979 Engeldarstellungen als Inspiration

Ausstellung „Dialoge mit Engeln“ bis zum 18. Juli im Hohen Dom zu sehen

Dompastor Dr. Nils Petrat mit Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender (Mitte), Dozentin Larissa Eikermann (2.v.r.) und Mitarbeiterinnen der Universität Paderborn bei der Ausstellungseröffnung "Dialoge mit Engeln".pdp / Ronald PfaffPaderborn, 10. Juli 2018. „Ich freue mich sehr über die Kooperation mit der Universität Paderborn. So schaffen wir eine Beziehung zwischen jungen Menschen und dem alten Gebäude des Hohen Doms“, eröffnete Dompastor Dr. Nils Petrat heute die Ausstellung „Dialoge mit Engeln. Der Paderborner Dom von A – Z“. Noch bis zum 18. Juli ist sie im Hasenkamp und im Atrium des Doms zu sehen.

Das Jahr 2018 ist das Jahr des Europäischen Kulturerbes. Unter der Maxime "Sharing Heritage" soll das Bewusstsein für das kulturelle Erbe der Regionen und dessen Bewahrung gefördert werden. Gleichzeitig feiert der Hohe Dom zu Paderborn am 22. Juli 2018 sein 950-jähriges Weihejubiläum. Aus diesem Anlass fanden im Sommersemester 2018 im Fach Kunst der Universität Paderborn zwei Werkstatt-Seminare für Malerei und Illustration in Kooperation mit dem Domkapitel statt, verbunden mit dem Ziel, die Bedeutung des Doms in seiner historischen Dimension wie in seiner aktuellen Präsenz in ein breiteres Bewusstsein zu rufen und mit Blick auf „Sharing Heritage“ Fragen nachzugehen wie „Was können wir am regionalen Kulturerbe neu entdecken und lernen und wie können wir unseren Blick für unsere unmittelbare Umgebung erweitern?“

Entstanden sind die Malereien unter der Leitung von Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender, die sich den Engeln im Paderborner Dom widmete und mit künstlerischen Strategien aus der Malerei der Engelmotivik annäherte. Dabei ging es um malerische Neu-Interpretationen von Engelsdarstellungen, aber auch um Motivfindungen mit Blick auf die spätere Schulpraxis.

Es sei eine große Ehre für die Uni und die Studierenden, im Dom ausstellen zu dürfen, betonte Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender bei der Eröffnung. Zugleich sei der Dom aber auch das Wohnzimmer der Paderborner, somit passe es, etwas Schmückendes in das Gebäude hereinzubringen. „Ich möchte mich aber auch für die Offenheit und Unvoreingenommenheit bedanken, mit der wir hier die Engel entdecken konnten und unsere Arbeit präsentieren dürfen“, so die Professorin für Kunst und Didaktik an der Universität Paderborn weiter.

Die Vielfalt der Engel – rund 979 Darstellungen – hätte die Studierenden in der Arbeit bereichert: Von zarten Engeln und schönen Engeln, über Engel mit Ausstrahlung, kosmischen Engel bis hin zum Schutzengel.

In der Werkstatt Illustration „Den Paderborner Dom von A bis Z erleben, erkunden und illustrieren“ wiederum stand das Medium des Bilderbuches als künstlerisches Ausdrucksmittel im Fokus. Die Dozentin Larissa Eikermann entwickelte in gemeinsamer Seminararbeit mit den Studierenden zu jedem Buchstaben des Alphabets einzelne Themen rund um den Paderborner Dom, die anschließend illustrativ als Bilderbuchseite umgesetzt wurden. Die Intention war es, die Vielfalt des regionalen Kulturerbes des Paderborner Domes didaktisch als traditionelles Bilderbuch zugänglich zu machen.