Erzbischof Hans-Josef Becker: „Europa steht an einer wichtigen Weggabelung“

Europakongress in Paderborn: Gottesdienst und Empfang

Erzbischof Hans-Josef Becker mit internationalen Konzelebranten beim Gottesdienst in der Paderborner Marktkirche.Karl-Martin Flüter Paderborn, 23. November 2018. Erzbischof Hans-Josef Becker hat am Donnerstag (22. November 2018) die Bedeutung des Christentums für Europa betont. Beim Empfang für die Teilnehmer des Europakongresses in Paderborn sagte der Paderborner Erzbischof, die christliche Welterfahrung habe seit nahezu 2.000 Jahren die innere Haltung und Alltagskultur der Europäer geprägt. Erzbischof Becker ist Schirmherr des Europakongresses. Der Paderborner Erzbischof hatte vor dem Empfang in der Marktkirche eine Heilige Messe mit den Kongress-Teilnehmern gefeiert.  

„Unsere Werte, unsere Hoffnungen, unser Freiheitsbewusstsein, unsere Überzeugungen, dass jede Person einzigartig ist: All das ist ohne das Christentum und die christlichen Kirchen in Europa und in der Welt nicht vorstellbar“, sagte der Paderborner Erzbischof beim Empfang.  

Erzbischof Becker warnte jedoch, Europa stehe heute an einer „wichtigen Weggabelung“. Es müsse „der Verführung widerstehen, sich auch in schwierigen Zeiten in den eigenen engen Grenzen einzurichten.“  

Europa stehe an einer wichtigen Weggabelung, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker beim Empfang für die Teilnehmer des Europakongresses.Karl-Martin Flüter Mit dem Empfang des Paderborner Erzbischofs endete der zweite Tag des dreitägigen Europakongresses, zu dem das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und die Katholische Hochschule NRW nach Paderborn eingeladen hatten.  

Der Europakongress steht am Ende des europäischen Kulturerbejahres, an dem sich das Bonifatiuswerk mit zahlreichen Aktionen und Projekten unter dem Motto „Herkunft hat Zukunft“ beteiligt hat. Unter dem Titel „Religiöse Minderheit – kultureller Mehrwert“ diskutieren etwa 300 Teilnehmer aus 13 europäischen Ländern über die religiöse Prägung Europas in Zeiten der Säkularisierung.