Was kann und darf die molekulare Medizin?

Ärztetag im Erzbistum Paderborn am 10. November 2018

Um Chancen und Risiken molekularer Medizin geht es am 10. November 2018 beim 34. Ärztetag im Erzbistum Paderborn. Paderborn, 13. September 2018. Die molekulare Medizin, eine noch verhältnismäßig junge Fachdisziplin, ermöglicht mit Hilfe der Genetik einen immer genaueren Blick auf die verursachenden Faktoren von Krankheiten. Wird es künftig beispielsweise möglich sein, durch die Molekularmedizin den Krebs zu besiegen? Solche Hoffnungen, aber auch Risiken werden mit der molekularen Medizin verbunden. Der 34. Ärztetag im Erzbistum Paderborn wird sich am 10. November im Heinz Nixdorf MuseumsForum mit den „Möglichkeiten, Grenzen und Risiken molekularer Medizin“ beschäftigen – aus der Sicht der theologischen Ethik und der Medizin.      

Die Erkenntnis, dass an nahezu allen menschlichen Erkrankungen genetische Faktoren beteiligt sind, hat die medizinische Forschung beflügelt. Die molekulare Medizin gilt als Meilenstein in der Gesundheitsversorgung, da sie es ermöglicht, medizinische Zusammenhänge immer besser zu verstehen und für Diagnostik und Therapie nutzbar zu machen. Die Molekularmedizin stößt jedoch in Grenzbereiche vor, wenn der Blick in das Genom eines gesunden Menschen Veranlagungen aufdeckt, die möglicherweise im Lauf des Lebens zu einer Erkrankung führen können. Welche Belastungen und schweren Entscheidungen bringt eine solche Risikodiagnose für einen Menschen mit sich?  

Der 34. Ärztetag in Paderborn rückt diese medizin-ethischen Fragestellungen am 10. November 2018 ab 9.30 Uhr in den Fokus. Nach der Eröffnung der Tagung durch Erzbischof Hans-Josef Becker stehen verschiedene Fachreferate aus den Bereichen Medizin und Ethik auf der Agenda: Professor Dr. rer. nat. Hendrik Milting vom Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen spricht zum Thema „Molekulare Genetik in der Herz-Kreislauf-Medizin – Chancen für die Patienten und Grenzen des Machbaren“. Um „Fortschritte bei der Diagnostik und Therapie erblicher Krankheiten“ geht es bei Professor Dr. med. Markus Nöthen von der Universität Bonn. Professorin Dr. theol. Katharina Klöcker von der Universität Bochum beschäftigt sich schließlich mit dem Thema „Vulnerabilität als Defizit? Theologisch-ethische Anmerkungen zur postnatalen Gendiagnostik“.  

Nach dem medizinischen und ethischen Input erwartet die Teilnehmenden am Nachmittag noch eine Führung durch die Ausstellung „Gotik – Der Paderborner Dom und die Baukultur des 13. Jahrhunderts“ im Erzbischöflichen Diözesanmuseum.      

Weitere Informationen: Sekretariat im Bildungs- und Gästehaus Liborianum – Tel. 05251/125 4462.      

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