Eine „großartige Ära“ geht zu Ende, ein „starkes Team“ übernimmt

Wechsel in der Schulleitung am Gymnasium Maria Königin

Staffelstab übergeben: Die alte und die neue Schulleitung des Gymnasiums Maria Königin mit (v.l.n.r.) Berthold Schleime und Jürgen Lambrecht sowie Christoph Tebrügge und Fabian Borys.Foto: Gymnasium Maria Königin Lennestadt-Altenhundem, 18. September 2018. Mit einem Gottesdienst und einem Festakt wurde in der letzten Woche der Wechsel in der Schulleitung am Gymnasium Maria Königin in Lennestadt-Altenhundem vollzogen. Berthold Schleime und Jürgen Lambrecht haben 21 Jahre den Kurs des „Schiffes“ Maria Königin bestimmt, wie es Sandra Clemens, Miriam Wirtz und Frederik Linn vom Lehrerrat ausdrückten. Vertreter der Schulverwaltung, des Erzbistums Paderborn, der Politik und der Schulgemeinde würdigten die Verdienste der beiden um die Entwicklung des Gymnasiums. Begrüßt wurden aber auch die Nachfolger: Fabian Borys und Christoph Tebrügge.  

Andreas Bölker, Vorsitzender des Trägervereins der Schule, brachte auf den Punkt, was viele empfanden: „Wir verabschieden heute zwei wunderbare Menschen und eine große Institution dieser Schule.“ Eva Jansen, im Erzbistum Paderborn zuständig für katholische Schulen, schloss sich an: „Für Sie war Schulleitung kein Beruf, sondern Berufung.“ Auch Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt bedankte sich für die gute Zusammenarbeit: „Das Gymnasium steht auf soliden Füßen, die Schule ist gut in Schuss. Sie haben sich immer für die Schule eingesetzt und sich kooperativ in Lennestadt eingebracht“.  

Die Schülersprecherinnen Jule Steffen und Julia Nies betonten, dass sie bei der Schulleitung immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen gefunden hätten und immer ein „Gespräch auf Augenhöhe“ stattgefunden habe. Die Devise von Berthold Schleime sei gewesen: „Die Schule ist wichtig, die Schüler sind noch wichtiger.“ Im Vorfeld der Veranstaltung hatten jede Klasse und auch drei ehemalige Kolleginnen ein Video zum Abschied produziert. 

Für die Eltern dankte Jens Eberts den scheidenden Schulleitern. Er betonte die großen Leistungen der beiden, die für das Gymnasium tatsächlich eine „großartige Ära“ bedeutet hätten. Sie hätten in den über zwanzig Jahren im Amt auch ein „Fest der Ideen“ für ihre Schule initiiert.  Martin Dornseifer sprach für die ehemaligen Schülerinnen und Schüler und dankte für das überaus große Engagement der Schulleitung in der Zusammenarbeit mit den schulischen Vereinen. 

Berthold Schleime und Jürgen Lambrecht dankten allen Anwesenden und besonders denjenigen, mit denen sie über einundzwanzig Jahre zusammengearbeitet haben. Neben Schülern, Eltern und Lehrern hoben sie besonders die Patres der Missionare der Heiligen Familie, die Schulsekretärinnen und die Hausmeister hervor.   

„Es gibt Tage, die das Leben einer Schule nachhaltig prägen und bereichern. Heute ist einer dieser Tage.“ Diese Worte von Trägervereins-Vorsitzendem Andreas Bölker waren auf die Einführung der neuen Schulleitung bezogen. Fabian Borys und Christoph Tebrügge erhielten viele gute Wünsche für ihre neue Aufgabe. In allen Redebeiträgen klang die Gewissheit durch, dass beide das Gymnasium als „starkes Team“ weiter führen werden. Der Lehrerrat überreichte ihnen jeweils einen Kompass als Symbol für eine gute Orientierung auf dem Weg. Der Leitende Regierungsschuldirektor Dr. Stefan Werth wünschte ein herzliches „Glück auf!“ für die Neuen. Er warnte davor, nur das Bestehende zu verwalten. Wie „unter Tage“ dürfe es keinen Stillstand geben, sondern man müsse die Schule ständig weiterentwickeln. Dass es dennoch in einer Zeit der Umbrüche keine gefährlichen Brüche geben werde, dessen war sich Berthold Schleime mit Blick auf seinen Nachfolger sicher.  

Die abschließende Rede des neuen Schulleiters bestätigte diese Annahme. Erziehung und Bildung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes und Kommunikation als Dreh- und Angelpunkt der Schulleitung waren zentrale Stichworte seiner Ansprache. 

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und darauf, an diesem wunderbaren und außergewöhnlichen Ort zu leben, zu lernen, zu glauben und zu helfen“, nahm Borys Bezug auf das Motto des letztjährigen Schuljubiläums.   

Begonnen hatte der Festtag mit einem Gottesdienst, dem Pater Johannes Nies und Pater Adolf Reiners, beide auch ehemals in der Schulleitung von Maria Königin, vorstanden. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen Hendrik Schörmann, Frederik Linn, Monika Lohmeyer und als Überraschung ein Lehrerchor. Beim Festakt in der Sporthalle zeigte einmal mehr das Orchester des Gymnasiums unter Leitung von Frederik Linn sein Können.