„Uns verbindet die Liebe zum Christentum und zum Glauben“

Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem stellt anlässlich der Herbstinvestitur in Paderborn seine Ziele vor

Paderborn, 28. September 2018. (v.l.) Dr. Detlef Brümmer, Statthalter der Deutschen Statthalterei, Dr. Christina Cramer, Dr. Bernhard König, leitender Komtur der Komturei St. Meinwerk Paderborn, Dr. Michael Schnieders, Präsident der Provinz Rheinland-Westfalen freuen sich auf die Herbstinvestitur in Paderborn.pdp„Für das Heilige Land sorgen, den Glauben bekennen, Kirche und Gesellschaft dienen“, lauten die Ziele des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. An diesem Wochenende begeht der Orden in Paderborn seine Herbstinvestitur, zu der 620 Ordensdamen und -herren in Paderborn erwartet werden. Höhepunkt ist der Investiturgottesdienst im Hohen Dom am Samstag, 29. September 2018, in dem 18 Kandidatinnen und Kandidaten neu in den Ritterorden aufgenommen werden. Auf einer Pressekonferenz stellten Dr. Detlef Brümmer, Statthalter der Deutschen Statthalterei, Dr. Michael Schnieders, Präsident der Provinz Rheinland-Westfalen und Dr. Bernhard König, leitender Komtur der Komturei St. Meinwerk Paderborn, die Arbeit des Ordens vor. Mit Dr. Christina Cramer (48) aus Paderborn war auch eine der Kandidatinnen anwesend, die am Samstag in den Ritterorden aufgenommen werden.

Sie sei von einer mit ihr befreundeten Dame des Ordens gefragt worden, ob sie dem Orden beitreten wolle, sagte Dr. Christina Cramer. Bei einem ersten unverbindlichen Treffen habe sie die offene, freundliche Atmosphäre fasziniert, die zwischen den Mitgliedern herrsche. Die Herren und Damen des Ordens seien verschiedenen Alters und Herkunft und verträten unterschiedliche Ansichten. „Aber eins verbindet sie: die Liebe zum Christentum und zum Glauben sowie der Wunsch, sich damit zu beschäftigen und damit zu ringen“, so Dr. Cramer. Auch die Verbindlichkeit, die mit dem Ordensversprechen geschaffen werde, sei anziehend für sie.

Dr. Brümmer gab einen kurzen Einblick in die Entstehung des Ordens: Aus einer mittelalterliche Pilgerbewegung heraus habe sich im 19. Jahrhundert die Vereinigung in ihrer heutigen Form entwickelt. Weltweit habe der Orden derzeit rund 30.000 Mitglieder in 58 Statthaltereien, in Deutschland gäbe es rund 1.500 Mitglieder in 38 örtlichen Gruppen. Die Komturei St. Meinwerk Paderborn habe 48 Mitglieder, das Einzugsgebiet reiche von der Weser bis ins Sauerland.

Der Statthalter der Deutschen Statthalterei erläuterte weiter, dass das „Heilige Land“, für das der Orden sorge, Israel, Jordanien und die palästinensischen Autonomiegebiete umfasse. Dort gehe es darum, die Christen zu unterstützen: durch Pilgerreisen, um bei den Menschen dort zu sein, aber auch finanziell. Dr. Brümmer benannte die Summe, die jährlich weltweit durch den Orden aufgebracht werde, mit durchschnittlich 12 Millionen Dollar. Rund 1,7 Millionen Euro kämen jährlich aus Deutschland. Mit dem Geld würden die 60 Pfarreien im Heiligen Land unterstützt, 40 Schulen sowie weitere soziale Einrichtungen. „Damit wollen wir dafür sorgen, dass die Christen im Heiligen Land eine religiöse Heimat und eine vernünftige Zukunft haben“, so Dr. Brümmer. Weiterhin kümmere man sich um Christen in den riesigen jordanischen Flüchtlingscamps sowie um christliche Migranten, die in Israel als Arbeitskräfte arbeiteten.

Die Unterstützung von Kindern christlicher Flüchtlingsfamilien in Jordanien nannte Komtur Dr. Bernhard König als derzeit wichtiges Anliegen der Komturei St. Meinwerk Paderborn. Erlöse des seit mehreren Jahren am Libori-Fest durchgeführten Bücherbasars sowie Spenden machten es möglich, dass diese Kinder eine Schule besuchen könnten. Die Mitglieder der Komturei reisen regelmäßig ins Heilige Land, um dort die Heiligen Stätten und die geförderten Projekte zu besuchen.

Ablauf der Herbstinvestitur

Den Auftakt der dreitägigen Investiturfeier bildet eine Vesper am Freitag, 28. September, um 17.30 Uhr, in der Paderborner Marktkirche. Dem feierlichen Gottesdienst steht Domkapitular Monsignore Andreas Kurte vor.

Am Samstag, 29. September, um 16.00 Uhr findet im Hohen Dom der Investiturgottes-dienst mit dem Großprior der Deutschen Statthalterei, dem Münchener Erzbischof und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, statt. In diesem Gottesdienst werden 18 Kandidatinnen und Kandidaten neu in den Ritterorden aufgenommen.

Zum Abschluss der dreitägigen Feierlichkeiten wird am Sonntag, 30. September, der Erz-bischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, der auch Prior der Provinz Rheinland-Westfalen des Ritterordens vom Heiligen Grab ist, im Dom zu Paderborn um 10.00 Uhr mit den Ordensangehörigen und ihren Gästen einen Gottesdienst feiern.