„Schnittstelle zwischen Alt und Neu“

Generalvikar Hardt segnet Um- und Neubau der Ursulinenschulen in Werl

Generalvikar Alfons Hardt auf der „Schnittstelle zwischen Alt und Neu“, dem Übergang vom Kloster zum neuen Anbau der Ursulinenschulen in Werl.BunteWerl / Paderborn, 5. Oktober 2018. Seinen Betrieb hat das neue U-Café 2.0 der Ursulinenschulen schon zum Schuljahresbeginn aufgenommen, und auch in neuen Schulräumen dürften bereits einige Köpfe geraucht haben. Jetzt kam zur offiziellen Einweihung der Segen von ganz oben, vom Generalvikar des Paderborner Erzbischofs.  

Generalvikar Alfons Hardt steht an der Schwelle. Und zwar an der Schwelle jener Tür, die vom komplett neu ans bestehende Gebäude angedockte U-Café zum einstigen Theatersaal führt. „Man hat mir gesagt, hier solle ich mich hinstellen, denn dies sei die Schnittstelle zwischen Alt und Neu“, so der ranghohe Vertreter des Erzbistums Paderborn, bevor er wieder umschaltet von „weltlich“ auf „geistig“ und auch diesen Raum segnet, wie schon einige andere zuvor auf dem Weg durch das Gebäude.  

Der Bau des Cafés sei nicht gemäß Sprichwörtern wie „Essen hält Leib und Seele zusammen“ aus niederen Instinkten erfolgt, so Generalvikar Alfons Hardt wenig später, sondern eher gemäß Ludwig Feuerbachs berühmtem Ausspruch „Der Mensch ist, was er isst“, zitiert er den Philosophen. Doch die philosophischen Denker werden häufiger bemüht, ganz so, als wolle man zeigen, dass auch eine Schule in kirchlicher Trägerschaft durchaus weltlich verhaftet sein kann.  

Freuen sich über den Abschluss der Umbaumaßnahmen an den Ursulinenschulen in Werl: Dompropst Joachim Göbel (Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung), Schwester Hildegard (Oberin der Werler Ursulinen), Anne-Kristin Brunn (Leiterin der Ursulinenschulen), Generalvikar Alfons Hardt.BunteDer Umbau sei nicht nur optisch gelungen, so Generalvikar Hardt weiter, sondern auch alltagstauglich. Sein Dank gilt nicht nur Architekt Nils Oetterer und seinem Team, sondern auch der Stadtverwaltung, „denn ohne unsere gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit wäre es dem Erzbistum nicht möglich, hier in Werl Schule zu machen.“  

Bürgermeister Michael Grossmann lobte seinerseits: „Es war von vorne herein beachtlich, wie offen hier Entscheidungen getroffen wurden, aus der Erkenntnis heraus, wie sich der Bedarf geändert hat und wie sich die Lage hier im Konvent ändert.“ Der Ursulinen-Stift, der sich nach und nach aus dem Komplex zurückzieht, sieht es übrigens nicht minder positiv: „Es ist gut, dass endlich wieder Leben ins Haus kommt. Es war doch recht still hier, seit die letzten Internatsschülerinnen gegangen waren“, so Schwester Hildegard, Oberin der Werler Ursulinen.