Bistumsweite Eröffnung der „Ewigen Anbetung“ im Hohen Dom

Erzbischof Becker eröffnet „Ewige Anbetung“ mit Gottesdiensten, Betstunden und Anbetung im Paderborner Dom bistumsweit

Die Ewige Anbetung im Erzbistum Paderborn wird am ersten Advent bistumsweit im Paderborner Dom von Erzbischof Hans-Josef Becker eröffnet.pdpPaderborn, 27. November 2018. Die „Ewige Anbetung“ startet im Erzbistum Paderborn jedes Jahr bistumsweit im Hohen Dom zu Paderborn am ersten Advent, dem Beginn des neuen Kirchenjahres, mit Gottesdiensten, Betstunden und Zeiten der Anbetung. Erzbischof Hans-Josef Becker wird in diesem Jahr mit einem Pontifikalamt am Samstagabend, 1. Dezember 2018 um 18 Uhr, die „Ewige Anbetung“ bistumsweit eröffnen. Das Paderborner Metropolitankapitel lädt zur Mitfeier der Gottesdienste und zum Mitbeten im Hohen Dom ein.      

Die lange Geschichte der Kirche lehre, dass echte Erneuerung nur aus einer vertieften Gemeinschaft mit Gott möglich sei, die es allerdings nicht ohne das Gebet gebe, schreibt Domkapitular Dr. Thomas Witt im Namen des Metropolitankapitels in der Einladung zur Teilnahme an der „Ewigen Anbetung“ im Hohen Dom zu Paderborn am ersten Advent. Das Ewige Gebet sei eine Gelegenheit, „einen neuen und vertieften Zugang zum Gebet zu gewinnen“, so der vom Metropolitankapitel mit der Vorbereitung der „Ewigen Anbetung“ beauftragte Domkapitular Dr. Thomas Witt, der zugleich Vorsitzender des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn ist.  

Zu Beginn der „Ewigen Anbetung“ im Erzbistum Paderborn feiert Erzbischof Hans-Josef Becker am Vorabend des ersten Advents, Samstag, 1. Dezember 2018, um 18 Uhr ein Pontifikalamt im Hohen Dom. Daran schließt sich eine Zeit der Anbetung an, die durch meditative Musik, Texte, Lobpreis und Stille gestaltet wird. Dabei ist es den Gläubigen möglich, vor dem Allerheiligsten zu verweilen, eine Kerze zu entzünden, sich ein Wort aus der Heiligen Schrift schenken zu lassen und Gebetsanliegen niederzulegen. Um 23.30 Uhr wird die Komplet gebetet. Es folgt eine stille nächtliche Gebetswache von Mitternacht bis 7 Uhr am Sonntagmorgen, 2. Dezember 2018. Im Hinblick auf die nächtliche Gebetswache teilt Domkapitular Dr. Witt mit, dass „diese besondere Zeit der Stille vor dem im Sakrament anwesenden Herrn“, das „stille Gebet im nächtlichen Dom etwas ganz besonderes“ sei.  

Am Sonntagmorgen, 2. Dezember 2018, werden um 7 Uhr, 8 Uhr, 10 Uhr und 11.45 Uhr die Sonntagsmessen im Hohen Dom gefeiert. Anschließend wird das Allerheiligste zu gestalteten Betstunden ausgesetzt: Begonnen wird mit einer Betstunde für die Verstorbenen um 13 Uhr. Es folgen Betstunden, die von Geistlichen Gemeinschaften (14 Uhr) und der Paderborner Pfarrei St. Liborius (15 Uhr) vorbereitet und gestaltet werden. Es folgt eine Betstunde für die Ordensleute um 16 Uhr. Die „Ewige Anbetung“ im Hohen Dom endet mit einem feierlichen Abschluss um 17 Uhr.      

Hintergrund: Ewige Anbetung  

Über das ganze Kirchenjahr hinweg werden mit der „Ewigen Anbetung“ die Anliegen der Kirche, des Erzbistums Paderborn und der Gemeinden in einer Gebetskette in die Pfarreien und Klöster der Erzdiözese Paderborn getragen. Die „Ewige Anbetung“ geht im Erzbistum Paderborn auf Bischof Konrad Martin zurück, der sie zum ersten Advent 1857 einführte. In seinem damaligen Hirtenschreiben heißt es: „Vom ersten Advents-Sonntage an soll die ewige Anbetung ununterbrochen bei Tag und bei Nacht in Unserer Diöcese fortdauern, dergestalt, daß immer die eine Kirche oder Gemeinde die andere in der Anbetung des Allerheiligsten ablöse in der von Uns festgesetzten Reihenfolge und nach dem einer jeden Kirche und Gemeinde zugemessenen Zeitmaße.“  

Heute wird die „Ewige Anbetung“ im Erzbistum im Sinne einer „täglichen Anbetung“ begangen. Das Erzbistum Paderborn folgt damit der Weisung des Apostels Paulus, der die Thessalonicher in einem Brief mahnt, ohne Unterlass zu beten (1Thess 5,17).