„Schlichten statt Richten“ stets die Maxime

Erzbischof Hans-Josef Becker verabschiedete Vorsitzende des Kirchlichen Arbeitsgerichts

Herbert Suwelack, Heinrich Plückebaum, Johannes Jasper, Sandra Lücke-Claes, Erzbischof Hans-Josef Becker.pdp / Ronald PfaffPaderborn, 13. November 2018. „Meinen herzlichen Dank dafür, was Sie in Ihrer Amtszeit für die Ortskirche von Paderborn getan haben“, verabschiedete Erzbischof Hans-Josef Becker am Montagabend die bisherigen Vorsitzenden des Kirchlichen Arbeitsgerichts erster Instanz für das Erzbistum Paderborn, Herbert Suwelack und Heinrich Plückebaum. Zugleich begrüßte er die Nachfolger im Amt, Johannes Jasper und Sandra Lücke-Claes, im Rahmen einer kleinen Feierstunde.

Zwei Amtsperioden – von 2010 bis 2018 – führten Herbert Suwelack, Vorsitzender, und Heinrich Plückebaum, stellvertretender Vorsitzender, das Kirchliche Arbeitsgericht. „Ihre fachliche Kompetenz, gepaart mit jahrelanger Gerichtserfahrung und dem Gespür für die Chancen der Vermittlung und Schlichtung, schätzten sowohl die Ihnen zur Seite gegebenen Beisitzer als auch die betroffenen Parteien. Auch bei schwierigsten Materien bewahrten Sie einen kühlen Kopf, erinnerten sich an das Wort ‚Ein Blick in das Gesetz, erleichtert die Rechtsfindung‘ und vermittelten zwischen Parteien“, lobte Erzbischof Hans-Josef Becker das Wirken der verdienten Arbeitsgerichtler.

Der Rechtsfrieden habe stets im Mittelpunkt ihres Handelns gestanden. „Schlichten statt Richten“, sei die Maxime gewesen, die die 48 Verfahren in der achtjährigen Amtszeit begleitet habe. Das sei im Sinne des kirchlichen Gesetzgebers, der appelliere, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft würden, um Streitigkeiten außergerichtlich beizulegen, ohne jedoch eine Versöhnungspflicht zwingend zu machen.

Den Dank für eine gute Amtszeit spiegelte Herbert Suwelack zurück: „Ich habe stets eine wohltuende Atmosphäre in Paderborn gespürt, in dem auch hohes Potenzial durch die Beisitzer eingebracht wurde.“ Besonders hervorheben mochte Suwelack aber auch die Zusammenarbeit mit Offizial und Offizialat: „Das Wirken sucht in Deutschland seinesgleichen.“

Neu ernannt wurde Johannes Jasper zum Vorsitzenden des Kirchlichen Arbeitsgerichtes. Er ist Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Hamm. Seine Stellvertreterin ist Sandra Lücke-Claes, die als Richterin am Arbeitsgericht Iserlohn arbeitet. Die Vorgänger hätten die Messlatte hoch gehängt, doch sei er sicher, betonte Erzbischof Hans-Josef Becker, dass die Nachfolger aufgrund ihrer ausgewiesenen Fachkompetenz schnell mit einem eigenen Stil der kirchlichen Arbeitsgerichtsbarkeit einen großen Dienst leisten würden.

Im feierlichen Rahmen fand am Montagabend in Paderborn die Übergabe des Vorsitzes des kirchlichen Arbeitsgerichtes statt.pdp / Ronald PfaffDas Kirchliche Arbeitsgericht erster Instanz für das Erzbistum Paderborn setzt sich neben dem Vorsitzenden und dessen Stellvertreterin aus Beisitzern zusammen.

Beisitzende Richter Mitarbeiterseite : Heide Mohr (Erzbischöfliches Generalvikariat), Friedhelm Leenen (DiAG-MAV Geschäftsstelle), Michael Wosnitza (St. Martinus Hospital Olpe), Martin Schenk (Vors. DiAG-MAV). Beisitzende Richter Dienstgeberseite: Hubert Berschauer (Marienkrankenhaus, Siegen), Heinz-Georg Eirund (Caritasverband Brilon e.V.), Dr. Dorothea Steinebach (Erzbischöfliches Generalvikariat), Michael Wolf (Gemeindeverband Kath. Kirchengemeinden Minden-Ravensberg-Lippe), Dr. Ulrich Dickmann (Katholische Akademie Schwerte), Klaus Reddemann (Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn e.V).

Die Geschäftsstelle ist das Erzbischöfliche Offizialat in Paderborn, Offizial Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB ist zugleich Leiter der Geschäftsstelle. Die zweite Instanz, der Kirchliche Arbeitsgerichtshof, hat seinen Sitz in Bonn, das Arbeitsgericht für KODA-Angelegenheiten (NRW) hat seinen Sitz in Köln.