Nightfever Paderborn feiert zehnjähriges Jubiläum

Heilige Messe mit Erzbischof Hans-Josef Becker am 17. November

Kerzenmeer Nightfever in der Paderborner Marktkirche: ein eindrucksvolles Kerzenmeer.Nightfever/Thomas Koeper Paderborn, 9. November 2018. 80 Nightfever-Abende, 48.000 Kerzen und unzählige Besucher: bereits seit einem Jahrzehnt öffnen sich regelmäßig die Türen der Paderborner Markt- und Universitätskirche, um gemeinsam mit zahlreichen Menschen Nightfever zu feiern. Für die Beteiligten ein guter Grund, zum Jubiläum Paderborns Erzbischof Hans-Josef Becker einzuladen und den Helfern und Unterstützern „Danke“ zu sagen.

„Wir wollen unserem Team und allen Ehemaligen für ihr Engagement etwas zurück geben“, so Raphael Fortströer und Thomas Koeper, Leiter des Nightfever-Teams in Paderborn. Viele seien bereits seit vielen Jahren dabei und zeigten dabei unermüdlichen Einsatz an den Nightfever-Abenden. Dabei gehe es nicht nur um das Mitfeiern der Messe, bereits vorher seien viele beim Aufbau oder im Chor involviert. Während des Abends begrüßen die Helfer die Interessierten in der Kirche oder gehen selbst los, um Menschen einzuladen.

Nightfever ist im Rahmen des Weltjugendtags 2005 in Köln entstanden und seitdem hat es sich weltweit verbreitet. Jeder Abend beginnt mit einer heiligen Messe, anschließend gibt es die Möglichkeiten, zu beten, mit einem Priester zu sprechen oder einfach nur der Musik zu lauschen. Dabei werden auch die Menschen, die auf den Straßen unterwegs sind, eingeladen, eine Kerze anzuzünden und zur Ruhe zu kommen. Das Nachtgebet beschließt den Abend.

Seit November 2008 findet Nightfever alle zwei Monate in der Paderborner Marktkirche statt. Im Laufe der Zeit sind mehrere Orte im Erzbistum dazu gekommen und zu besonderen Anlässen wird in Paderborn auch außer der Reihe Nightfever gefeiert. Ein Highlight ist u.a. der Nightfever-Abend im Hohen Dom zum Libori-Fest. „Ein tolles Erlebnis war auch das gemeinsame Nightfever mit den Maltesern, als die Reliquien der hl. Bernadette aus Lourdes im Dom waren. Da herrschte schon eine besondere Atmosphäre“, berichtet Raphael Fortströer.

Die Marktkirche an einem Nightfever-Abend. Die Marktkirche an einem Nightfever-Abend.Nightfever/Thomas Koeper „Ohne unsere Helfer, die sich alle ehrenamtlich einsetzen, könnten wir Nightfever nicht so gestalten, wie es heute ist. Deswegen möchten wir alle gemeinsam feiern“, lädt Thomas Koeper ein. Aus diesem Grund eröffnet Erzbischof Hans-Josef Becker am Samstag, 17. November um 19 Uhr den Jubiläums-Nightfever-Abend in der Paderborner Marktkirche.

„Was mich an Nightfever anspricht, sind mehrere Dinge: Zunächst die Einfachheit der Geste, mit der die jungen Menschen mit einer Kerze in der Hand auf die Passanten zugehen und sie einladen, in die Kirche zu kommen. Das ist keinesfalls selbstverständlich, diese Hemmschwelle zu überwinden und fremde Menschen auf eine solche Weise anzusprechen“, verdeutlicht Erzbischof Becker. „Im Anschluss können sie in der dunklen Kirche einfach da sein, die ruhige Musik hören, still werden. Nightfever schafft einen Rahmen dafür, dass selbst eher distanzierte Menschen sich einlassen auf bewährte und oft vergessene spirituelle Formen und Haltungen und das in einer Ästhetik, die auch Jüngere schätzen. Jede, jeder ist hier willkommen und wird direkt hineingenommen in die ungewöhnliche Atmosphäre von Licht und Dunkel, von Wort und Schweigen, in die Begegnung mit dem eucharistischen Christus“, führt der Paderborner Oberhirte weiter aus. „Nightfever gehört für mich deshalb zu den aktuell wichtigen missionarischen Initiativen, weil die Menschen behutsam und unaufdringlich auf das Zentrum, die Gegenwart Gottes unter uns, hingeleitet werden.“

Der anschließende Abend wird bis 22:30 Uhr durch Gesang und Gebet gestaltet, bevor die Komplet die Nacht einläutet.

Als ehrenamtliche Initiative ist Nightfever auf Spenden angewiesen. Dies können sowohl finanzielle als auch Sachspenden, wie z.B. Verpflegung der Helfer, sein. Eine Kontaktaufnahme ist unter  möglich. Wer an einer Mitarbeit interessiert ist, kann sich ebenfalls dort melden.