Tausende Ministranten fanden den Frieden

1.000 junge Menschen aus dem Erzbistum Paderborn treten den Heimweg von der internationalen Ministrantenwallfahrt nach Rom an.

Beeindruckende Kulisse: Der Abschlussgottesdienst der Pilgergruppe aus dem Erzbistum Paderborn in der Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore.Dirk Lankowski Rom / Paderborn, 3. August 2018. Sie prägten in den vergangenen Tagen das Stadtbild Roms: mehr als 60.000 Ministrantinnen und Ministranten aus 19 Ländern, davon rund 50.000 aus Deutschland und davon 1.000 aus dem Erzbistum Paderborn. Ausgestattet mit Pilgertüchern, Hüten und jeder Menge Energie und guter Laune, erkundeten sie seit Sonntag die Ewige Stadt. Am heutigen Freitag treten sie nach einer bewegenden Zeit den Heimweg an.

Während der Anreise in den Bussen, bei gemeinsamen Gottesdiensten und der Sonderaudienz mit Papst Franziskus am Dienstagabend wurde deutlich: Die jungen Christinnen und Christen leben ihren Glauben voller Freude und Enthusiasmus in den unterschiedlichsten Facetten. Der Passauer Bischof Dr. Stefan Oster SDB, Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz, betonte: „Das ermutigt. Es zeigt uns auch: Die Kirche ist jung, sie hat Zukunft. Aber freilich gilt: Wir wollen den Jugendlichen nicht nur schöne Events anbieten, wir wollen ihnen auch helfen, im Kleinen des Alltäglichen ihren Glauben weiterzupflegen.“

Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder und Bischof Antonios Mena feierten den Gottesdienst mit den Ministranten.Dirk Lankowski Diözesanjugendpfarrer Stephan Schröder gab den 1000 Ministrierenden aus dem Erzbistum Paderborn in der Abschlussmesse in der Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore mit auf den Weg: „Ihr seid Kundschafter: Abenteurer und Entdecker. Hört nie auf, nach dem zu suchen, was euch erfüllt.“ Es gelte, den Glauben und die Gemeinschaft stets aufs Neue zu entdecken. Weiter sagte er: „Schaut auf das Gute, auf den Frieden, den ihr entdeckt habt. Auf Momente, in denen euch Gott berührt hat.“ Für seine Predigt erntet er zustimmenden Applaus.

 Die fünf Tage in Rom waren vieles: heiß, aufregend, spaßig, lehr- und ereignisreich. „Es war super anstrengend und gleichzeitig sehr schön“, sagt Lisa Meier aus Castrop-Rauxel. Mit glänzenden Augen erzählt die 26-Jährige vom Besuch beim Papst mit ihrer Gruppe. „Mein schönstes Erlebnis war, das Strahlen einer meiner Teilnehmerinnen zu sehen, als sie den Papst aus nächster Nähe gesehen hat.“ Auch Marc Eickelkamp blickt mit positiven Gedanken auf die diesjährige Romwallfahrt der Ministranten zurück: „Obwohl ich schon vier Mal dabei war, war es doch wieder besonders.“ Jede Reise sei anders, denn „es sind die Erlebnisse mit anderen Ministranten, die sie so besonders machen.“ Besonders bewegt hat den 29-jährigen Herner ein Gottesdienst mit seiner Messdienergruppe in den Katakomben.

Für 1.000 Ministranten aus dem Erzbistum Paderborn ging es am Freitagmittag mit Reisebussen zurück nach Deutschland.Dirk Lankowski „Ihr habt mir viel Freude und Hoffnung gegeben, denn ihr geht den Weg des Herrn“, gab Bischof Antonios Mena, emeritierter Bischoff der koptisch-katholischen Kirche den Pilgern in der Abschlussmesse mit auf den Heimweg.