten und in den sozialen Medien respektloser miteinander um. Das Friedenslicht ist für mich ein starkes Zeichen gegen diese Entwicklung".  

Dompropst Monsignore Joachim Göbel (r.) nahm das „Friedenslicht“ im Hohen Dom in Empfang. Kinder des DPSG-Stamms St. Meinolf aus Paderborn brachten stolz ihre selbst gestalteten Kerzen mit, auf denen das Friedenslicht jetzt an der Krippe brennt.pdp/Maria AßhauerVor ihrem Besuch im Bischofshaus brachten die Pfadfinder das Friedenslicht in den Hohen Dom. Kinder des DPSG-Stamms St. Meinolf Paderborn hatten eigens zwei Kerzen gestaltetet, die jetzt – durch das Friedenslicht aus Bethlehem – bei der Krippe im Hasenkamp des Hohen Domes brennen. So kann sich jeder Besucher des Domes das „Friedenslicht“ zum Weihnachtsfest nach Hause holen und ein Zeichen für den Frieden setzen.      

Hintergrund: Aktion „Friedenslicht aus Bethlehem“  
Entstanden ist die Aktion „Friedenslicht“ 1986 auf Initiative des Österreichischen Rundfunks: Jedes Jahr entzündet seitdem ein Kind aus Österreich das Friedenslicht in der Geburtsgrotte in Bethlehem. Aus Israel kommt das Friedenslicht im Flugzeug nach Österreich. Von dort aus bringen Pfadfinder das Licht mit dem Zug weiter an zentrale Orte. An den Haltepunkten des Zuges verteilen sie das Licht am Bahnsteig an die dort wartenden Menschen, die so den „Frieden aus Bethlehem“ zu sich nach Hause tragen. Darüber hinaus wird das „Friedenslicht aus Bethlehem“ in soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Altenheime gebracht, um zu zeigen, dass alte und kranke Menschen zu Weihnachten nicht vergessen sind.