Investitionen in gute Beziehungen

Sanierung und Erweiterung an der Realschule St. Walburga auf der Zielgeraden

Ein Blick auf die Baustelle: Schulhof, umgebauter Schultrakt und neue Sporthalle und Multifunktionsraum.Heinz BruningPaderborn, 27. August 2018. Wenn am Mittwoch die Sommerferien beendet sind und das Schuljahr 2018/2019 in Nordrhein-Westfalen beginnt, werden die Schülerinnen und Schüler der St. Walburga Realschule in Meschede staunend auf die Veränderungen an ihrem Schulkomplex blicken können. Die Baumaßnahmen an der beliebten Realschule haben große Fortschritte gemacht, so dass Ende des Jahres Sanierung und Erweiterung abgeschlossen sind.

„So ganz störungsfrei wird der Schulbetrieb nicht verlaufen können, aber die Baumaßnahmen werden den Unterricht nicht behindern“, ist sich Schulleiter Heinz Bruning sicher. Denn durch den Neubau werden vor allem zusätzliche Räume geschaffen, die bisher dem Regelunterricht so gar nicht zur Verfügung standen. „Die Erweiterung hat bei allen große Akzeptanz gefunden: bei Schülerinnen und Schülern, Eltern, beim Kollegium und sogar bei den Anliegern“, ergänzt Bruning, dem das Projekt spürbar am Herzen  liegt.

Rund neun Millionen Euro investiert das Erzbischöfliche Generalvikariat Paderborn als Träger der St. Walburga Realschule in die Baumaßnahmen. Diese seien auch ein wichtiger Schritt und ein Zeichen für diese Schule, freut sich Heinz Bruning, dem man seine Leidenschaft für die Realschule auch in der Ferienzeit anmerkt. Die Arbeiten verfolgt er mit Neugier und ist stets bestens über die Bauschritte informiert. Dabei soll nach 21 Jahren bald sein wohlverdienter Ruhestand folgen.

430 Schülerinnen und Schüler besuchen St. Walburga, 22 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten hier. „Für mich gilt immer der Grundsatz: Beziehung steht vor Erziehung und vor Unterricht“, lässt der Schulleiter seine pädagogische Zielrichtung durchblicken.

Als aktiver Sportler – Fußball und Marathon – und  auch besonders als Sportlehrer freut sich Bruning über die neue Einfach-Sporthalle und den Gymnastikraum im neuen Gebäude – einer Erweiterung in Richtung Osten. Der neue Teil besteht aus einem zweigeschossigen Gebäudesockel mit Sporthalle und Pädagogischem Forum im Erdgeschoss sowie Eingangsbereich, Musikraum und Technik im 1. Obergeschoss. Im 2. Obergeschoss schließen sich Betreuungsraum und Gymnastikhalle an. Große Glasfenster sorgen für freundliche Helligkeit. Über einen Aufzug sind alle Etagen – auch im Altbau – barrierefrei erschlossen.

Den neu gestalteten Eingangsbereich werden die Schülerinnen und Schüler am Mittwoch deutlich wahrnehmen. Da die Bauarbeiten hier noch nicht abgeschlossen sind, wird vorübergehend ein Zugang an der Westseite geschaffen.

„Der Schulhof wird dann in den Herbstferien fertiggestellt“, sagt Karsten Stahl, Bauamt des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn. Durch den Anbau des Schulgebäudes musste umdisponiert werden, ein vom Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn angekauftes städtisches Grundstück verschafft den Ausgleich.

Im Aktiv-Lernzentrum zieren Rundbögen den Raum. Schulleiter Heinz Bruning und Karsten Stahl (Bauamt des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn) sind vom Umbau im Dachgeschoss angetan.pdp / Ronald PfaffSanierungsarbeiten unterschiedlicher Art standen in den letzten Wochen im Bestandsgebäude an: Sanierung Sicherheitsbeleuchtung, Objektalarmierung, Daten- und Fernmeldetechnik, Sanierung der Abwasserleitungen, Löschanlage sowie die notwendige Umsetzung von Brandschutzmaßnahmen nach dem neuesten Brandschutzgesetz.   Im Dachgeschoss des Altbaus – der bisherigen Aula – werden nun ein Meditationsraum sowie das Schüler-Aktiv-Lernzentrum untergebracht. Die Architektur lässt verschiedene Möglichkeiten von Lernsituationen zu.

„Ende des Jahres wird alles fertig sein, für Januar 2019 planen wir noch die bei Neubauten übliche Mängelbeseitigung ein“, ist Karsten Stahl bei der Baubesichtigung zuversichtlich, dass die neuen Investitionen in den Gesamtkomplex für die Realschule eine Bereicherung sind.