Klimaschutz gemeinsam in die Hand nehmen

Auftaktsitzung: Projektgruppe zur Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes für das Erzbistum Paderborn informiert Generalvikar Alfons Hardt

Der Beginn einer klimaorientierten Zusammenarbeit: Generalvikar Alfons Hardt und Dr. Volker Teichert (FEST) (sitzend v.l.) sowie die weiteren Mitglieder des Projekts, in dessen Rahmen jetzt das Klimaschutzkonzept für das Erzbistum Paderborn erarbeitet wird.Foto: pdp/Maria AßhauerPaderborn, 15. August 2018. Die Bewahrung der Schöpfung wird im Erzbistum Paderborn groß geschrieben. Deshalb hat das Erzbistum im Februar 2018 bei der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes-Umweltministeriums einen Antrag zur Förderung eines integrierten Klimaschutzkonzepts gestellt, der im Mai bewilligt wurde. Bis zum Frühsommer 2019 wird ein Projektteam jetzt ein Klimaschutzkonzept für das Erzbistum Paderborn erarbeiten. In ihrer Auftaktsitzung informierten die Projektmitglieder Generalvikar Alfons Hardt über den geplanten Projektverlauf.      

„Ich freue mich, dass Sie sich im Erzbischöflichen Generalvikariat zu Ihrer ersten Sitzung treffen“, sagte Generalvikar Alfons Hardt. „Das Thema Klimaschutz ist uns als kirchliche Einrichtung ein besonderes Anliegen. Papst Franziskus setzt mit seiner Umweltenzyklika ‚Laudato si‘ dabei den Rahmen. Es ist gut, wenn wir dieses Ziel konsequent verfolgen.“  

Das Klimaschutzkonzept für das Erzbistum Paderborn soll bis Mitte nächsten Jahres vorliegen. „Es wird zentrale Fragen beantworten: Mit welchen Maßnahmen können kurz-, mittel- und langfristig die CO2-Emissionen und der Verbrauch für Strom und Heizenergie gesenkt werden? Wie kann ein anderes Mobilitäts- und Beschaffungsverhalten eingeleitet werden?“, erklärt Katrin Käuper, Mitarbeiterin aus der Fachstelle „Energieoffensive“ im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Nikolas Müller, ebenfalls Mitarbeiter in der Fachstelle „Energieoffensive“, ist sie Mitglied der Projektgruppe, die das Klimaschutzkonzept erarbeitet.  

Seit Sommer 2018 begleitet ein externes Institut, die Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg, die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes für das Erzbistum in mehreren Arbeitsschritten. In der Auftaktsitzung stellten die beiden FEST-Mitarbeiter Dr. Volker Teichert und Dr. Oliver Foltin  die Vorgehensweise zur Erarbeitung des Konzepts vor. Unter anderem sind repräsentative Befragungen zur Mobilität und zur Beschaffung im Erzbistum geplant – ein wichtiges Mittel zur Bewusstseinsbildung für klimafreundlicheres Handeln. Ergebnis der Datensammlung aus den Bereichen Immobilien, Mobilität und Beschaffung wird eine CO2-Startbilanz für das Erzbistum sein. Diese ermöglicht es, konkrete Klimaschutzziele und einen CO2-Reduktionsfahrplan sukzessiv zu erarbeiten, in dem festgelegt wird, bis wann wie viel Energie und CO2-Emissionen im Erzbistum eingespart werden können.  

Das Klimaschutzkonzept umfasst neben den Bereichen Mobilität, Beschaffung sowie Spiritualität und Bewusstseinsbildung auch die eigenen Liegenschaften des Erzbistums. Überdies werden aber auch Handlungsempfehlungen an alle zum Erzbistum Paderborn gehörenden Gemeinden, Pastoralverbünde und Einrichtungen gegeben. Hierzu werden in den kommenden Monaten verschiedene Workshops mit relevanten hauptamtlichen und ehrenamtlichen Akteuren durchgeführt, um schon frühzeitig diejenigen mit einzubeziehen, die später bei der Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen eine entscheidende Rolle spielen werden.  

Wenn das Klimaschutzkonzept dann im Juni 2019 vorliegen wird, sei die Arbeit damit längst nicht abgeschlossen, waren sich die Projektmitglieder einig: Dann gehe es um die Umsetzung beziehungsweise Verstetigung der Ergebnisse und darum, „dass das Erzbistum Paderborn sich das Konzept zu eigen macht.“      

Projektmitglieder  

  • Carmen Matery-Meding, Interims-Leiterin des Bauamts im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn  
  • Timo Farke, Abteilungsleiter Zentrale Liegenschaften in der Hauptabteilung Finanzen im Erzbischöflichen Generalvikariat (in der Auftaktsitzung vertreten durch Wolfgang Mönnikes)
  • Ulrich Klauke, Leiter des Referates Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat
  • Katrin Käuper, Fachstelle Energieoffensive im Erzbischöflichen Generalvikariat
  • Nikolas Müller, Fachstelle Energieoffensive im Erzbischöflichen Generalvikariat
  • Detlef Müller, Geschäftsführer der Gemeindeverbände Hochstift und Bielefeld
  • Dagmar Hanses, Geschäftsführerin des Diözesankomitees im Erzbistum Paderborn
  • Detlef Herbers, stellvertretender Leiter des Sozialinstituts Kommende in Dortmund
  • Ludwig Holzbeck, Kirchenvorstandsmitglied aus Unna