„Mission ist keine Einbahnstraße“

Monat der Weltmission im Erzbistum Paderborn eröffnet

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Propsteikirche in Werl wurde der Monat der Weltmission im Erzbistum Paderborn eröffnet.Matthias NückelWerl / Paderborn, 8. Oktober 2018. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Werler Propsteikirche St. Walburga ist am Sonntag, 7. Oktober 2018, der Monat der Weltmission im Erzbistum Paderborn eröffnet worden. Weihbischof Matthias König und die Konzelebranten Pfarrer Giday Alema (Äthiopien), Abbé Alain (Kongo) und Pater Frederic (Nigeria) feierten die heilige Messe in der Werler Propstiekirche. Das Leitwort des diesjährigen Weltmissionssonntags, der am 28. Oktober begangen wird, heißt: „Gott ist uns Zuflucht und Stärke“ (Psalm 46).  

Weihbischof König hob in seiner Predigt die zahlreichen Verbindungen aus dem Erzbistum Paderborn nach Äthiopien, dem Partnerland des Sonntags der Weltmission, hervor. Beim diesjährigen Liborifest seien Bischöfe aus dem afrikanischen Land zu Gast gewesen, er selbst habe Äthiopien einige Male besucht und zahlreiche Gruppen aus dem Erzbistum pflegten Kontakte zu dem Katholiken dort. „Mission ist keine Einbahnstraße“, betonte Weihbischof König. Denn die Menschen aus dem Erzbistum, die in Äthiopien gewesen seien, hätten sich anstecken lassen von der Freude, mit der die Katholiken dort ihren Glauben leben. „Der Glaube und die Freude kommt immer auch zu uns, wenn Menschen aus diesen Ländern zu uns kommen“, so der Bischofsvikar für Aufgaben der Weltkirche und Weltmission im Erzbistum Paderborn.  

Weihbischof König würdigte die Arbeit der katholischen Kirche im afrikanischen Land: „Die katholische Kirche in Äthiopien ist das, was das Evangelium von uns allen erwartet – nämlich Sauerteig, der die Gesellschaft durchdringt, dass sich alles zum Besseren wendet.“ Obwohl die Katholiken nur eine kleine Minderheit seien, falle die Kirche in Äthiopien auf. Sie setze sich für Gerechtigkeit, Bildung und gegen Armut ein. Sie habe eine Universität aufgebaut sowie Gesundheitsstationen und Kliniken, in denen allen Menschen geholfen werde. In den Schulen vermittle die Kirche nicht nur Bildung, sondern auch Bewusstseinsbildung für den Frieden. Zudem engagiere sie sich für die vielen Flüchtlinge vor allen aus dem Nachbarland Eritrea.  

Dies alles sei möglich, weil die „kleine“ katholische Kirche in Äthiopien in die große Weltkirche eingebunden sei, betonte der Weihbischof. „Daher bekommen die Menschen dort Kraft.“  

Propst Michael Feldmann hatte zu Beginn des Gottesdienstes in der Propsteikirche in Werl, der von der Gruppe „Funkenflug“ musikalisch gestaltet wurde, die Gäste begrüßt. Mit Blick auf die Konzelebranten sagte er: „Viel mehr Weltliche ist kaum möglich.“  

Pfarrer Giday Alema dankte am Ende der Messfeier den Katholiken im Erzbistum Paderborn für die großzügige Unterstützung der Kirche in Äthiopien. Während seiner Besuche in Schulen sei er beeindruckt gewesen vom großen Interesse junger Menschen an seiner Arbeit.  

Ein afrikanischer Abend – mit Musik und Speisen aus Äthiopien – im Walburgahaus beschloss die Feier zur Eröffnung des Monats der Weltmission.  

Text: Matthias Nückel