„Ein moderner Leuchtturm, der in die Fläche strahlt“

Räume der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (kefb) in Paderborn nach Renovierung neu eröffnet

Menschen miteinander in Austausch zu bringen, ist das Ziel der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung – auch in Paderborn.Foto: pdp/Maria Aßhauer Paderborn, 18. September 2018. Bildung vor Ort zu ermöglichen, nahe bei den Menschen – das ist der Anspruch der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung (kefb) im Erzbistum Paderborn. Der kefb-Standort in Paderborn macht bedarfsgerechte, serviceorientierte und moderne Bildung in den Dekanaten Büren-Delbrück, Höxter, Lippstadt-Rüthen und Paderborn möglich. Seit April dieses Jahres erstrahlt der Standort an der Paderborner Giersmauer frisch renoviert in neuem Glanz.      

Die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung im Erzbistum Paderborn ist über fünf regionale Dienststellen in Arnsberg, Bielefeld, Dortmund, Olpe und in Paderborn organisiert. „Als kirchlicher Bildungsanbieter möchten wir Menschen zusammenbringen, damit sie voneinander lernen und sich austauschen, auch über ihren Glauben“, erklärt Markus Schmiegel, der den kefb-Standort in Paderborn leitet. Was heißt das konkret? Hat jemand in einer Kirchengemeinde beispielsweise die Idee für ein Bildungsangebot, helfen die Bildungsreferenten und Verwaltungsmitarbeiter der kefb, ein bedarfsgerechtes Angebot zu vermitteln. Dabei kann die kefb auf ein Netzwerk von rund 180 Dozenten zurückgreifen sowie auf zahlreiche weitere Kooperationspartner – so entsteht Bildung direkt „vor Ort“.  

Im neu gestalteten Ruheraum im Untergeschoss der kefb-Stelle Paderborn ist Entspannung und zur Ruhekommen möglich, wie kefb-Stellen-Leiter Markus Schmiegel (hintere Reihe Mitte) bei der Wiedereröffnung erklärte.Foto: pdp/Maria Aßhauer Gemeinsam mit Markus Schmiegel arbeiten weitere acht Mitarbeiterinnen in Paderborn dafür, kirchliche Erwachsenenbildung in der Fläche entstehen zu lassen. Das Ergebnis dieser Arbeit kann sich sehen lassen: 2017 fanden 861 Kurse in Verantwortung der kefb Paderborn statt, rund 9.600 Menschen nahmen daran teil.  

Die Räumlichkeiten in Paderborn, in denen Markus Schmiegel und sein Team arbeiten und in denen auch Bildungsangebote stattfinden, haben jetzt eine „General-Überholung“ erfahren: Vom 1. November 2017 bis zum 1. April 2018 wurden sie renoviert. „Wir haben ein halbes Jahr in einer Baustelle gearbeitet. Das war schon eine starke Einschränkung, aber die Handwerker haben ganze Arbeit geleistet, so dass alles fristgerecht fertig geworden ist“, erinnert sich Markus Schmiegel.  

Zuletzt wurden die Räume vor mehr als vierzig Jahren saniert, jetzt haben sie nicht nur einen neuen Anstrich, sondern auch eine völlig neue Ausrichtung bekommen: Alles wirkt modern und hell mit viel einfallendem Tageslicht. Unter anderem wurden alle Wasserleitungen erneuert, es wurde ein langes LAN-Glasfaserkabel verlegt. „Die Digitalisierung kann jetzt auch bei uns einziehen“, so Schmiegel mit einem Schmunzeln. „Unsere Räume eignen sich jetzt auch besser für die berufliche Weiterbildung, vorher waren sie etwas in die Jahre gekommen.“

Im Mutter-Kind-Bereich finden täglich Kurse statt, hier bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten ein Angebot zum Gesellschaftsspiel.Foto: pdp/Maria AßhauerJeder Raum hat einen eigenen charakteristischen Boden bekommen. „Alle Räume können schnell umgeräumt werden für verschiedene Bedarfe. Das war uns wichtig, denn wir wollten nicht mehr nur klassische Vortragsveranstaltungen anbieten, sondern nach den Methoden der modernen Erwachsenenbildung prozesshaft arbeiten und so auch räumlich die Voraussetzungen für ein aktives Mittun und eine Interaktion der Teilnehmer schaffen“, macht Schmiegel deutlich.  

Auf dem Flur im Erdgeschoss gibt es jetzt einen Meeting Point mit Kühlschrank und Tresen, um sich in den Pausen zu stärken – auch im gegenseitigen Austausch. Im Untergeschoss, wo sonst ein Töpferraum war, ist jetzt ein Raum entstanden, der dazu einlädt, zur Ruhe zu kommen: bei Autogenem Training, Wirbelsäulengymnastik und weiteren Entspannungsangeboten.  

Auf den Flurtüren bleibt der Blick an schwarz-orangenen Piktogrammen hängen, die anzeigen, was im Raum dahinter angeboten wird. So signalisiert eine aufstrahlende Glühbirne vor einem Raum im Obergeschoss: Willkommen im Kreativraum! Hier ist Platz, um Ideen zu entwickeln, unter anderem auf einer fast 3,70 m mal 1,20 m großen Kreativwand. „Die mussten wir durchs Fenster holen, weil sie nicht durchs Treppenhaus passte“, veranschaulicht Markus Schmiegel ungeahnte Tücken der Raumausstattung.  

Viele nutzten am Eröffnungstag die Möglichkeit, nicht nur die neuen Räume, sondern auch das breite Spektrum an Kursformaten kennenzulernen.Foto: pdp/Maria AßhauerSeit April, also seit Abschluss der Renovierung, fanden in den neu gestalteten kefb-Räumlichkeiten an der Giersmauer insgesamt bereits rund 80 zusätzliche Veranstaltungen statt. Acht davon werden vom benachbarten Bildungs- und Gästehaus Liborianum angeboten, das – direkt im Anschluss an die kefb – seit April umgebaut wird. Markus Schmiegel betont das gute Miteinander zwischen beiden „Nachbarn“, denn während des Umbaus des kefb-Standortes fand deren Kursbetrieb zum Teil im Liborianum statt.    

„Wir verstehen uns als Anbieter, der in der Fläche wirkt. Durch die Renovierung unserer kefb-Stelle in Paderborn haben wir deshalb jetzt nicht nur moderne Räumlichkeiten für unsere Mitarbeiterinnen und Kursteilnehmer hier in Paderborn, sondern auch einen neuen Leuchtturm, der in Fläche der Dekanate hineinstrahlen kann, in der wir Bildung vor Ort ermöglichen wollen“, ist sich Markus Schmiegel sicher.