Über Stress – und den Umgang damit

3. Gesundheitstag im Erzbistum Paderborn

Die Mitarbeitenden des Erzbistums Paderborn nutzten den Gesundheitstag, um sich zum Thema „Stress und Entspannung“ zu informieren.Foto: pdp/Maria Aßhauer Paderborn, 11. Oktober 2018. Ein Cardio-Scan, ein Stresspilot und Live-Cooking am Standort der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (kefb) im Erzbistum Paderborn? All das gehörte heute zum Angebot beim Gesundheitstag, der sich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Erzbistum Paderborn richtete. Mit dem Thema „Stress und Entspannung“ war scheinbar ein Nerv getroffen worden: Schon nach einer Woche hatten sich 80 Teilnehmende angemeldet, insgesamt nahmen heute rund 100 Menschen teil.  

Eingeladen zum Gesundheitstag, der von der AOK mit verschiedenen Angeboten unterstützt wurde, waren alle Mitarbeiter im Erzbistum Paderborn – Laien wie Geistliche, Reinigungs- wie Führungskräfte. „Stressmanagement ist für jeden ein wichtiges Thema“, erklärte Angelika Hüppmeier, Mitarbeiterin der Personalentwicklung im Erzbischöflichen Generalvikariat  und Organisatorin des Gesundheitstages. „Das ist heute Ihr Tag“, begrüßte sie die Teilnehmenden in der kefb in Paderborn.  

Gerade in Verwaltungen leiden Mitarbeitende oft unter Verspannungen. „Die von uns angebotenen Massage-Termine waren unheimlich schnell vergriffen. Das zeigt, dass wir mit diesem Angebot vielleicht auch auf Gesundheitsangebote aufmerksam machen, deren Notwendigkeit viele zwar einsehen, die in der Hektik des Alltags aber doch immer wieder verschoben werden“, so Angelika Hüppmeier.  

„Das ist Ihr Tag!“, begrüßte Angelika Hüppmeier, Organisatorin des Gesundheitstages, die Gäste in der kefb Paderborn.Foto: pdp/Maria Aßhauer Das Angebot reichte aber weit über die Schulter- und Nackenmassage hinaus: Ernährungsberaterin Dr. Katharina Kiele-Dunsche warf in einem Workshop einen Blick auf die Ernährung in stressgeprägten Phasen. Die Alltagsernährung habe zum größten Teil mit Gewohnheiten zu tun, so die Ernährungsberaterin. Gerade bei Stress schütte der Körper Fette und Kohlenhydrate aus. Besser als Süßes oder Fettiges sei zur Stressbewältigung deshalb Bewegung oder Entspannung. „Essen ist etwas Positives“, ermutigte Dr. Kiele-Dunsche die Workshop-Besucher. „Es ist gar nicht immer nötig, die Ernährung radikal zu ändern. Es kann schon viel helfen, die Alltagsernährung bewusst zu gestalten, statt völlig auf bestimmte Dinge zu verzichten.“  

Dr. Harald Stübs referierte über Möglichkeiten der Stress-Prävention. Der Psychologe machte deutlich, dass Stress-Empfinden subjektiv sei: „Was den einen umhaut, lässt den anderen kalt“, erklärte Dr. Stübs. Oft werde Stress als ein Zuviel an Belastung verstanden, aber auch zu wenige Reize seien nicht gesund. „Gewisse Rahmenbedingungen, die Stress verursachen, können Sie nicht ändern. Deshalb müssen Sie auf sich selber achten, dass es Ihnen damit nicht schlecht geht“, riet der Psychologe seinen Zuhörern.  

Zudem gab es durch Unterstützung der AOK einen Cardio Scan-Checkpoint, einen Stresspilot – ein Mess- und Trainingssystem zur eigenen Beruhigung – und eine Entspannungsoase. Beim Live Cooking konnten die Gäste gesunde Snacks kosten, auf einem Büchertisch galt es, Lesestoff zum Thema zu entdecken. Beim Gesundheitstag sollte aber auch deutlich werden, welche heilende Kraft der Glaube haben kann – dies machten unter anderem die Workshops „Zeit für Ruhe – Zeit für Stille“ und „Singend in Balance kommen“ deutlich.  

Beim Live Cooking konnten die Teilnehmer gesunde und frisch zubereitete Snacks kosten.Foto: pdp/Maria Aßhauer In diesem Jahr konnten sich die Teilnehmer verbindlich für die verschiedenen Angebote anmelden – das erleichterte die Organisation und machte die individuelle Planung für die Teilnehmer einfacher. „Wir haben ein breites Spektrum an Beteiligung ermöglicht: von der Teilnahme an einer Entspannung und einem anschließenden Smoothie bis hin zum Komplett-Paket von 9 bis 16 Uhr“, sagte Angelika Hüppmeier.  

Zum mittlerweile dritten Mal fand der Gesundheitstag im Erzbistum Paderborn statt. Wie auch schon zuvor hat die AOK den Tag unterstützt. „Das ist eine bewährte, gute Zusammenarbeit“, so Hüppmeier. Auch freute sie sich, dass der Tag in der kefb Paderborn stattfinden konnte, wo sie selber auch als Bildungsreferentin arbeitet: „Ein solcher Tag braucht ein ‚Zuhause‘ und das haben wir in der kefb gefunden. Wir haben alle Räume ‚mit Leben‘ gefüllt.“   Angelika Hüppmeier freut sich auch schon jetzt wieder auf zahlreiche Rückmeldungen auf den Tag. „Wir brauchen dieses Feedback, um neue Themen zu identifizieren, denn natürlich wollen wir wissen, wo auch künftig der Bedarf ist."