Zeichen für die Kirche in Äthiopien setzen

missio-Weltmissionstag am 28. Oktober – Diözesane Eröffnung am 7. Oktober in Werl

Pfarrer Giday AlemamissioPaderborn/Werl, 15. August 2018. Das katholische Hilfswerk missio ruft gemeinsam mit dem  Erzbistum Paderborn in den Gottesdiensten am Sonntag, 28. Oktober, zur Teilnahme an der weltweit größten katholischen Solidaritätsaktion auf. Dann wird in über 100 Ländern die Kollekte zum Sonntag der Weltmission gehalten, die für die Arbeit der 1.100 ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien bestimmt ist. 2017 sammelte das Erzbistum Paderborn 291.314 Euro für diese Kollekte, die deutschlandweit circa 3,89 Millionen Euro und weltweit rund 82,7 Millionen Euro erbrachte.

„Ich freue mich sehr, wie großzügig unsere Diözese mit diesem Beitrag zum Sonntag der Weltmission weltkirchliche Solidarität lebt. Diese Verbundenheit im Gebet und in der finanziellen Unterstützung hilft der Ortskirche in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, Asien und Ozeanien ungemein dabei, in ihren oft von Gewalt, sozialer Ungleichheit und Armut geprägten Gesellschaften ein Zeichen der Hoffnung zu sein“, sagte der Paderborner Weihbischof Matthias König. „Ich bitte die Gläubigen, auch in diesem Jahr für die Kirche in Äthiopien ein Zeichen dieser Hoffnung zu setzen.“

In diesem Jahr steht die Kirche in Äthiopien im Mittelpunkt des Sonntags der Weltmission. Im Erzbistum Paderborn berichtet Pfarrer Giday Alema aus seinem Heimatland und beschreibt dabei, wie  die Hilfe der Kollekte wirkt. „Jeden Tag kommen neue Flüchtlinge an, und die Zahlen steigen“, sagt Giday Alema. Seit fünf Jahren arbeitet der Priester in vier riesigen Flüchtlingslagern entlang der eritreischen Grenze im Norden Äthiopiens. Die Camps liegen rund 90 Kilometer von seiner Pfarrei Mariä Himmelfahrt in der Kleinstadt Shire entfernt. Die Fahrt durch das Simin-Gebirge dorthin dauert Stunden. Aber seit ihn der Bischof mit der Flüchtlingsseelsorge beauftragt hat, setzt sich der 55-Jährige häufig ans Steuer. Er weiß, was es heißt, wenn man alles verloren hat.

Als 1998 der Bruderkrieg zwischen Äthiopien und Eritrea ausbrach, lag Alemas Pfarrei an der Front. Soldaten überfielen sie und plünderten, was sie tragen konnten. Mit seinen Pfarreimitgliedern versteckte sich der Pfarrer drei Jahre lang in den Bergen.

Die Diözesane Veranstaltung zur Eröffnung der missio-Aktion findet am 7. Oktober um 18 Uhr in der Propstei-Kirche in Werl statt. Zelebrant ist Weihbischof Matthias König.

Nähere Informationen unter www.missio-hilft.de/wms.