Der Theologe Kardinal Jaeger im Mittelpunkt

Fachtagung der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte in Schwerte

"Vor Jaeger stehen nur die zwei orientalischen Patriarchen, die die Kardinalswürde quasi per Amt bekommen. Creatura Prima war dann für Paul VI. Lorenz Jaeger. Eine besondere Ehre die unserem Paderborner Erzbischof zu teil wurde“ berichtet Josef Slominski zu diesem Bild.Josef Slominski Paderborn, 24. August 2018. Lorenz Kardinal Jaeger, früherer Erzbischof in Paderborn, steht in seiner Rolle als Theologe im Mittelpunkt der ersten Fachtagung der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte im Erzbistum Paderborn. Vom 30. August bis 1. September werden rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Katholischen Akademie Schwerte zu dieser Tagung erwartet.

Das von der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte initiierte Forschungsprojekt „Lorenz Kardinal Jaeger. Erzbischof von Paderborn 1941-1973“ startete im vergangenen Jahr mit einer Eröffnungstagung im Paderborner Bildungshaus Maria Immaculata. Die Paderborner Theologieprofessorin Dr. Nicole Priesching als Vorsitzende der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte führte in das umfassende Forschungsprojekt zum Leben und Werk des früheren Paderborner Erzbischofs Lorenz Kardinal Jaeger ein.

Angesichts des enormen Umfangs des Nachlasses von Lorenz Kardinal Jaeger wird sich dessen Aufarbeitung über mehrere Jahre erstrecken. Daher werden thematische Schwerpunkte gebildet. In diesem Jahr findet vom 30. August bis zum 1. September die erste von fünf Fachtagungen in der Katholischen Akademie Schwerte statt. „Lorenz Kardinal Jaeger als Theologe“ lautet der Titel dieser ersten Fachtagung. In den folgenden Jahren sind geplant: „Jaeger als Ökumeniker“ (29. bis 31. August. 2019), „Jaeger als Kirchenpolitiker“ (27. bis 29. August 2020), „Jaeger als Seelsorger“ (26 .bis 28.August 2021) und „Jaeger als Person“ (25. bis 27. August 2022).

„Über die Anmeldezahlen sind wir sehr erfreut“, blickt Christian Kasprowski, Wissenschaftlicher Mitarbeiter von Theologieprofessorin Dr. Nicole Priesching, auf die sehr gute Resonanz. Der Teilnehmerkreis setzt sich aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Forschungsprojektes, Mitgliedern der Kommission für Kirchliche Zeitgeschichte und interessierten Gästen zusammen.   Öffentlich zugänglich ist zudem ein Vortrag mit Fotos. „Durch die Kamera betrachtet“, die am Freitag, 31. August, um 19.30 Uhr in der Katholischen Akademie durch Professorin Dr. Barbara Stambolis (Paderborn) und Dr. Markus Leniger (Schwerte) eröffnet wird.

Zu sehen sind Fotografien von Josef Slominski, der seit rund 70 Jahren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ablichtet. Er hat zum Beispiel alle sieben Päpste seit dem Zweiten Weltkrieg in Rom und auf Auslandsreisen fotografiert. In Schwerte zeigt er eine Auswahl seiner Fotografien des 1975 verstorbenen langjährigen Erzbischofs von Paderborn, Lorenz Kardinal Jaeger. Slominski hat sich unter seinem Künstlernamen Slomi einen Namen gemacht und gehört zu den renommiertesten Fotografen Deutschlands.