14 Veranstaltungen zum Thema Umsatzsteuer

Erzbistum Paderborn und Gemeindeverbände informieren über ein komplexes Thema

v.l. Josef Mertens, (Geschäftsführer der katholischen Gemeindeverbände Hellweg, Hochsauerland-Waldeck und Siegerland Südsauerland), Jutta Loke (stellv. Geschäftsführerin), Wolfgang Schulte (Leiter Stabsstelle Steuern im Erzbischöflichen Generalvikariat) und Thomas Schneider (künftiger Abteilungsleiter Gemeindefinanzen in den kooperierenden Gemeindeverbänden) luden zu einer Informationsveranstaltung zum Thema \"Umsatzsteuer\" nach Soest ein.pdpSoest / Paderborn, 10. September 2018. Der 1. Januar 2021 ist für alle Kirchengemeinden ein wichtiger Stichtag. Mit diesem Datum läuft nämlich die Optionsfrist für Körperschaften öffentlichen Rechts aus und das wirtschaftliche Handeln eben auch von Kirchen unterliegt dann in Deutschland der Umsatzsteuer. „Dieser Tag wird viel verändern – aber wir werden darauf vorbereitet sein“, versprach Josef Mertens, Geschäftsführer der katholischen Gemeindeverbände Hellweg, Hochsauerland-Waldeck und Siegerland Südsauerland, am Donnerstagabend im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Soester Hotel Susato. Es war die erste von insgesamt 14 Veranstaltungen, die von September bis November an mehreren Orten des Erzbistums Paderborn stattfinden. Die Einladung erfolgt durch das Erzbistum Paderborn in Zusammenarbeit mit den Gemeindeverbänden.

Über 50 Kirchenvorstände kamen zu der ersten Veranstaltung nach Soest, um sich auf den neuesten Stand bringen zur lassen, wie weit das „Projekt Umsatzsteuer“ fortgeschritten ist. „Ich hoffe nur, dass dies nicht noch mehr Arbeit für uns bedeutet“, fasste ein Teilnehmer vor Beginn der Veranstaltung die Befürchtung vieler ehrenamtlicher Mandatsträger zusammen.

Ein wichtiges Stichwort auch für Wolfgang Schulte, Leiter der Stabsstelle Steuern in der Hauptabteilung Finanzen des Erzbischöflichen Generalvikariats in Paderborn. Er war einer von zwei Referenten, die darüber informierten, wie sich die Gemeinden am besten und vor allem rechtssicher auf die Zeit nach dem 1. Januar 2021 vorbereiten können. In einer umfangreichen Präsentation schilderte er detailreich die jetzige Ausgangslage, die künftige Rechtslage und die Hilfen des Erzbistums. „Wir lassen Sie nicht alleine mit der Arbeit sitzen. Zum Beispiel unterstützen wir sie ab sofort auch schon in der Vorbereitungsphase mit Fördermitteln für einen eigenen Steuerberater“, erläuterte Schulte. Umfangreiche Handreichungen des Erzbistums und eine stets aktuelle Internetseite sollen zudem die Arbeit der ehrenamtlichen Gremien in den Gemeinden erleichtern und den Kirchvorständen sowohl das notwendige Fachwissen als auch Rechtssicherheit im Umgang mit der Umsatzsteuer vermitteln.

Über 50 Kirchenvorstände folgten der Einladung zur Informationsveranstaltung zum Thema \"Umsatzsteuer\". Bis November gibt es weitere Veranstaltungen an verschiedenen Orten des Erzbistums.pdpThomas Schneider, künftiger Abteilungsleiter Gemeindefinanzen in den kooperierenden Gemeindeverbänden, konnte als zweiter Experte an diesem Abend seinem Vorredner nur beipflichten. „Das Thema Umsatzsteuer ist undankbar und auch in der Tiefe kompliziert. Aber als Gemeindeverband werden wir sowohl mit Kompetenz, speziellen EDV-Lösungen als auch der notwendigen Manpower für die Kirchenvorstände da sein“, stellte Schneider die Planungen vor. Mit sogenannten „Mustergemeinden“ werde man alle möglichen Vorgänge vorher testen und erst dann eine bewährte Organisation auf das gesamte Gebiet der Gemeindeverbände „ausrollen“. „Wir sind gerade dabei festzulegen, mit wie vielen und welchen Gemeinden wir in diesen Projektabschnitt starten“, erklärte er.

Noch bis November 2018 „tourt“ das Erzbischöfliche Generalvikariat durch die Gemeinden, um Kirchenvorstände über die Neuregelung der Umsatzbesteuerung zu informieren. Weitere Veranstaltungen finden hierzu noch statt am: 

  • 12. September, 18 Uhr, Kath. Zentrum, Dortmund          
  • 22. September, 10 Uhr, Pfarrheim St. Peter u. Paul, Hemer  
  • 29. September, 10 Uhr, Tagungshotel Maifeld, Werl                                                                     
  • 1. Oktober, 18.30 Uhr, Schulen der Brede, Brede (Aula)               
  • 11. Oktober, 18 Uhr, Pfarrheim St. Peter u. Paul, Hemer              
  • 11. Oktober, 18 Uhr, Campus der Stadtwerke Arnsberg  
  • 13. Oktober, 10 Uhr, Kath. Zentrum, Dortmund                
  • 29. Oktober, 18 Uhr, Pfarrheim St. Anna (kl. Saal), Verl                                                    
  • 5. November, 18 Uhr, Pfarrheim St. Joh. Bapt., Herford                
  • 6. November, 18 Uhr, Kolpinghaus Olpe,  
  • 7. November, 18.30 Uhr, Forum St. Liborius, Paderborn   

Anmeldungen sind direkt bei der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung möglich oder bei den zuständigen Gemeindeverbänden. Hier kann man sich auch bei weiteren Fragen an den jeweiligen Experten wenden.