„Wir möchten etwas zurückgeben“

Erzbistum Paderborn lädt am 4. Oktober 2018 zum Lehrertag nach Paderborn ein - Interview mit Dr. Dennis Lewandowski

Dr. Dennis Lewandowski leitet seit September 2017 die Abteilung Religionspädagogik im Erzbischöflichen Generalvikariat mit Sitz am Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit (IRuM) im Erzbistum Paderborn.Foto: pdp/Maria AßhauerPaderborn, 5. September 2018. Rund 800 Lehrerinnen und Lehrer arbeiten an den 19 Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn. Sie zeigen jungen Menschen durch eine fundierte Bildung auf Grundlage christlicher Werte Lebens- und Glaubensperspektiven auf. Dafür möchte das Erzbistum „Danke“ sagen – und lädt deshalb die Lehrer all seiner Schulen am 4. Oktober 2018 nach Paderborn ein. Dr. Dennis Lewandowski, seit September 2017 Leiter der Abteilung Religionspädagogik im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn, ist unter anderem für die Vorbereitung des Lehrertags verantwortlich. Im Interview wirft der 34-jährige Pädagoge einen Blick voraus auf das Treffen in Paderborn.      

Herr Dr. Lewandowski, wie ist die Idee zum Lehrertag entstanden?  
Die Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen in unserer Trägerschaft leisten Tag für Tag eine engagierte Arbeit. Über ihre Bildungsaufgabe hinaus geben sie ein Glaubenszeugnis – unabhängig von ihrer Fachdisziplin. Das Erzbistum Paderborn möchte dafür etwas zurückgeben. Deshalb richtet sich unsere Einladung an alle Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer und nicht nur an die Religionslehrer. Erzbischof Hans-Josef Becker, der Vorsitzender der Kommission Schule und Erziehung der Deutschen Bischofskonferenz ist, liegt dieser Dank ebenfalls am Herzen: Als „Schulbischof“ wird er zu Beginn des Tages mit den Lehrerinnen und Lehrern die Heilige Messe im Paderborner Dom feiern.      

Was erwartet die Teilnehmer am 4. Oktober darüber hinaus?  
Nach der Heiligen Messe im Hohen Dom mit Erzbischof Hans-Josef Becker geht es zunächst in der PaderHalle in Paderborn weiter: Dort wird Dompropst Joachim Göbel als Leiter der Hauptabteilung Schule und Erziehung im Generalvikariat und als Veranstalter des Lehrertages die Gäste begrüßen. Anschließend wird Professor Dr. Christoph Stiegemann, Direktor des Erzbischöflichen Diözesanmuseums, in der PaderHalle mit einem Vortrag zum 950-jährigen Weihejubiläum des Imad-Domes auf das vielfältige Nachmittagsprogramm einstimmen, das aus ganz unterschiedlichen Angeboten rund um den Dom besteht.      

Können Sie Beispiele benennen?  
Für mehrere hundert Teilnehmer, die wir erwarten, haben wir knapp zwanzig Angebote vorbereitet. Neben einer klassischen Führung durch den Dom oder einer Orgelführung kann etwa der Domturm erklommen und das neue Geläute des Doms besichtigt werden. Bücherschätze des Erzbistums können entdeckt werden, es wird ein Überblick über die Sanierungsmaßnahmen am Hohen Dom gegeben, die Berufe des Restaurators und Glaskünstlers werden vorgestellt, es können sogar Unterrichtsspuren zur Perspektive des heiligen Liborius entwickelt werden und vieles mehr. Dieses breite Angebot ist nur möglich dank der Mithilfe zahlreicher Dozenten und Begleiter.      

Was wünschen Sie sich für den Lehrertag?  
Vor allem natürlich gutes Wetter als Grundvoraussetzung. Darüber hinaus würde ich mir wünschen, dass die große Gemeinschaft aller 19 Schulen des Erzbistums Paderborn erfahrbar wird – ebenso wie das Selbstverständnis des Erzbistums, diese Gemeinschaft nach besten Kräften als Träger zu unterstützen. Wenn unsere Gäste dann noch aus dem von uns angebotenen Input Impulse für ihre Bildungstätigkeit und ihr Glaubenszeugnis an den Schulen mitnehmen, wäre der Lehrertag für mich eine „runde Sache“.      

Vielen Dank für dieses Gespräch, Herr Dr. Lewandowski!   

Das Gespräch führte Maria Aßhauer, Presse- und Informationsstelle im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn