Einführung des neuen Messlektionars zum ersten Advent 2018

Erzbistum stellt ersten Band kostenlos Gemeinden zur Verfügung / Diözesane Übergabefeier am Christkönigfest

Aufgeschlagenes Messlektionar Lesejahr C.dbk / Kopp Paderborn / Bonn, 30. Oktober 2018. Am Beginn des neuen Kirchenjahres, am ersten Advent (2. Dezember 2018) wird das neue Messlektionar in den (Erz-)Bistümern des deutschen Sprachraums eingeführt. So kommt die neue Übersetzung der Heiligen Schrift auch in der Liturgie zum Einsatz. Das Erzbistum Paderborn stellt allen Kirchen und Kapellen, in denen regelmäßig eine Sonntagsmesse oder sonntägliche Wort-Gottes-Feiern gefeiert werden, das erste Lektionar kostenlos zur Verfügung. In einer diözesanen Übergabe-Feier am Hochfest Christkönig (25. November 2018) wird Weihbischof Hubert Berenbrinker in einem Pontifikalamt im Hohen Dom je einem Vertreter aus jedem Dekanat des Erzbistums ein neues Lektionar übergeben.  

Das erste Lektionar (Sonntage III/C) wird durch das Erzbistum Paderborn auch allen Kirchen und Kapellen in Krankenhäusern, Altenheimen, Ordenshäusern zur Verfügung gestellt. Im deutschen Sprachraum wird zunächst das Messbuch für das am ersten Advent 2018 beginnende Lesejahr C bereitgestellt. Die weitere Einführung für die folgenden Lesejahre erfolgt schrittweise.  

Das neue Lektionar ist auf insgesamt acht Bände angelegt: Für die biblischen Lesungen an den Sonntagen sind insgesamt drei Bände vorgesehen – entsprechend den drei Lesejahren A, B und C. Die übrigen fünf Bände enthalten die biblischen Texte für die sogenannten geprägten Zeiten (Weihnachts- und Osterfestkreis), für die gewöhnlichen Wochentage und die Heiligenfeste, für die Feier der Sakramente, Sakramentalien sowie von Begräbnissen und schließlich für die verschiedenen Votivmessen (mit Marienmessen).  

Der neue Klang der liturgischen Verkündigung des Wortes Gottes findet in der künftigen Buchgestaltung eine optische Entsprechung. So präsentiert sich das Schriftbild aufgefrischt und zielt auf bessere Lesbarkeit. Die klare und ausdrucksstarke Einbandgestaltung hat der in Wien ansässige Künstler und Designer Christof Cremer gestaltet.  

Wenn mit dem neuen Lektionar ein in Teilen ungewohnter Wortklang der Heiligen Schrift in die gefeierte Liturgie einzieht, eröffnet sich damit zugleich die besondere Gelegenheit, das Wort Gottes wieder intensiver zu hören und sich neu darauf einzulassen – ob als Liturgen, Prediger oder mitfeiernde Gläubige. Die Liturgischen Institute Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, das Katholische Bibelwerk, kirchliche Medienangebote und verschiedene Verlage begleiten die Einführung der künftigen Teilbände und stellen Anregungen zum vertieften Verständnis von Bibel und Liturgie bereit.  

Hintergrund  

Ende 2016 konnten die Bischöfe im deutschen Sprachgebiet nach zehnjähriger Arbeit der Öffentlichkeit die neue Einheitsübersetzung der Bibel übergeben. Sie löste die Vorgängerfassung aus dem Jahr 1979 ab und ist heute die offizielle katholische Übersetzung in deutscher Sprache. Eine ihrer Besonderheiten ist die konsequente Nähe zum Urtext. Sie greift den biblischen Originalton auf, ebenso die typisch biblische Sprach- und Bilderwelt, ohne zu reduzieren oder hinzuzufügen. Die Einheitsübersetzung von 2016 gilt als offizieller deutschsprachiger Bibeltext. Das bedeutet, dass sie auch Eingang in die liturgischen Bücher findet.