Große Resonanz auf regionale Informationsveranstaltungen

700 Teilnehmer informieren sich über Veränderungen bei der Umsatzsteuer im Bereich der Kirchengemeinden

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen ins Forum St. Liborius in Paderborn, um sich über Neuregelungen der Umsatzbesteuerung im Bereich der Kirchengemeinden zu informieren.pdpPaderborn, 9. November 2018. Möglicherweise lag es an der Komplexität des Themas, vielleicht an dessen Bedeutung oder Dringlichkeit. Rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an den insgesamt 14 regionalen Veranstaltungen zwischen August und November teil, in denen die Mitarbeiter der Stabsstelle Steuern der Hauptabteilung Finanzen im Erzbischöflichen Generalvikariat über Veränderungen bei der Umsatzsteuer im Bereich der Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn informierten. Mit im Boot waren jeweils Mitarbeiter der Katholischen Gemeindeverbände im Erzbistum, um den zahlreichen Ehrenamtlichen ganz unmittelbar Ansprechpartner zu sein.      

Mit einem Treffen im Forum St. Liborius in Paderborn wurde die Reihe der insgesamt 14 regionalen Informationsveranstaltungen abgeschlossen. Hintergrund für die Gesprächs- und Begegnungsangebote ist eine Gesetzesänderung, durch die die steuerlichen Vorgaben für die kirchlichen Körperschaften mit Wirkung ab 2021 deutlich verändert werden. In den Angeboten ging es darum, zu informieren, wie sich die Gemeinden am besten und rechtssicher auf die Zeit nach dem 1. Januar 2021 vorbereiten können, wenn das neue Gesetz seine Wirkung entfaltet.  

„Wir lassen Sie nicht alleine mit der Arbeit“, war die gern gehörte Botschaft von Wolfgang Schulte als Leiter der Stabsstelle Steuern. „Wir unterstützen die Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden ab sofort schon in der Vorbereitungsphase beispielsweise mit Fördermitteln für einen eigenen Steuerberater: 70 Prozent der Aufwendungen werden vom Erzbischöflichen Generalvikariat übernommen, bei einem Höchstbetrag von brutto 3.000 Euro. Umfangreiche Handreichungen und eine aktuelle Internetseite sollen zudem die Arbeit der ehrenamtlichen Gremien in den Gemeinden erleichtern und die von den Kirchvorständen beauftragten Steuerberatern bei der steuerlichen Beurteilung unterstützen.“  

Seit Ende August wurde Vertretern der Kirchenvorstände und bereits beauftragten Steuerberatern bei Informationsveranstaltungen unter anderem in Dortmund, Werl, Arnsberg, Herford, Olpe und Paderborn die Änderungen und die Folgewirkungen für den Bereich der Kirchengemeinden im Erzbistum Paderborn vorgestellt. Dabei erläuterten die Vertreter der Stabsstelle Steuern die bereitgestellten Unterlagen für die Erfassung und Klassifizierung sämtlicher Einnahmen und Tätigkeiten in den Kirchengemeinden. Von den Fachbereichsleitern Finanzen der Gemeindeverbände wurde der mögliche Ablauf der Aufnahme vorgestellt. Erinnert wurde: Absprachen mit den örtlichen Vereinen und Verbänden sind herbeizuführen und Barkassen in eine einheitliche Buchhaltung zu übernehmen. In die neue FiBu-Software für die Kirchengemeinden werden die steuerlichen Regelungen integriert.  

Freuen sich über die große Resonanz auf die insgesamt 14 regionalen Informationsveranstaltungen (v.l.n.r.) Karin Rackow (Gemeindeverband Paderborn, Roland Schmitz, Claus Schmidtmeier und Wolfgang Schulte von der Stabsstelle Steuern im Erzbischöflichen Generalvikariat.pdp„Das Thema: Umsatzsteuer ist in den Kirchengemeinden des Erzbistums Paderborn angekommen. Wir sind beeindruckt über die rege Teilnahme der ehrenamtlichen Vertreter unserer Gemeinden. Wenn nunmehr mit der Bestandsaufnahme und den skizzierten Vorbereitungsarbeiten gestartet wird, sind wir zuversichtlich, dass der Umstieg auf das neue Recht gelingt. Wir werden auch die weiteren Schritte gemeinsam mit den beteiligten Stellen im Erzbischöflichen Generalvikariat und den Gemeindeverbänden unterstützend begleiten“, so Wolfgang Schulte von der Stabsstelle Steuern im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn.  

Zur Klärung der noch offenen Fragen soll auch auf Erfahrungen aus den Gemeinden bei der steuerlichen Erfassung zurückgegriffen werden. Über das Online-Angebot „Verwaltungshandbuch für das Erzbistum Paderborn“ (www.verwaltung-erzbistum-paderborn.de) werden sämtliche Unterlagen zur Unterstützung der Bestandsaufnahmen bereitgestellt. Es ist vorgesehen, weitere Musterverträge mit den notwendigen Steuerklauseln zu veröffentlichen.