Wichtiger Baustein einer seelsorglichen Kirche

Generalvikar Alfons Hardt trifft Leiter der TelefonSeelsorge im Erzbistum Paderborn

Generalvikar Alfons Hardt (vorne, 2.v.r.) beriet mit den Telefonseelsorgerinnen und -seelsorgern im Erzbistum Paderborn die Entwicklungen in der Arbeit der Telefonseelsorge.Foto: pdp/Maria Aßhauer Paderborn, 26. November 2018. Zum gemeinsamen Jahresgespräch kam Generalvikar Alfons Hardt jetzt mit den hauptamtlichen katholischen Seelsorgern der insgesamt sechs TelefonSeelsorge-Einrichtungen im Erzbistum Paderborn in Paderborn zusammen. Die katholischen Leiter und stellvertretenden Leiter der TelefonSeelsorge Bielefeld, Dortmund, Hagen, Hamm, Paderborn und Siegen erörterten mit Generalvikar Hardt aktuelle Entwicklungen in der Arbeit der TelefonSeelsoge.      

Die Einrichtungen werden gemeinsam von der katholischen und evangelischen Kirche getragen. Bundesroutingbeauftrage Elisabeth Kamender von der TelefonSeelsorge Bielefeld informierte über die erfolgten und kommenden technischen Veränderungen in der TelefonSeelsorge. Für die zahlreichen Anrufenden spiele die Technik keine vorrangige Rolle, für die Sicherung des Datenschutzes und die zugesicherte Anonymität des Angebots sei im Hintergrund die gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom aber von großer Wichtigkeit, so Kamender.  

Die Telefonseelsorger berichteten Generalvikar Alfons Hardt von einem weiterhin großen Redebedarf junger Menschen. Krisen und sexuelle Gewalt seien Themen, die in den E-Mails und Chat-Gesprächen besonders oft angesprochen würden. Die vielen Anfragen verstehen die Seelsorger als Suche nach einer seelsorglichen Kirche, die um der Menschen willen ihrem Auftrag nachkommt. Leider habe eine weitgehend entwickelte Selbsthilfe-App bisher nicht realisiert werden können, weil die dafür nötigen finanziellen Ressourcen bundesweit nicht zur Verfügung stehen würden. Michael Hillenkamp, Diözesanbeauftragter für Telefonseelsorge im Erzbistum Paderborn, wünschte sich in diesem Zusammenhang, die in der Telefonseelsorge selbstverständliche ökumenische Haltung auch in der Schaffung gemeinsamer Strukturen voranzutreiben.    

Immer wieder wurde im gemeinsamen Gespräch mit Generalvikar Alfons Hardt deutlich, dass die Telefonseelsorge als „pastoraler Ort“ ein wichtiger Baustein einer seelsorglichen Kirche ist. Als Pionier einer „virtuellen“ Seelsorge könne das Erzbistum Paderborn von den Erfahrungen und Kompetenzen in vielfältiger Weise profitieren. So sei zum Beispiel eine kontinuierliche ehrenamtliche Mitarbeit  ohne  Präsenz vor Ort denkbar.  

Das vielfältige Themenspektrum des Jahresgesprächs mit Generalvikar Alfons Hardt und Prälat Thomas Dornseifer, Leiter der Hauptabteilung Pastoral, war der Spiegel für eine sich rasant wandelnden „Seelsorgelandschaft“ und bot einen wichtigen Austausch.